Der Mittsommer bezeichnet nicht nur die Blütezeit vieler Heilkräuter sondern auch die eines uns bestens bekannten Baumes – der Linde. Mitte Juni sieht man die blühenden Lindenbäume goldfarben aus den Wäldern hervorleuchten. Ihre nektarreichen und nach Honig duftenden Blüten sind nicht nur für die Bienen ein Fest. Auch für uns Menschen ist die Linde seit jeher ein wertvoller Nutz,- Schutz,- und Heilbaum, der in engem Zusammenhang mit mütterlicher Wärme, Nahrung, Harmonie und der Kraft der Liebe steht.
Die Linde liebt Wärme und benötigt ausreichend Feuchtigkeit, um ihr dichtes Blattwerk zu entfalten. Dabei erreicht sie Wuchshöhen von dreißig bis vierzig Metern sowie ein geschätztes Alter von über tausend Jahren. In so manchem Örtchen findet man noch die eine oder andere alte „Dorflinde“, die einst Zentrum des bunten Treibens war und uns so manch berührende Geschichte zu erzählen hat.
In diesem VIDEO will ich dir die Linde als Baum auf mythologischer wie feinstofflicher Ebene näher bringen und dir zeigen, welche Kräfte sie uns Menschen vermitteln kann.
Was die Linde seit jeher als als Schutz,- und Arzneibaum auszeichnete, welche Bedeutung sie einst als Gerichtsbaum hatte und weshalb Urteile unter Linden gesprochen in der Regel „gelinde“ ausfielen, in welchem Zusammenhang sie mit dem sagenumwobenen Drachenfeuer steht und wie ihre Wirkessenz dein Herz berührt und die Kraft von Verletzlichkeit offenbart – all das erfährst du in diesem VIDEO.
Viel Freude beim Anschauen!
Herzlichst,
Alfred Zenz – Der Seelengärtner
Die Linde – Ein Baum im Zeichen von Herzberührung, Sanftmut und Drachenkraft
Die Linde in der naturheilkundlichen Anwendung
Die Linde galt in unseren Breiten seit jeher als „lindernder Baum“, als die „Großmutter der Medizin“ und steht deshalb auch in direktem Zusammenhang mit dem Äskulapstab – eine sich um einen Stab windende Schlange – der das Sinnbild der Medizin bekannt ist.1
Die traditionelle Volksmedizin schätzt vor allem die Lindenblüten als bewährtes Hausmittel. Innerlich als Tee angewandt kommen Lindenblüten aufgrund ihrer entzündungshemmenden und schweißtreibenden Wirkung bei grippalen Infekten, Erkältungskrankheiten und Fieber zum Einsatz. Zudem gelten sie als beruhigendes und schlafförderndes Mittel.
Je nachdem, wie man den Tee zubereitet, hat er unterschiedliche Wirkung. Beim kurz gezogenen Aufguss erhält der Tee eine gelbliche Farbe und schmeckt eher neutral. Er wirkt tendenziell schweißtreibend, leicht fiebersenkend, beruhigend und bei hohem, mit Träumen verbundenem Fieber besänftigend. Lässt man den Tee länger ziehen, färbt er sich rot und bekommt einen eher erfrischenden Geschmack. Dieser Tee wirkt allgemein reinigend und entschlackend.2
- Kurz gezogener Aufguss: 1 Teelöffel getrocknete Lindenblüten mit 1/4 lit. heißem Wasser überbrühen und etwa 10 Minuten ziehen lassen.
- Lang gezogener Aufguss: 1 Teelöffel getrocknete Lindenblüten mit 1/4 lit. heißem Wasser überbrühen und mindestens 30 Minuten ziehen lassen (der mit lauwarmen Wasser übergießen und 6-8 Stunden zugedeckt ziehen lassen). 2
Mehr zur Botanik, volksmedizinischen Gebrauch, Mythologie sowie ihrer feinstofflichen Wirkung als Baumverbündete erfährst du in meinem Buch: „Vater Eiche, Mutter Linde – Bäume als Seelenbegleiter, Kraftspender und Verbündete.“
Quellen:
1 HAGENEDER, Fred: Die Weisheit der Bäume. Mythos, Geschichte, Heilkraft. Franck-Kosmos Verlag, Stuttgart, 2014
2 STRASSMANN, Renato: Baumheilkunde. Heilkraft, Mythos und Magie der Bäume. Knaur Verlag, München, 2008
HAGENEDER, Fred: Der Geist der Bäume. Eine ganzheitliche Sicht ihres unerkannten Wesens. Neue Erde, Saarbrücken, 5. Auflage 2014
STORL, Wolf-Dieter: Pflanzen der Kelten. Heilkunde, Pflanzenzauber, Baumkalender. AT Verlag, Aarau, 4. Auflage 2005
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