Du bist ein Teil der Natur

„Wenn wir das Wunder einer einzigen Blume klar sehen könnten, würde sich unser ganzes Leben ändern.“ (Buddha)

Was meinte Buddha wohl damit? Vielleicht bedeutet es in einem Moment völliger Klarheit unsere eigene Schönheit in der Blume sehen zu können. In dieser Einheit erkennen wir das Wunder des Lebens, das wir selbst sind.

Kannst Du Dich selbst als Teil der Natur wahrnehmen?

Du hast vielleicht schon mal aus der Biologie gehört, dass kein Lebewesen unabhängig von einem anderen existiert. Wir sind alle Teil des großen, lebenden Organismus Natur. Irgendwo in Dir drinnen weißt Du auch von diesem Eins-sein, dieser tiefen Verbundenheit mit Allem-Was-Ist.

Nur, kannst Du im Gedankenrad des Alltags das für Dich auch so wahrnehmen?

Übung

Wenn Du das nächste Mal in den Wald, hinaus in die Landschaft oder in Deinen Garten gehst, dann kannst Du, wenn Du willst, folgendes probieren:

Halte an einer für Dich passenden Stelle inne. Vielleicht lehnst Du an einem Baum oder sitzt auf einer Bank oder blickst einfach nur in die Gegend. Und dann beobachte! Achte einmal ganz genau auf Deinen Atem, wie er in Deine Lungen strömt, wie er ganz von selbst geschieht, ohne dass Du etwas tun musst. Spüre den Boden unter Deinen Füßen, die Luft auf Deiner Haut, horche ganz tief in Dich hinein. Und vielleicht bemerkst Du in dieser Stille, wie Du die Umgebung um Dich herum in Dir aufnimmst, wie jedes Geräusch ganz deutlich und klar wird, jeder Windhauch spürbar ist und Du sogar die Luft riechen kannst. In dieser Wachheit spürst Du Deinen „inneren“ Körper, dieses pulsierende Leben, das durch Dich fließt und Dich daran erinnert, wie sehr Du verbunden bist mit der Erde, dem Boden, auf dem Du stehst, mit jedem Geräusch und jedem Grashalm. Dann merkst Du, wie Du eins wirst mit Deiner Umgebung, mit dem Baum oder mit dem Platz, wo Du gerade bist. Du BIST dann der Baum, die Landschaft, der Grashalm. Dann bist Du ganz anwesend, bist präsent und erfährst Dich selbst als Natur.

 

Das Leben liebt Dich!

Hast Du Dir schon einmal überlegt, warum Du Deinen Urlaub nicht irgendwo auf einem zubetonierten Parkplatz mit Blick auf die Hauptstraße verbringst? Warum fährst Du, wenn Du Urlaub machst, ans Meer, in die Berge, hinaus ins Grüne, in den Süden? Achte einmal ganz genau darauf, was geschieht, wenn Du mit dem natürlichen Feld in Berührung kommst.

Achte ganz bewusst darauf, wie das alles von selbst geschieht. Wie Du die Sonne genießt, das Wasser, die Luft, die Ruhe, die Schönheit … Bemerkst Du, wie Du an solchen Plätzen ein gutes Stück näher zu Dir findest? Wie Dich die Natur im besten Falle dabei unterstützt, Dich wieder an Deine eigene „Natur“ zu erinnern? Und wenn das geschieht, dann kannst Du „entspannen“, „ankommen“, „Kraft tanken“, „Sonne tanken“, „aus dem Alltag heraustreten“, „zu Deiner Mitte finden“.

Und genau in diesen Momenten bis Du gelassen, gibst Dich der Schönheit des Augenblicks hin und bekommst manchmal eine Ahnung davon, dass Du vom Leben geliebt wirst. Das Leben, das Dich trägt, schützt, nährt und liebt – bedingungslos.

Die Natur ist Vorbild, „Heilerin“ und Lehrmeisterin.

„Die Intelligenz der Natur funktioniert mühelos und mit Leichtigkeit, sie ist sorglos, harmonisch und liebevoll.“ (Eckhart Tolle)

Vielleicht ist das der wichtigste Satz, den es Dir bewusst zu machen gilt, um körperliche wie geistig-seelische Heilung aus der Natur zu beziehen.

Hast du schon einmal wirklich die Natur beobachtet? Wenn Du in Deinem Garten warst, bei einer Wanderung, im Zoo, am Strand beim Meer sitzend? Ich habe als Kind Tage damit verbracht den Spinnen, Kröten und Eidechsen zuzuschauen und sie zu „füttern“. Ich hockte stundenlang da und schaute den Ameisen dabei zu, wie sie die Kristallkörner des ausgestreuten Zuckers bis auf den letzten Krümel in den Bau trugen.

Eins ist gewiss – Da ist kein Pflänzchen, das sich schrecklich abmüht durch die Asphaltdecke zu wachsen, kein Vogel, der sich verkrampft anstrengt, sein Lied zu singen, keine Katze, die verspannt ist vom Stress des Mäusejagens. Da ist keine Biene, die einen Leistungsdruck hat, eine bestimmte Anzahl von Blüten besuchen zu müssen und keine Maulwurf, der „Burn Out-gefährdet“ ist, weil er nicht genug Meter Tunnel pro Tag gräbt!

Spätestens, wenn Du das beobachten kannst, müsstest Du Dich wohl fragen, ob das Leben nicht weit einfacher und müheloser funktioniert, als Dein Verstand das manchmal möchte.

Und wenn wir schon beim Beobachten sind – Hast Du Dir schon einmal die Inhaltsstoffe von Medikamenten natürlichen Ursprungs näher angeschaut? Zum Beispiel ist Weißdorn eines der besten Herzmittel, Gingko hilft dabei das Gedächtnis in Schwung zu halten, Goldrute gilt als eines der besten Nieren- und Blasenmittel, usw. Aus der Homoöpathie kennen wir z. B. Aconitum (Eisenhut), Digitalis (Fingerhut) oder Echanicea (Sonnenhut).

 

Ich denke, die Heilkraft der Natur besteht darin, dass sie uns wieder mit unserer eigenen göttlichen Quelle verbindet.

Pflanzen haben diese tiefe Verbindung zum Urquell des Seins. Sie sind eins mit der Erde in der sie wurzeln und eins mit den Planeten am Himmel. Sie tanzen im Einklang mit den kosmischen Rhythmen. Und gerade deswegen, weil sie noch „heil“ und „ganz“ sind, können sie auch uns Menschen diese kosmischen Urkräfte, Gesundheit und Harmonie vermitteln.

„Bäume verbinden Himmel und Erde miteinander, und durch diese Qualität können sie auch in uns Menschen verbinden, was abgeschnitten ist.“ (Wolf-Dieter Storl)

Vielleicht ist ja Deine Blume des Lebens jetzt ein Stück weiter geöffnet. Und das nächste Mal, wenn Du natürlichen Boden betrittst, erinnerst Du Dich vielleicht daran, dass es Deine eigene Schönheit ist, die Du in der Natur bewunderst.

 In Dankbarkeit und Wertschätzung,

Alfred Zenz, jun.



 

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