Der Sommer ist die Blütezeit eines ganz besonderen Heilkrautes – der Wilden Karde. Wolf-Dieter Storl, Ethnobotaniker und Autor, entdeckte die Wilde Karde vor Jahren für sich als eines der besten Naturheilmittel gegen einer der herausforderndsten Krankheiten unserer Zeit – Borreliose. Warum die Karde als wirksame Unterstützung bei Borreliose rege Anwendung findet, welchen Zusammenhang ihr Blühverhalten mit der Krankheit aufweist und wie du am besten deine eigene Karden-Tinktur herstellst – all das erfährst du in meinem aktuellen Artikel.

„Bäume sind Heiligtümer. Wer mit ihnen zu sprechen, ihnen zuzuhören weiß, der erfährt die Wahrheit. Sie predigen nicht Lehren und Rezepte, sie predigen, um das Einzelne unbekümmert, das Urgesetz des Lebens.“ (Hermann Hesse)

Es ist ein mystisch-nebliger Novembertag, wie er im Buche steht und wir nähern uns der 1000jährigen Eiche von Bierbaum, einem kleinen Ort im Südosten Österreichs. Zuvor tat es meine Stimmung noch dem Wetter gleich und war tief getrübt. Doch mit jedem Schritt, den wir auf diesen Baum zugingen, begann mein Herz schneller und kräftiger zu schlagen. Meine Augen weiteten sich, der innere Nebel wich den warmen Strahlen einer aufgehenden Sonne. „Was für ein Baum!“, dachte ich bei mir. Als ich ihre tiefe, rissige Borke das erste Mal berührte durchfuhr mich sanfte, aber kraftvolle Energie, die sich wie ein elektrischer Impuls in meinem ganzen Körper verteilte.

Nach dieser Begegnung mit diesem 1000jährigen Kraftpaket fühlte ich mich extrem aufgeladen und sprühte nur so von heller Begeisterung und Lebensfreude. Mein Trübsinn, mit dem ich hier angekommen war, schien wie weggeblasen zu sein. In mir begann sich eine tiefe Dankbarkeit auszubreiten. Eine Dankbarkeit darüber am Leben zu sein und als Teil eines großen Ganzen untrennbar mit der Natur und all ihren Geschöpfen in einer unglaublich nährenden Verbindung zu stehen, die mir vor allem eines ermöglicht: geistiges und seelisches Wachstum.

Warum Bäume als Seelenbegleiter und Kraftspender für uns heute wichtiger sind als je zuvor

Bäume haben die Fähigkeit Erde und Himmel miteinander zu verbinden. Und wenn man sich ganz bewusst auf einen Baum einlässt, vermag er diese Verbindung auch in uns Menschen wieder herzustellen, so dass wir uns wieder als einen lebendigen Teil der Natur erfahren können. Und wenn das geschieht, geschieht Heilung, wobei das Wort „Heilung“ übersetzt nichts anderes bedeutet als „Ganz-Werden“.

Baummedizin ist daher eine ganzheitliche Medizin – und sie ist tausende von Jahren alt.

Bäume für die Seele

1000jährige Eiche von Bierbaum

Die Blüten, Blätter, Rinde, Früchte und Nadeln eines Baumes waren in früheren Zeiten von immenser Bedeutung, um körperliche Gebrechen und Krankheiten zu heilen. Verarbeitet zu Salben, Tinkturen oder Tees waren sie einst die wichtigsten und zugleich einzig verfügbaren Arzneimittel unserer Vorfahren. Von dem alten Wissen über die Heilkraft der Natur können wir natürlich auch heute noch profitieren. Doch im Laufe der Zeit hat sich einiges verändert.

Als Menschen, die in hoch entwickelten Industrienationen leben, müssen wir heute nicht mehr gegen Krankheiten kämpfen, die durch zugig-feuchte Stuben, unzureichende Hygiene oder Nahrungsmangel verursacht werden. In einer Zeit, in der die moderne Medizin wahre Wunder vollbringen kann, hat Gesundheit einen anderen Stellenwert bekommen. Die Krankheitsdämonen unserer Zeit heißen Stress, Überlastung, Depression und Burn-Out und welche Namen sie sonst noch alles tragen. Überfüllte Nervenkliniken und das rasant steigende Angebot an psychologischen Therapien und Behandlungsformen zeigen, dass wir heute vor allem seelische Unterstützung brauchen.

Wonach sich das menschliche Herz letztendlich sehnt ist „Seelenheil“. Wir alle suchen nach unserer Wahrheit, nach dem, was wir Liebe, Friede, Eins-Sein oder All-Verbundenheit nennen. Es ist das, was uns letztendlich unsere Kraft und Vitalität zurückbringt, uns innere Gelassenheit, Selbstliebe und damit weiterführend auch körperliche Gesundheit schenkt.

Die bedeutendste Kraftquelle hierfür befindet sich dabei direkt vor unserer Nase – Die Natur mit einer ihren wichtigsten Vertreter – den Bäumen.

Bäume als Heiler – Der unerforschte Teil des Wesens Baum

Bäume tragen einen wesentlichen Anteil zu unserer seelischen Gesundheit bei. Das weiß man bereits seit den 80er Jahren, wo der Gesundheitswissenschaftler Roger Ulrich in einer Krankenhaus-Studie den Beweis lieferte, dass alleine der Blick auf einen Baum heilen kann! (Mehr darüber im Buch)

Warum alleine der Anblick eines Baumes einen derartigen Anstieg der Selbstheilungskräfte auslöst, wird die Forschung wohl noch viele, weitere Jahre, wenn nicht Jahrzehnte beschäftigen. Was aber für mich, und ich bin davon überzeugt, für jeden Baumliebhaber mit einem offenem Geist, ebenso klar ist: Bäume berühren unser Herz auf eine ganz besondere Art und Weise und verbinden uns damit mit der höchsten uns zur Verfügung stehenden Kraftquelle – unserer Spiritualität. Es mag der wissenschaftlich am wenigsten erforschte Bereich sein, doch ist es für mich genau das, warum Heilung eigentlich geschieht, wenn wir mit einem Baum in Kontakt treten.

Das wußten auch unsere heilkundigen Vorfahren – die Druiden, Kräuterfrauen und Pflanzenheilkundigen – so bin ich überzeugt. Sie wußten mit Bäumen zu kommunizieren um von ihnen Rat, Botschaft und Heilung zu erhalten. Die Wälder waren für sie anbetungswürdige Orte, Grüne Kathedralen von zeitloser, lebendiger Schönheit. Ein längst Vergessenes Wissen – das heute wieder zum Leben erweckt wird.

Ein Buch entsteht – Vergessenes Wissen erwacht zu neuem Leben

Die grünen Kathedralen der Baumschule

Als jemand, der inmitten eines Baumschul- und Gartengestaltungsbetriebes aufgewachsen ist, war ich seit jeher mit Natur, Pflanzen & Bäumen vertraut. Mein Vater war ein

Rot-Buche, Plitvice, Kroatien

passionierter Gärtner und Pflanzenliebhaber wie man es sich nur vorstellen kann und brachte mir sehr früh die Pflanzenwelt in all ihrer Schönheit und Lebendigkeit näher. Wenn es am Sonntag manchmal hieß, wir sollten in die Kirche gehen, beteuerte mein Vater gerne: „Ich bleibe hier bei meinen Pflanzen und den Bäumen. Das ist meine Kirche, das sind meine Kathedralen. Hier bekomme ich alles was ich brauche.“

Sehr früh lernte ich also Bäume als Wesen anzusehen, von denen man Kraft und Heilung erfahren kann. Mit ihnen zu kommunizieren war für mich so normal wie mit einem Menschen eine nonverbalen Austausch zu pflegen – es gibt keine Worte und dennoch weiß man ganz genau um was es geht. Die Wälder waren für mich daher bereits Grüne Kathedralen, noch bevor ich überhaupt irgendetwas von Druiden wußte.

Ein Buch über den Geist unserer Bäume

In meiner Zeit als Garten- und Landschaftsgestalter pflegte ich mit den auf dem Gartengrundstück befindlichen Bäumen gerne Kontakt, um mehr über den Garten selbst zu erfahren. Vor allem ältere Exemplare entpuppten sich dann oft als Kraftplätze, die, wenn sie erst einmal gewürdigt und integriert waren, dem gestalteten Garten noch mehr Ausstrahlung, Kraft und Energie verliehen.

In meiner neuen Berufung als Seelengärtner begann ich dann die Fähigkeit der Baum-Kommunikation weiterzugeben. Ich brachte Menschen in den bewussten Kontakt mit dem Geist der Bäume, damit sie die heilsamen Kräfte am eigenen Leib erfahren konnten. Mein Wissen über die innewohnenden Energien einzelner Baumarten schöpfte ich dabei anfangs noch aus Büchern, merkte aber schnell, dass nicht alles mit meiner eigenen Wahrnehmung übereinstimmt. Vor allem vermisste ich Baum-Literatur, welche nicht nur Mythologie und Brauchtum von Birke, Eiche & Co beschreibt, sondern vor allem ihre charakteristische, feinstoffliche Eigenschwingung, die sie uns Menschen vermitteln.

So fasste ich den Beschluss selbst darüber ein Buch zu schreiben – ein Buch über den Geist der Bäume und ihre heilsame Wirkung auf unser geistig-seelisches Befinden.

Seitdem sind nahezu 5 Jahre vergangen, in denen ich mit den Bäumen meditierte, kommunizierte und meine Wahrnehmungen aufschrieb um daraus ein Buch werden zu lassen – seit 04. Juni 2019 ist es Wirklichkeit und trägt den Namen: „Vater Eiche, Mutter Linde – Bäume als Seelenbegleiter, Kraftspender und Verbündete“

Das Buch „Vater Eiche, Mutter Linde“ – die heilsamen Energien von 18 heimischen Bäumen

In diesem Buch schildere ich meine eigenen, persönlichen Wahrnehmungen, die ich im Laufe der Jahre machen durfte und durch viele Teilnehmer meiner Workshops, Wahrnehmungstrainings und Naturseminare bestätigt bekam.

So stelle ich 18 bedeutende, heimische Bäume vor, welche Kräfte ihnen innewohnen, und wie sie uns diese auf heilsame Art und Weise vermitteln. Liebevoll gestaltete Baumporträts zeigen, was Birke, Buche & Co auf seelischer wie körperlicher Ebene für dich tun können, und helfen, in jeder Lebenslage den richtigen Baum als Kraftspender und Seelenbegleiter zu finden.

Und ja, um eine Frage gleich vorzubeugen:
Natürlich hätten noch viele weitere Bäumen Eingang in das Buch finden können. Denn ich bin überzeugt, dass jeder Baum sein ganz eigenes Geschenk für uns bereithält. Nur würde es den Rahmen dieses Buches gänzlich sprengen, alle wichtigen Bäume und Sträucher aufzuführen. Daher habe ich vorwiegend Baumarten ausgewählt, die leicht und häufig anzutreffen sind und einen hohen Bekanntheitsgrad haben.

Jeder Baum hat dabei seinen eigenen Charakter, sein eigenes ihm innewohnendes Wesen, das ihn auszeichnet. So wie jeder Mensch einen eigenen Typus hat, wirkt auch jeder Baum auf seine eigene Art und Weise. (Genaueres dazu im Buch). Auszüge von dem Porträt eines Baumes habe ich bereits als Artikel veröffentlicht: „Die Vogel-Kirsche – Die Dame des Waldes“

Die Reise zu deinem Baumverbündeten

Wenn du für eine zeitlang aus dem Gedankenrad des Alltags aussteigen möchtest um in die mystisch-magische Welt des Wesens Baum einzutauchen, so ist dem Buch eine Meditations-CD beigelegt. Mit Hilfe der dort aufgesprochenen Trance, führe ich dich in einen Zustand der Entspannung, der es dir ermöglicht, in unmittelbare Berührung mit dem Geist deines Baumverbündeten zu kommen. Seine Kraft wirkt dabei als eine Art Wegweiser und Beschützer, der auf heilsame Art und Weise mit deinem Unterbewusstsein kommuniziert. Es ist übrigens die gleiche Trance, die ich bei meinen Pflanzengeisterworkshops spreche – jetzt gibt es sie auch auf CD!

In Liebe zur Natur und den Bäumen

Was ich mit diesem Buche vor allem bezwecke ist meine Liebe zur Natur und den Bäumen mit dir als Leser oder Leserin zu teilen. Und wenn es für dich stimmig ist und dich berührt, so vermagst du dadurch vielleicht einen völlig neuen Zugang zu der Welt der Bäume bekommen.

Eines kann ich dir jetzt schon versprechen: Wenn das geschieht, wird sich dir das Reich der Natur, der Pflanzen und Bäume in einer Schönheit, Magie und Farbenpracht offenbaren, von dem zu zuvor nicht zu träumen wagtest! Du wirst sehen, wie dich die Bäume rufen und wie dir plötzlich wieder eine Kraft zuteil wird, die du vielleicht einst verloren glaubtest. Das Buch wird dir dabei helfen deinen Baum-Verbündeten zu finden – lass dich von ihm berühren und auf deinem Lebensweg begleiten!

Es ist für uns alle überlebenswichtig, die Liebe zu Mutter Natur in uns wieder zu erwecken und uns daran zu erinnern, dass Bäume so viel mehr sind als nur Holzlieferanten, Gestaltungsobjekte oder Sauerstoffproduzenten. Sie sind vor allem eines: Gefährten und Verbündete, die uns Seelenheil schenken.

Viel Freude beim Lesen!

herzlichst,

Alfred Zenz Jun.

P.S.

Das Buch „Vater Eiche, Mutter LindeBäume als Seelenbegleiter, Kraftspender und Verbündete“, ist in den Buchhandlungen erhältlich.

Zu bestellen unter anderem bei:

Weitere Informationen zum Buch findest Du HIER

 

 

 

 

Auszug und Trailer vom Vortrag: „Die heiligen Bäume der Kelten(Dauer 8 Minuten). In diesem Vortrag gebe ich Dir einen Einblick in das geheimnisvolle Wesen unserer Bäume. Ich verrate Dir warum Eiche, Buche, Linde & Co einst so große Verehrung zuteil wurde und welche spürbaren Kräfte und Energien ihnen seit Alters her innewohnen. Lass Dich entführen in eine Welt in der Bäume weit mehr sind als nur Sauerstoffproduzenten und Holzlieferanten, sondern vor allem eines: kraftvolle Gefährten und Verbündete, die uns Seelenheil schenken.

„Es gibt nur eine Heilkraft, und das ist die Natur.“ (Arthur Schopenhauer)

Es ist ca. 06:20h und die ersten Sonnenstrahlen erfüllen bereits den erhabenen Platz. Wir stehen an einem Berggrat auf einem Kraftplatz und laden uns mit der Energie des „Erdenfeuers“ auf. Es ist ein sehr starker Ort mit unterschiedlich hoch schwingenden Punkten. Ich führe eine Teilnehmerin nach vorne zum stärksten Punkt – es ist meine Frau Diana. Da sie ursprünglich als Assistentin mit dabei ist, entbinde ich sie für diesen Moment aus ihrer Rolle: „Du bist jetzt Teilnehmerin und darfst dich ganz auf die Kraft einlassen.“ Und als ob das ein `Zauberspruch` gewesen ist, startet das einen beeindruckenden Prozess. Nach diesem Erlebnis ist Diana nicht mehr die Gleiche….

Natur ist das was wirkt

Bäume als Kraftspender und Wegbegleiter

Verschiedenste Studien belegen heutzutage die heilsame Wirkung der Natur auf unser körperliches Befinden. Der alleinige Aufenthalt im Wald entspannt nachhaltig, beschleunigt die Zellregeneration, senkt den Blutdruck, vermag sogar Krebs vorzubeugen und vieles mehr. (siehe dazu meinen Artikel Waldbaden – Bäume als Heiler)

Natur macht aber so viel mehr, als nur Deinen Körper dabei zu unterstützen gesund zu bleiben. Sie hilft Dir in unglaublicher Direktheit, Kraft und Intensität bei Deinen geistig-seelischen Entwicklungsprozessen, wenn Du nur bereit bist Dich auf dieses „Feld Natur“, einzulassen.

Was eine gelungene Beratungs/Heil/Therapiesitzung ausmacht

„Das Geheimnis der Medizin besteht darin, den Patienten abzulenken, während die Natur sich selber hilft.“
(Voltaire, franz. Philosoph und Schriftsteller 1694 – 1778)

Was glaubst Du hat bei einer klassischen Therapiesitzung den größten Einfluss auf den Veränderungsprozess des Klienten? Ohne lange nachzudenken, sagen die meisten: „Natürlich die Technik bzw. Methode.“

Um herauszufinden, ob das wirklich so ist, hat man dazu ca. 400 (!) verschiedene Beratungs- und Hilfsmodelle untersucht und gelangte zu dem Schluss, dass sie sich in ihren Wirkungen nur äußerst geringfügig unterscheiden – eine Überraschung für viele! Den umfassenden Forschungen zufolge verhält es sich wie folgt:

Geschätzte Anteile am Therapieergebnis

ca. 15% (!) – bestimmte Strategien, Techniken und Methoden

ca. 30% – die Qualität der Beziehung BeraterIn – KlientIn

ca. 15% – positive Erwartung und Zuversicht des Klienten selbst

ca. 40% (!) – das persönliche wie natürliche Umfeld des Klienten mit all seinen Interaktionen und Wirkfaktoren

Geschätzte Anteile am Therapieergebnis (Lambert & Barley, 2002, Norcross, J.C. (2002) Psychotherapy relationships that work. New York: Oxford.)

Für die Naturtherapie sowie für alle Berufe, die in irgendeiner Weise mit Mensch und Natur arbeiten, bedeutet das, dass die natürliche Umgebung – der Wald, der Garten, die Landschaft etc. sowie die zwischenmenschlichen Interaktionen innerhalb einer Gruppe – einen extrem wichtigen Einfluss auf das Geschehen haben, wenn nicht sogar die wesentlichsten Faktoren sind!

Genau das darf ich nämlich staunend bei meinen Naturseminaren immer wieder beobachten – wenn Menschen sich ganz bewusst für dieses Feld öffnen und dadurch unglaubliche Veränderungsprozesse durch und mit der Natur ausgelöst werden.

Warum Natur so wirksam für Dein Seelenheil ist

Warum gerade der Wald, alte Bäume oder Plätze von besonderer Schönheit und Kraft derartige Heilungsprozesse auslösen mag ein Zusammenspiel verschiedenster Faktoren sein. Die meiner Meinung nach wichtigsten sind:

Die positive Wirkung auf Deine körperliche Gesundheit – und somit auch auf Deine psychische Verfassung

Indem Du z.B. Waldluft einatmest, atmest Du einen Cocktail aus bioaktiven Substanzen ein, welche die Bäume aussenden. Diese Substanzen alleine bewirken in Deinem Körper eine deutliche Stressreduktion (Dein Cortisol- und Adrenalinspiegel im Blut sinkt) sowie eine erhöhte Abwehrkraft (Dein Immunsystem wird in seiner gesamten Funktion gestärkt und aktiver).

Ebenso wird vor allem in Verbindung mit Sonnenlicht vermehrt das Wohlfühlhormon Serotonin ausgeschüttet – Es hebt die Stimmung, macht gelassener und lindert Angstgefühle. So hilft z.B. der Wald dabei, körperlich gesund zu bleiben. Und ein gesunder, kräftiger Organismus ist auch die Voraussetzung um in einer guten psychischen Verfassung zu sein.

Die Natur programmiert Dein Gehirn auf Entspannung

Ein Buchenwald mit seinen erfrischenden Grüntönen wirkt unter anderem deshalb so entspannend auf uns, weil er die sogenannten Beta-Wellen im Gehirn deutlich reduziert.

Was sind Beta-Wellen?
Unser Gehirn schwingt im Wachzustand in sogenannten Beta-Wellen. Sie sind wichtig für Konzentration aber auch zuständig für Streß, Hektik und Sorgen, wenn sie all zu aktiv schwingen. Alleine der Anblick eines Baumes hingegen, regt die Alpha-Wellen des Gehirns an. Diese sind zuständig für eine gelöste und entspannte Grundhaltung und werden auch als „Das Tor zur Meditation“ bezeichnet.

Diese Phänomen kannst Du selbst sehr gut überprüfen, z.B. wenn Du gerade irgendwo auf Urlaub bist und gemütlich „abhängst“. Und dann kommt Dir plötzlich der Gedanke in den Sinn, dass Du Deine emails abfragen könntest. Noch während Du online bist und vielleicht zusätzlich durch Facebook & Co surfst, verändert sich Dein Zustand signifikant. Spätestens nach dem virtuellen Ausflug kannst Du wahrscheinlich eine deutliche Zunahme der körperlichen Anspannung fühlen – unerheblich davon, ob es „positive“ oder „negative“ Nachrichten im Netz gab. Das rührt daher, dass unser Gehirn bei derartigen Tätigkeiten sofort in den Arbeits-Modus wechselt und vermehrt in Beta-Wellen schwingt.

Wenn Du Dich dann aber wieder zurück in die Hängematte unter den Bäumen schwingst, weiß das üppige Grün genau die Knöpfe in Deinem Gehirn zu drücken, die Dein System wieder zurück in den Entspannungs-Modus bringen. Der Garten bewirkt hier übrigens das Gleiche.

Die Natur lässt Dich so SEIN wie Du BIST

Immer wieder höre ich Teilnehmer in der Feedbackrunde meiner Naturseminare sagen: „Danke, dass ich hier so sein durfte, wie ich bin!“

Kennst Du das, wie Du erleichtert aufatmest, wenn Du nach einem gestressten Arbeitsalltag einen Waldspaziergang unternimmst? Das kommt vor allem daher, dass Du in der Natur nichts und niemandem mehr entsprechen musst. Der Wald, der Fluss, der Berg, der Adler, der am Himmel seine Kreise zieht, die Glockenblume auf der Wiese…sie alle interessieren sich nicht für Deinen Gehaltszettel, Dein Aussehen und Deine Leistungen. Die Sonne schickt Dir keine Stromrechnung dafür dass sie Dich wärmt und das Wasser aus dem Bergquellfluss ist gratis. Alles ist in Hülle und Fülle da und erinnert Dich an Deine eigene, innere Fülle – daran, dass das Leben dich liebt und dass du Kind von Mutter Erde bist, die dich trägt, schützt, nährt und liebt – bedingungslos. Das gibt Dir den Raum ganz für Dich da zu sein und Dich in Deinem ganzen Wesen wahrzunehmen und zu erfahren.

In der Psychologie wird dieser Begriff sogar ganz professionell als „Being Away – Effekt“ bezeichnet. Womit gemeint, ist dass man „weg-von-einer-Welt“ ist, in der man ständig entsprechen muss und dadurch kaum Zeit findet zurück zu sich selbst zu finden. Das „So-sein-dürfen-wie-man-ist“ stellt inzwischen einer der bekanntesten psychologischen Heilwirkungen des Aufenthalts in der Natur dar!

Das Kraftfeld Natur öffnet Dein Herz

Was im Körper das Herz „das Tor zur Seele“ ist, ist im Außen die Natur als „das Tor zur allumfassenden Liebe“. (Alfred Zenz Jun.)

Das ist die Essenz, die all meinen Veranstaltungen zugrunde. Und es ist für mich mit Abstand einer der bedeutendsten und – wortwörtlich – berührendsten Faktoren.

Ich teile hier meine Wahrnehmung mit einem der bekanntesten Geomanten und Autoren zu diesem Thema im mitteleuropäischem Raum, Marco Pogacnik. Er meint, dass die Grundschwingung der Natur mit all ihren sichtbaren und unsichtbaren Geschöpfen rein auf der Gefühls- oder Herzebene angesiedelt ist. Marco Pogacnik bezeichnet sie wunderschön „…als eine Grundschwingung liebender Freude…“

Und wenn Du Dich z.B. von einem alten Baum oder einer Blume berührt fühlst, dann bist Du wahrscheinlich mit den „Natur- oder Elementargeistern“ des Ortes in Kontakt getreten. Und wenn Du Dich bewusst darauf einlässt, wirst Du Dich unweigerlich wieder in Deinem ganzen Wesen spüren und Dein Herz beginnt sich zu öffnen. Es ist wie eine Berührung mit dem Feld der Liebe. Und das vermag so einiges aus-zulösen wie auf-zulösen.

Wie Du die Kraft der Erde für Dein Seelenheil nutzt

Mit dem was Das Einatmen der Waldluft in unserem Körper bewirkt, in Verbindung mit dem unglaublichen Entspannungs-Effekt, dem Gefühl SEIN zu dürfen und der tiefen Berührung auf der Herzensebene, ist die Natur so etwas wie ein natürliches Super-Psychopharmaka. Und es wirkt sobald du Deinen Garten, den Park oder nahegelegenen Wald betrittst oder auch nur liebevoll Deine Zimmerpflanze gießt. So gesehen gibt es nichts, was Du tun musst, um in diese heilsame Kommun(ikat)ion zu treten – es geschieht ohnehin von selbst.

Und jetzt stell Dir vor, Du würdest das jederzeit zugängliche und verfügbare „Umfeld Natur“ jetzt sogar ganz bewusst nutzen, um Dich von ihr bei Deinen persönlichen Entwicklungsprozessen unterstützen zu lassen? Welche Ressourcen würden dann mobilisiert werden? Was wäre dann erst an Veränderung alles möglich?

In der freien Landschaft gibt es für Dich unzählige Möglichkeiten mit Kräften, Wesen und Energien in Kontakt zu treten. Und eines ist sicher: Deine Intuition führt Dich

Kraftorte in der Natur

genau an die Stelle, die Du für Dein persönliches Wachstum gerade am nötigsten brauchst!

So können z.B. Wasseradern je nachdem ob links- oder rechtsdrehend beruhigend oder belebend wirken. Linksdrehend können sie regelrechte Entlade-Stationen sein um z.B. Altes loszulassen und innere Anspannung zu reduzieren. Die Wesen alter Bäume vermögen unglaublich kraftvolle Mentoren zu sein, um dir wichtige Botschaften zukommen zu lassen. Und geomantische Felder wie z.B. starke Erdelementarpunkte, helfen Dir Dich wieder neu zu verwurzeln und in Deine Kraft und Mitte zu finden.

Und wenn Du das Glück hast mit dem „Feuer der Erde“ in Kontakt zu kommen, sogenannten „Drachenlinien“, mag dies ganz besondere Transformation bewirken, wie sie damals bei Diana am Bergrücken vonstatten ging…

Zurück am Berg auf dem Rücken des „Drachens“

….So beobachte ich aus einiger Entfernung, wie sich Diana krümmt, stöhnt und breitbeinig immer wieder in die Knie geht. Irgendwann stößt sie einen heftigen und schmerzerfüllten Schrei aus, der in den Weiten der Bergwälder verhallt. Sie sackt schließlich schluchzend zu Boden. Einen Impuls folgend gehe ich zu ihr nach vorne und umarme sie – es war der richtige Impuls und wir umarmen uns innig. Zusammen verweilen wir an diesem Punkt für eine scheinbare Ewigkeit.

Nachher erzählte sie mir, dass es so war, als ob sie ein Kind geboren hätte – ein „Drachenbaby“, wie sie es liebevoll nannte, und das sofort wieder von der Erde aufgenommen wurde. Ihr kamen die Worte:

„Aus Licht geboren
in Dunkelheit verflossen
schenkst Du Leben
und lässt es ziehen in den Tod.
Gebähren bricht Licht und
Dunkel wird erweckt.“

Diana verlor durch eine Krebserkrankung vor 15 Jahren die Fähigkeit, Kinder zu bekommen. Das „Erdenfeuer“ half ihr dabei, diesen Schmerz zu verarbeiten und zu verwandeln.

Diese Verwandlung fand vor zwei Jahren statt. Diana geht jetzt mit einer anderen Stärke und Selbstsicherheit durch das Leben. Es ist als ob sie einmal gestorben und in ihrer weiblichen Urkraft neu auferstanden ist, was ihr maßgeblich dabei half ihre neue Berufung zu leben. Heute arbeitet Diana mit ätherischen Pflanzenölen und begleitet in Form von selbst hergestellten Naturparfüms und Seelenduft-Workshops andere Menschen auf ihrem Lebensweg.

Die Natur als Coach – auftanken, Kraft sammeln, neue Impulse empfangen an besonderen Kraftorten

Zurück zu Deinen Wurzeln – Zurück zu Dir selbst

Lange Zeit dachte ich, dass ich als Seminarleiter mit meinen Formaten, Anleitungen und Fragen den bedeutenden Teil beitragen würde. Doch die Teilnehmer zeigten mir wie unglaublich bedeutender das natürliche Feld ist – die Bäume, die Kraftplätze, die Naturwesen sowie die zwischenmenschlichen Begegnungen untereinander. Sie sind die eigentlichen Trainer, Heiler und Coaches. Und dazu zählt ein mächtiges Erdmagnetfeld genauso wie die Amsel am Baum oder der Tautropfen am Grashalm.

Wenn Du in irgendeiner Art und Weise mit Menschen arbeitest oder Dich selbst gerade in wichtigen Veränderungsprozessen befindest, dann vergiß nicht, dass die stärkste, dir verfügbare Ressource sich direkt vor Deiner Nase befindet: Die Natur mit all ihren sichtbaren wie unsichtbaren Geschöpfen.

Nutze ihre Kraft und finde zurück zu Deinen Wurzeln um die genau Kräfte in Dir zu mobilisieren, die Dir dabei helfen, das Leben zu leben, das auf Dich wartet!

Ich freue mich auf Dein Kommentar!

Herzlichst,

Alfred Zenz Jun. – Der Seelengärtner

P.S.

Du möchtest:

  • die Wirkung von Bäumen und Kraftplätzen am eigenen Leib erleben
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Dann hilft Dir dieses Natur-Retreat dabei, Dein Potenzial als Natur-Coach zu leben! Es findet inmitten einer wunderschönen Naturlandschaft im Süden von Österreich statt.

„Zum Natur-Coach erwachen“ 4tages-Vertiefungs-Retreat für Veränderungsarbeit mit Hilfe der Natur

 

Vogel-Kirsche (auch Wild-Kirsche)

Prunus avium, Familie: Rosengewächse, Rosaceae

»Tanze, als würde dich niemand beobachten. Liebe, als wärst du niemals verletzt worden. Singe, als ob dich niemand hören könnte. Lebe, als sei der Himmel auf Erden.« (Mark Twain)

Der Frühling hält Einzug und alles beginnt sich in üppiger Blütenpracht zu entfalten. Ein Baum tritt dabei ganz besonders in Erscheinung – Die Kirsche. Ihre wilde Vertreterin, die Vogel-Kirsche, leuchtet jetzt in prachtvollem Weiß gekleidet in unseren Wäldern hervor. Über das restliche Jahr fällt dieser Waldbaum den meisten Menschen sonst kaum auf. Und das, obwohl sie die Mutter der allseits beliebten Süß-Kirschen ist. Zudem vermittelt sie uns auf der feinstofflichen Ebene wie kaum ein anderer Baum Schönheit, Ästhetik, Lebensfreude und blühende Erotik.

Der Baum mit der ganz besonderen Rinde

Rinde bzw. Borke der Vogel-Kirsche

Als wärmeliebendes Halbschattengewächs findet man die Vogel-Kirsche in unseren Breiten oft an Waldrändern, auf Felsrücken oder in wilden Hecken. Auffällig ist vor allem der Stamm der Vogel-Kirsche, der in jungen Jahren eine glatte, lederartige, silbergraue Rinde mit breiten, rostfarbenen Querstreifen aufweist. Später wandelt sie sich zu einer längsrissigen, beinahe schwarz aussehenden Borke. Löst diese sich vom Stamm ab, geschieht das in Form von horizontalen Streifen, was als Ringelborke bezeichnet wird.

Das Wesen der Kirsche – im Zeichen der Venus

Wenn sie jetzt in unseren Wäldern zu blühen beginnt, verströmen ihre weißen Blüten einen schwachen Duft nach Honig, der ihren innewohnenden Reichtum an Nektar offenbart und damit ein wertvolles Bienenfutter darstellt. Auch wir Menschen werden von ihren sinnlichen Blüten verzaubert. Zur Familie der Rosengewächse gehörend, fließen durch sie die Kräfte der Venus, die ganz im Zeichen der Weiblichkeit, Schönheit und Erotik steht. Seit jeher wurde die Kirsche daher als Ausdruck der Lebensfreude, Fruchtbarkeit und Geburt gefeiert.

Blüte der Vogel-Kirsche

In Japan symbolisiert die Kirschblüte als Nationalblume bis heute Reinheit und Schönheit. Im ganzen Land wird daher im Frühjahr das berühmte Kirschblütenfest gefeiert. Millionen von Menschen versammeln sich dafür in Parks, um die Blütenpracht zu bewundern. Für viele Japaner markiert das Fest einen Höhepunkt im Kalenderjahr, um sich vom kalten Winter zu verabschieden und das aufkeimende, neue Leben willkommen zu heißen. Betrachtet man die Symbolkraft aber auch die pure Schönheit des Blütenfestes, verwundert es kaum, dass bis heute etwa die Hälfte aller Laubbäume in japanischen Städten Kirschbäume sind.

Bei unseren Vorfahren war es lange Zeit üblich, das erste Badewasser eines Mädchens an einen Kirschbaum zu schütten, auf dass das Kind später rein, edel und schön werde. Vielerorts wird bis heute bei der Geburt eines Mädchens ein Kirschbaum gepflanzt. Man sagt, am Gedeihen des Baumes könne man ablesen, wie es um die Gesundheit des Kindes bestellt ist. In diesem Zusammenhang wurde die Kirsche auch zum Ausdruck für Heilung und Genesung.

Bis heute ist die Süßkirsche nach dem Apfel übrigens der beliebteste und flächenmäßig bedeutendste Obstbaum in Deutschland.

Im Gespräch mit dem Baumgeist der Vogel-Kirsche

Damenhaft steht sie da, aufrecht und elegant. Die ringförmige Maserung ihrer Borke erinnert mich an den Ring als Schmuckstück, ein Accessoire und Symbol, das jede feine Dame gerne am Finger trägt. Auf mich wirkt die Vogel-Kirsche ein bisschen so, als ob sie über die Vegetationszeit hinweg ein ausgelassenes Fest feiert. Zuerst explodiert sie in üppiger Blütenfülle, um sich im Sommer mit unzähligen, schwarz-roten Kirschen zu verausgaben. Heute möchte ich diese vornehme Dame zum Tanz bitten und ihr geduldig lauschen. Im Gespräch offenbarte mir die Vogel-Kirsche dabei folgendes:

»Wenn du dir meine Kraft zu Herzen nimmst, dann werd ich dich beleben ganz bestimmt. Um zu bereichern mit dem süßen Wein, mit dem Geschmack von Liebe, Sonne und entspanntem Sein. Denn mein Geist will dich verwöhnen, dich lehren, dem Genusse gar zu frönen, und all des Herzens Wünsche zu erfüllen, auch wenn es widerspricht vernünftig Willen. Durch mich wird sich dir eines gar erschließen – zu leben heißt vor allem zu genießen!

Ich erinnere dich mit sanftem Rufe, auf jeder deiner Lebensstufe, warum das Leben dir geschenkt, ist damit die Kraft der Freude durch dich lenkt. So beträufle ich dich mit dem Saft von Lust und Wonne, auf dass sie scheine, deine innere Sonne! Und wecke in dir diese zarte Lust, auf dass, was vorher tief geschlafen, sich entfaltet ganz bewusst. Wenn du magst, dann erhebe deine Stimme, tue was du willst, liebe, tanze, singe!

So lass dich tragen von meinem Duft, lass dich bewegen, wenn der Tanz des Lebens nach dir ruft. Lass dich feiern, mach dich frei, auf das du lebst, bevor es ist vorbei. Und bist du bereit für diesen Tanze, dann brich mit mir die letzte Lanze. Die dich in heller Freude strahlen lässt, und du aus tiefstem, Inneren weißt: Das Leben ist ein Fest!«

Was die Vogel-Kirsche für dein Seelenheil tun kann

Sie erweckt in dir den Sinn für Schönheit und Ästhetik

Vogel-Kirsche in Blüte im April

Mit der Vogel-Kirsche bekommst einen besonderen Blick für Ästhetik und lernst die feinen Nuancen von kunstvollen Gegenständen, geschmackvoller Architektur oder liebevoll zubereitetem Essen wertzuschätzen. Vor allem aber gewinnst du einen Blick, der über die Oberfläche hinaus in die Tiefe reicht. In diesem Sinne hilft dir der Geist der Vogel-Kirsche, die offenkundige wie die versteckte Schönheit in der Welt zu sehen und dich an ihr zu erfreuen.

Sie hilft dir als Frau deine Weiblichkeit anzunehmen

Frauen hilft die Vogel-Kirsche, ihre eigene Weiblichkeit und Erotik voll und ganz anzunehmen und dieser auch Ausdruck zu verleihen. Mit ihr als Baumverbündeter wirst du geneigt sein, dich vielleicht damenhafter zu benehmen, als du es von dir gewohnt bist. Da die Kirsche zudem einen starken Kontakt zu deinem Körper herstellt, wird sie dich auch dabei unterstützen, deine äußere Schönheit in Form von wohltuender Körperpflege zu bewahren.

Sie hilft dir als Mann die Schönheit im Wesen der Frau zu sehen

Männern hilft die Vogel-Kirsche dabei, leichter die äußere wie auch innere Schönheit von Frauen zu sehen. Dadurch fällt es dir leichter, einen wertschätzenden Umgang mit der holden Weiblichkeit zu pflegen. Die Vogel-Kirsche kann dich lehren, ein Don Juan zu sein, der eine Frau mit Worten und Gesten zu beschenken weiß und damit so manches leidenschaftliche Feuer zu entfachen vermag.

Sie verleiht dir pure Lebensfreude und Genussfähigkeit

Das ganze Wesen der Vogel-Kirsche wirkt anregend, erheiternd, herzöffnend und beflügelnd. Ihre Energie ist dabei geprägt von einer besonderen Reinheit und Unschuld. Es ist die Reinheit des Lebens selbst, in all seinen natürlichen Trieben, die es in jedem Moment entfalten und feiern möchte. So steht die Vogel-Kirsche für die Süße des Lebens, für gutes Essen, ausgelassenes Feiern, Singen, Tanzen, leidenschaftlichen Sex und nährende Berührungen.

schwarz-roten Früchte der Vogel-Kirsche

Sie nährt die Kraft von Sinnlichkeit und Erotik

Das Wesen der Vogel-Kirsche lässt dich deinen Körper besser wahrnehmen und macht dich empfänglich für zarte Berührungen. Zudem steigert ihre Energie dein Lustempfinden. In diesem Sinne vermag sie dein Liebesleben zu bereichern. Sie fördert aber auch deine eigene, erotische Ausstrahlung. Mit ihr kannst du dich als sinnliches Wesen erfahren und deinen Sehnsüchten und Begierden freudig begegnen.

Sie schenkt dir Sanftmut und sorglose Gelassenheit

Die warme Erdqualität der Vogel-Kirsche wirkt beruhigend und fördert innere Gelassenheit sowie äußere Entspannung. Auch hier geht es vornehmlich darum, der Freude zu folgen, selbst wenn das manchmal bedeutet, »unvernünftige« Dinge zu tun oder Grenzen zu überschreiten. Mit ihr bleibst du in einer gesunden, sorglosen Gelassenheit, wo alles nicht so ernst und streng gesehen wird und insgesamt etwas leichter von der Hand gehen darf.

Sie inspiriert und fördert den künstlerischen Ausdruck

Das Wesen der Kirsche hat eine beflügelnde und inspirierende Wirkung auf unseren Geist. Unter der Vogel-Kirsche mag es dir daher leichter fallen, kreativ zu sein, poetische Texte zu entwerfen oder Geschichten zu schreiben. Vor allem das Singen, so scheint mir, fällt in ihrem Beisein besonders leicht. Was immer sie an künstlerischem Ausdruck in dir anregt, ist dabei immer von Schönheit und Ästhetik geprägt und strebt stets nach (irdischer) Vollkommenheit.

Wie du die Kraft der Vogel-Kirsche am besten für dich nutzen kannst

Vogel-Kirsche in Blüte am Waldrand

In der bewussten Begegnung

Um mit der Kraft der Kirsche in Verbindung zu kommen, muss es nicht unbedingt eine wilde Vogel-Kirsche im Wald sein. Meiner Wahrnehmung nach wirken die Kultur-und Ziersorten, welche jetzt in überschwänglicher Fülle blühen, sehr ähnlich. Da Kirschbäume äußerst beliebte Obst- und Zierbäume sind, findest du sie häufig in Gärten und Parks. Und vielleicht hast du ja auch einen eigenen Kirschbaum im Garten. Dennoch ist es etwas ganz Besonderes mit einem blühenden Exemplar der Vogel-Kirsche im Wald Zwiesprache zu halten. Sie ist eben doch die »wilde Dame« im Gegensatz zu ihren gezähmten Süß- und Zierkirschen-Schwestern.

Folgende Affirmationen helfen dir dabei, dich mit der Kraft der Vogel-Kirsche zu verbinden:

»Ich will feiern, tanzen, singen, wann immer es an der Zeit ist, und stets meiner Freude folgen!«

»Ich erblühe in der Fülle meiner ganzen Schönheit – ohne Zögern und Zurückhalten. Und meine Blüte beginnt jetzt!«

In der naturheilkundlichen Anwendung

In der traditionellen Volksmedizin wird die Vogel-Kirsche nur noch selten verwendet. Dennoch sind ihre Blätter, Früchte und auch das Harz des Baumes für den naturheilkundlichen Einsatz interessant.

  • Innerlich können die Fruchtstiele und Blätter sowie die Rinde und das Harz der Vogel-Kirsche verwendet werden. Fruchtstiele als Tee verarbeitet helfen bei chronischer Bronchitis, hartnäckigem Husten und Harnwegsentzündungen. Das aus der angeschnittenen Baumrinde fließende, Harz war früher als Hustenmittel bekannt. Die Rinde fand Einsatz bei Bronchitis, Blähungen und Verdauungsstörungen. Der Saft aus den Früchten wirkt blutbildend und blutdrucksteigernd. (Für einen Tee aus Fruchtstielen einen Teelöffel Stiele mit 1/4 Liter heißem Wasser überbrühen und nach 2 Minuten abseihen. Bis zu drei Tassen täglich nach den Hauptmahlzeiten trinken.)
  • Äußerlich angewendet verschaffen im Ofen aufgewärmte Kirschkernkissen wohlige Wärme und Linderung bei Gelenk- und Muskelschmerzen.

Als Wildgemüse und Lebensmittel

Wildkirschen und Blüten
Die Früchte der Vogel-Kirsche können genauso verwendet und gegessen werden wie die der Süßkirsche. Ihr Geschmack ist kräftiger und bittersüß. Sie lassen sich zu Kuchen, Kompott, Saft, Likör und vielem mehr verarbeiten. Die noch jungen, zarten Blätter und Knospen können im Frühling gut als Salat- und Suppenbeigaben verwendet werden. Und auch die Blüten dürfen als essbare Dekoration auf den Teller.

In der Verwendung ihres Holzes

Das Holz der Vogel-Kirsche gilt als eines der wertvollsten Hölzer der Möbelindustrie. Ihr rötlich-gelbes Kernholz dunkelt unter Lichteinfluss stark nach, wodurch es eine einmalige, rotbraune Farbe erhält. Da es nicht witterungsbeständig ist, wird es vor allem für die Innenarchitektur verwendet und verleiht jedem Raum ein edles Ambiente.

Vogel-Kirsche in Blüte

Der Tanz der Lebensfreude

Wann immer ich mit dem Wesen der Vogel-Kirsche oder auch einer anderen Kirsche in Verbindung komme, fordert mich der Kirschengeist zu einem leichtfüßigen, heiteren und schwungvollen Tanz auf. Und sofort macht sich dieses Gefühl der unfassbaren Lebensfreude in mir breit. Die Kirsche ist mir eine treue Verbündete, wann immer ich vergesse, dass wahre Schönheit nur in Anwesenheit von Liebe sichtbar wird. Und eines der schönsten Zeichen für die Anwesenheit der Liebe ist grundlose, ausgelassene Fröhlichkeit, die den Tiefen meines eigenen Seins entspringt. Sie ist mein wichtigster Kompass auf meinem Herzensweg.

Vielleicht möchtest du es auch einmal den Japanern gleichtun und dich im »Kirschblütenschauen« üben. Eines ist jedenfalls gewiss: Wenn du dich vom Geist der Kirsche einfangen lässt, wirst du zu einem Tanz aufgefordert, der dich lehren wird, das Leben aus einer völlig anderen Perspektive heraus zu betrachten.

Ich freue mich auf dein Kommentar!

Herzlichst,

Alfred Zenz Jun. – Der Seelengärtner

PS:

Warum Bäume wie die Vogel-Kirsche unseren keltisch-germanischen Vorfahren einst so heilig waren, und welche verborgenen Wirk-Kräfte unseren wichtigsten, heimischen Bäumen innewohnen: Das erfährst du am  10. April in dem Vortrag: „Die Heiligen Bäume der Kelten – Ihre Bedeutung als Seelenbegleiter, Kraftspender und Verbündete im Heute“

PPS:

Du möchtest:

  • die Wirk-Kräfte der Bäume am eigenen Leib erleben
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Dann hilft Dir dieses Natur-Retreat dabei, Dein Potenzial als Natur-Coach zu leben! Es findet inmitten einer wunderschönen Naturlandschaft im Süden von Österreich statt.

„Zum Natur-Coach erwachen“ 4tages-Vertiefungs-Retreat für Veränderungsarbeit mit Hilfe der Natur

Schaftlose Primel (auch Stängellose Schlüsselblume oder Himmelschlüssel)

Primula acaulis, Familie: Primelgewächse, Primulaceae

„Das Lächeln das Du gibst, kehrt zu Dir zurück.“ (unbekannt)

Die warmen Sonnenstrahlen des einkehrenden Frühlings berühren den noch kalten Boden und erwecken damit so manches Geschöpft zum Leben. Einer dieser Frühlingsboten zeigt sich bereits als gelber Farbklex auf so manchem Rasen in den Gärten. Es ist die Kissen-Primel, oder auch Stängellose Schlüsselblume genannt. Sie ist die erste und auch die kleinste unter den Primeln. Denn im Gegensatz zu ihren höhergewachsenen Schwestern, die etwas später im Jahr erscheinen, werden ihre Blüten nicht von einem Stängel getragen. Bis zu 25 Blüten quellen dabei dicht gedrängt aus der Erde und bilden gelbe 5-10cm hohe, kreisrunde Blütenkissen, die sich wie gelbe Farbtupfer über den Rasen verteilen. Anhand ihrer Blüten und ihrer länglichen, abgerundeten Blätter ist sie als Kissen-Primel eindeutig zu erkennen.

Warum die Kissen-Primel auch „Himmelschlüssel“ genannt wird

Für unsere keltisch-germanischen Vorfahren war die Kissen-Primel das Symbol für die Wiederkehr der Lichtgöttin „Brigid“. Mit einem Bund aus Schlüsselblumen schließt sie sozusagen das Himmelstor auf und lässt de Frühling hinein. Das Christentum, das ständig darum bemüht war die heidnischen Naturgottheiten zu integrieren, setzte später Petrus als den neuen Himmelsherrn und Wettermacher ein. So verfügte fortan der Heilige Petrus über den magischen Schlüsselbund, mit dem er den frommen Seelen die Himmelstür öffnete. Einmal, so eine Volkssage, wollte sich der Teufel in den Himmel schleichen, wodurch sich Petrus so sehr erschreckte, dass er den Schlüsselbund auf die Erde fallen ließ, wo er sich sofort in Blumen verwandelte.

Ein magisches „Schwindelkraut“ sowie der Schlüssel zum Herzen

Kissen-Primel (Primula acaulis)

Für heilkundigen Menschen von früher war die Kissen-Primel nicht nur eine wertvolle Heilpflanze sondern vor allem auch eine Blume, welche in die Anderswelt zu führen vermochte. So benutzten die Druiden, die Priester der Kelten, die Primel um den Saft der Begeisterung zu brauen. Ethnobotaniker vermuten, dass dieses zarte Blümchen somit Teil eines psychedelisch wirkenden Getränkes gewesen sein dürfte. Ihre magische Bedeutung hielt sich sehr lange. Noch bis ins frühe 20. Jahrhundert schwörten so manche Seiltänzer darauf, dass das Kauen der Wurzel oder auch nur das bloße Tragen der Blume, schwindelfrei mache. Vielleicht kennst du ja die Bezeichnung „Primula-Schwindula“ noch aus deiner eigenen Kindheit. Vor allem aber vermochte das zarte Wesen der Primel die Herzen zu berühren. Wolf-Dieter Storl beschreibt in seinem Buch „Die Pflanzen der Kelten“, dass in der traditionellen, walisischen Blumensprache die Kissen-Primel „neue, zarte Liebe“ oder „der Schlüssel zum Herzen“ bedeutet. Das Überreichen einer solchen Blüte will besagen: „Ich mag dich, vielleicht liebe ich dich, aber es ist zu früh, es zu sagen.“

Im Gespräch mit dem Pflanzengeist der Kissen-Primel

Als ich das erste Mal mit der Kissen-Primel Bekanntschaft machte, war ich in etwas schwermütiger Stimmung. Als ich dann mit ihrer feinen Schwingung in Verbindung kam, staunte ich nicht schlecht, zu was dieses zarte Blümchen denn imstande ist. Im Gespräch mit ihrem Geist offenbarte mir die Primel folgendes:

„Ich bin das Licht, dass dich so sicher führt, das dich so lieblich sanft in deinem Herz berührt. Bin wie eine kleine Sonne welche in dir strahlt, und deine Welt in bunte Farben malt. Ich nehm dich zärtlich an die Hand und tanze mit dir übers Land. Erhebe das was trüb und schwer, fülle lichtvoll auf was grau und leer. So dass dein Herz sich gar erfreuen mag, an dem was bisher im Verborgenen lag.

Wie ein Windhauch flüchtig zart, erweiche ich was ist verschlossen, kalt und hart.
So weite ich des Herzens Enge und nehme dir des Alltags Strenge. Damit du sein kannst ohne Sorgen, um den Moment zu feiern ohne Gestern ohne Morgen. Sei ruhig, sei still und lausche deinem Herzen, und so Gott will verfliegen alle Seelenschmerzen.

Ganz elfengleich durchdringe ich dein ganzes Sein, auf dass dein Leuchten heller wird, dein ganzer Schein. So lass dich tragen wie ein Blatt im Wind, spiele, lache, tanze wie ein fröhlich Kind. Um all dein Strahlen in die Welt zu tragen, damit auch andere sich an deiner Freude laben.“

Meine Begegnung mit dem Pflanzengeist

Um mich mit dem Pflanzengeist der Kissen-Primel zu verbinden setzte ich mich inmitten eines blühenden Feldes und schloss meine Augen. Schnell erschien mir ein kindliches, fast elfenhaftes Wesen, das mich an die Hand nahm und zusammen schwebten wir federleicht über die blühende Wiese hinweg. Die Leichtigkeit nahm dabei so zu, dass wir uns irgendwann in luftige Höhen wiederfanden. Die elfenhafte Gestalt begann jetzt einem spielenden Kind gleich fröhlich zu tanzen. Sie drehte sich dabei so schnell im Kreis, dass sein fast durchscheinendes Kleidchen sich weitete und einer sich öffnenden Blüte glich. Mir wurde immer leichter ums Herz und eine angenehme Müdigkeit begann sich in mir breit zu machen. Alles war so friedlich und ein Lächeln begann sich auf mein Gesicht zu zaubern. Es war als ob die Primel mein Herz aufschließt und die Sonne hereinlässt. Und als ich meine Augen öffnete, genoss ich den Anblick der blühenden Primeln auf der Wiese und dachte mir nur: „Wie schön ist es doch am Leben zu sein!“ Wenn dir die Kissen-Primel jetzt im Frühling irgendwo begegnet – ob im eigenen Garten, im Park oder beim Spazierengehen – mag das eine Aufforderung sein, dich zu ihr hinzusetzen und ihrem Wesen zu lauschen. Du wirst staunen, was dieses zarte Pflänzchen an Wirkkräften in sich hat.

Was die Kissen-Primel für dein Seelenheil tun kann

Sie vermittelt dir spielerische Leichtigkeit

Kissen-Primel (Primula acaulis)

Die Energie der Kissen-Primel ist zart, fein, luftig und leicht. Gerade, wenn du dich schwermütig fühlst, dich etwas bedrückt oder die Frühjahrsmüdigkeit sich bleiern auf deine Gemütsverfassung auswirkt, ist es ratsam ihre Gegenwart aufzusuchen. Ihr durch und durch beschwingendes Wesen verleiht so manch schweren Gedanken Flügel und wirkt somit jeglicher Traurigkeit entgegen. Was zuvor zu viel an Ernst und Strenge da war, weicht jetzt einer sorglosen Fröhlichkeit, die aus den Tiefen deines eigenen Seins emporsteigt und dich wieder in deinem Licht erstrahlen lässt.

Sie öffnet dein Herz und fördert Selbstliebe

Das sanfte Wesen der Kissen-Primel weiß in unglaublich behutsamer Art und Weise deine Herzgegend zu berühren. Es ist, als ob sich die Energie eines zutiefst liebevollen Lächelns sich bis in jede Zelle deines Körpers ausbreitet und du dadurch nicht anders kannst, als dein Herz zu öffnen. Die Kissen-Primel fordert dich auf, deine innere Sonne strahlen zu lassen und dich in deinem Wesen, so wie du bist, voll und ganz anzunehmen.

Sie öffnet deine Sinne für die Anderswelt

Das Wesen der Kissen-Primel gleicht einer zarten Brise, die sich wie ein zarter Schleier über dich legt und alle deine Sinne verfeinert und sensibilisiert. Ihre Schwingung wirkt dabei auch auf das Chakra (Energiezentrum) deines 3. Auge, das für Hellsichtigkeit steht. Damit öffnet dich die Kissen-Primel für die unsichtbare Welt der Naturwesen, insbesondere den Elementarwesen der Luft. So ist sie für mich als Blume auch eine Art „Feenvermittlerin“ oder „Elfenblume“ .

Sie wirkt beruhigend und besänftigend auf dein Gemüt

Die Schwingung der Kissen-Primel wirkt insgesamt wohltuend und beruhigend. Es gleicht dem Gefühl von Schnee, der lautlos zu Boden fällt und die ganze Landschaft in eine stille, weiße Decke hüllt. So weiß auch die Kissen-Primel Gereiztheit in Sanftmut zu verwandeln und nervöse Anspannung in entspannte Losgelöstheit. In ihrer zarten Berührung wirst du dich zudem schnell geborgen und beschützt fühlen.

Sie hilft dir Herausforderungen gelassen zu meistern

Dadurch, dass dir die Kissen-Primel Leichtigkeit vermittelt, deine innere Sonne zum Strahlen bringt und dir ein gesundes Maß an Entspannung zuteil werden lässt, vermagst du auch gelassener mit momentanen Herausforderungen umzugehen. Was vorher als riesengroß und unüberwindlich erschien, geht mit genügend Primelenergie ganz leicht von der Hand.

Wie Du die Kraft der Kissen-Primel am besten für Dich nutzen kannst

In der bewussten Begegnung

Die Kissen-Primel liebt über die Jahre gewachsene Böden in halbschattiger Lage, weshalb du sie vorwiegend in alteingesessenen Gärten und Parkanlagen zwischen März und April finden kannst. Es reicht dabei schon, ihre hellgelb leuchtenden Blüten anzuschauen, um von ihrem Wesen erfaßt zu werden. Generell haben alle Primelarten eine ähnliche Wirkung auf der feinstofflichen Ebene. So kannst du auch mit einer großblumigen, farbenprächtigen Primel aus dem Floristikladen deine Wohnstube sowie deine Stimmung aufhellen.

In der naturheilkundlichen Anwendung

Volksmedizinisch wird die Primel nach wie vor genutzt, wobei hier vor allem die Wurzeln der höherwachsenden Frühlings-Primel (Primula veris) verwendet werden. Im Großteil Mitteleuropas stehen Primeln unter Schutz, weshalb du sie nur im eigenen Garten sammeln solltest und Wurzeln am besten in der Apotheke erwirbst.

  • Innerlich werden Primel-Wurzeln als Hustenmittel bei Erkrankung der Atemwege eingesetzt. Sie sind schleimlösend, auswurffördernd und erleichtern das Abhusten. Zudem haben sie harntreibende, antirheumatische und herzstärkende Eigenschaften. Für den Tee 1 Teelöffelspitze voll (nur 0,5g!) Wurzeln mit 1/4 lit. kochendem Wasser übergießen und 10-15 Minuten ziehen lasen. 1 bis 3 mal täglich 1 Tasse heiß trinken. Gemischt mit Fenchel, Anis und mit Honig gesüßt, sind Schlüsselblumenwurzeln ein hervorragender Hustentee.
  • Ihre Blüten enthalten zudem ein ätherisches Öl, dass die Nerven beruhigt und gegen Schlaflosigkeit hilft. Für den Tee 1-2 Teelöffel Blüten mit 1/4 lit. kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Mehrmals täglich 1 Tasse heiß trinken.

Achtung! Vor allem bei den Wurzeln können bei Überdosierung Übelkeit, Brechreiz und Durchfall auftreten! Bei bekannter Allergie gegen Primeln sollte auf die Anwendung verzichtet werden.

Kissen-Primel oder auch Stängellose Schlüsselblume auf dem Rasen eines alteingewachsenen Gartens

Als Wildgemüse und Lebensmittel

Die Kissen-Primel besitzt weiche, mild schmeckende Blätter, die als rohe Beigabe zu Salaten beigemengt werden können. Die fein-honig-aromatischen Blüten sind eine wunderbare, essbare Dekoration und können sogar zum Ostereierfärben verwendet werden.

Wenn du jetzt wo eine Kissen-Primel entdeckst, vielleicht sogar in deinem eigenen Garten, dann nutze einmal die Gelegenheit dich bewusst mit ihrem Geist zu verbinden. Du wirst erstaunt sein, zu welchen Welten sie dir alles ein Schlüssel sein kann.

Ich freue mich auf dein Kommentar!

herzlichst,

Alfred Zenz – Der Seelengärtner

PS:

Über die heilkundigen Menschen unserer keltisch-germanischen Vorfahren und ihre Anwendung der Zauberpflanzen, erzähle ich am 13. und 15. März in dem Vortrag: „Druiden, Hexen & Zauberer – Wer sie waren und ihr Wiedererwachen im Heute“

PPS:

Du möchtest:

  • das vergessene Wissen der Druiden, Kräuterhexen und Pflanzenheilkundigen für Dich wieder erlebbar machen
  • lernen, Deiner (über)natürlichen Wahrnehmung zu vertrauen
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  • Deinen Baumverbündeten begegnen
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  …dann wird Dich dieses Naturseminar interessieren. Es findet inmitten einer wunderschönen Naturlandschaft im Süden von Österreich statt.

Zum Natur-Medium erwachen“ – 4tages-Intensiv-Retreat zur Erweckung Deiner (über)natürlichen Fähigkeiten

Im August 2017 interviewte ich meine Großmutter Susanne Url zu ihrem hundertsten Geburtstag. Der darauf folgende Artikel erzielte eine unglaublich große Reichweite. Die Worte meiner Großmutter bewegten viele Menschen – Jung wie Alt – und berührten so manches Herz. Eineinhalb Jahre später, am 25. Jänner 2019, starb sie friedlich in den Armen ihrer Tochter Aurelia. Ich empfinde es als ein großes Geschenk, dass ich sie noch zu Lebzeiten interviewen durfte um ihr Wissen und ihre Weisheit in schriftlicher Form für die Nachwelt zu bewahren. So ist das folgende Interview von ganzem Herzen meiner Url-Oma gewidmet.

„Damals konntest du nicht viel zum Doktor gehen. Bei uns haben sich die Leute selbst geholfen, die haben selber gewusst, die Kamille ist für dies und der Spitzwegerich ist für das. “ (Susanne Url)

Mit Wild- und Heilkräutern aufgewachsen

Sie sitzt entspannt da, ihre alten, gezeichneten Hände in den Schoß gelegt. Sie wurde am 02. August 2017 100 Jahre alt (!), auch wenn sie nicht so auf mich wirkt. Ihr schelmisches Lächeln erinnert eher an ein aufgewecktes Mädchen. Für ihr Alter ist sie noch unglaublich fit und vital. Auf die Frage, ob es ihr gutgeht, sagt sie nur: „Oh ja, die Füsse wollen halt nicht mehr überall mit.“

Mit ihren 100 Jahren steigt sie sogar noch ganz alleine die steile Treppe hinauf in den ersten Stock und näht uns Enkeln nach wie vor warme Winter-Wollsocken zu Weihnachten. Aber sie ist nicht nur körperlich fit, auch ihr Geist ist von erstaunlich reger Natur und weiß noch unglaublich Spannendes von längst vergangener Zeit zu berichten. Heute mache ich etwas, was ich schon seit Jahren vorhabe und bis jetzt noch nie schaffte – Ein Interview mit meiner Grossmutter aus Übelbach in der Steiermark.

Ich kann mich gut erinnern, als ich sie im Jahre 2014 nach meinem Berufswechsel vom Gartengestalter hin zum Seelengärtner einmal besuchte. Neugierig fragte sie mich damals, was denn das sei – ein „Seelengärtner“ – und was ich denn da mache. Ich erklärte ihr, dass ich den Menschen die Wilde Natur näher bringe. Als Beispiel dazu erwähnte ich die Wildkräuterwanderungen, wo ich den Leuten zeige, was sie an sogenannten „Unkräutern“ essen und verwerten können. Ungläubig schaute sie mich damals an und fragte erstaunt: „Des is a Beruf??“ (auf gut Deutsch: „Das ist ein Beruf??“). Es war ein bißchen so, als ob ich erzählte, dass ich mein Geld damit verdiene den Menschen den Unterschied zwischen Sonne und Mond zu erklären. Für sie war die Welt der Wild- und Heilkräuter etwas so Selbstverständliches wie die Luft zum Atmen. Etwas, mit dem sie seit ihrer Kindheit aufgewachsen ist.

Wie man sich mit Asche die Zähne putzt, warum Holzhacken gegen Wehenschmerzen hilft und was ihr Geheimnis für ein gesundes, langes Leben ist – das alles erfährst Du im folgenden Gespräch.

Ich führte das Interview gemeinsam mit meiner Oma, der Mutter meines Vaters Alfred Zenz sen. (geb. 1935), Susanne Url, und ihrer Tochter Aurelia, die ich kurz Reli nenne. Mit ihren inzwischen 76 Jahren weiß auch sie viel von ihrer Kindheit und der damaligen Zeit zu berichten und unterstützt meine Grossmutter beim Erinnern und Erzählen.

Im Gespräch mit einer 100jährigen

Liebe Oma, du bist am 02. August 100 Jahre alt geworden! Das ist ja nichts Selbstverständliches. Wie geht es Dir so im Alltag? Bist du noch gut beinander?

Alfred Zenz Jun. mit seiner Oma aus Übelbach

Oma: „Ja, finde ich schon. Ich meine, ich kann gut schlafen. Die Füße machen halt nicht mehr so mit und das Kreuz tut halt manchmal weh.“

Aber du gehst noch immer die Stufen rauf? (Anm.: Die Stufen in den oberen Stock, wo sie auch schläft. Es sind wirklich sehr steile Stufen!)

Oma:Ja sicher! 3 Mal am Tag! Und wenn es schön ist, dann gehe ich wieder runter zum Sitzen. Dann geh ich wieder rauf, hör die Reli (Anm.: ihre Tochter) schreien, dass es einen Kaffee gibt und geh wieder runter in die Küche. Bewegung ist wichtig, weißt du! Viel zum Sitzen darf man halt nicht anfangen, dann werden die Füsse steif.“

Ja, und du bist ja auch noch ganz fit im Kopf, so scheint mir, oder?

Oma: „Ja, das hoffe ich! Manchmal sag ich halt auch einen Blödsinn 🙂

Ich glaube, das tun wir manchmal alle (lache). Liebe Oma, ich möchte dich heute gerne ein bißchen über die Heilkräuter befragen. Mein Vater hat mir bis jetzt immer wieder davon erzählt, wie er als Bub Kräuter sammeln gegangen ist. Hattet ihr damals so etwas wie eine Hausapotheke?

Oma: „Ja, für Tee haben wir gesammelt, wenn mal wer erkältet war. Es war ja damals Kriegszeit, du hast ja nichts gekriegt. Das chemische Klumpat (Anm.: synonym für minderwertiges Zeugs), das hätt vielleicht mehr geschadet als es geholfen hätte. Da hat man doch lieber Kräuter gesammelt, nicht?“

Wie war das denn damals eigentlich mit dem Arzt? Hattet ihr einen Arzt, wo ihr hingehen konntet?

Oma: „Na, wir hatten schon einen Arzt, einen Gemeindearzt. Aber wir haben nicht oft einen Arzt gebraucht.“

Reli: „Ach, alle paar Jahre mal vielleicht. So weit ich mich erinnern kann ist der nie gekommen.“

Und der Arzt, hat der mit Kräutern gearbeitet?

Oma und Reli (schütteln beide den Kopf): „Nein, nein überhaupt nicht.“

Reli: „Nein. Weißt du, früher sind wir oft zur Nachbarin gegangen und haben uns was ausgeborgt, wenn wir was gebraucht haben. Weißt, früher haben sich die Frauen untereinander ausgeholfen.“

Dein Mann, also mein Großvater, der hat ja auch Lärchenpech gesammelt, so viel ich weiß. Wie habt ihr das denn genau verwendet? (Anm.: Lärchenpech ist das Harz der Lärche)

Oma: „Salben haben wir daraus gemacht. Für Wunden und so, oder wenn du irgendwo ein Geschwür oder so gehabt hast, dann hast du das aufgetragen und mit einem Verband fixiert. Ein Doserl davon hatten wir immer zuhause.“

Url-Oma mit Kräuterelixier

Und habt ihr dann überhaupt jemals so etwas wie Antibiotika genommen?

Oma: „Anti…Was?“ (Sie versteht das Wort nicht)

Reli übernimmt die Antwort: „Wir haben immer Krenn (Anm.: Meerrettich) genommen. Wenn wir verkühlt waren, haben wir die Wurzel in Radeln aufgeschnitten und die dann aufgefädelt und um den Hals gehängt. So, dass man sie ständig riechen kann. Das waren unsere Antibiotika.“

Aber auch als Kind, habt ihr da nie Antibiotika nehme müssen…(ich schaue meine Oma an)…hast du überhaupt jemals Antibiotika genommen?

Oma: „Nein. Weil, wenn du diese Anti…dieses starke Zeug da, die Antibiotika nimmst, dann helfen die Kräuter nicht mehr! Da sind die Kräuter dann viel zu schwach.“

Habt ihr denn nicht irgendwann einmal eine gefährliche Krankheit gehabt, wo wer daran hätte sterben können?

Oma: „Ernstlich krank waren wir nie, auch der Vater (Anm.: ihr Ehemann) nicht.“

Reli (denkt nach): „Ich hatte einmal Lungenentzündung gehabt, da ist dann schon der Arzt zu uns nach Rastbühel (Anm.: Heimatort) raufgekommen. Dann hat er mich einmal ordentlich zusammengeschimpft (Anm.: getadelt), weil ich so geschrien habe und dann ist er wieder gegangen. Und dann ist der Vater am nächsten Tag gleich zur Lammer-Resi (Anm.: die Kräuterfrau von Passail, einem Ort nördlich von Graz) gegangen. Und die hat einen Tee zusammengestellt, während die Oma Brustwickel gemacht hat.“

Also gab es eine Kräuterfrau, wo ihr hingegangen seid. Was war eigentlich mit den Essbaren Wildkräutern, wie Giersch, Brennnessel, usw.

Reli: „Damit haben wir nur Tee gemacht und so.“

Aha, also nur als Heilkraut verwendet, nicht gesammelt und gegessen?

Reli: „Genau“

Wart ihr da eine Ausnahme, dass ihr selbst die Kräuter und das Lärchenpech gesammelt habt oder haben das alle Leute hier gemacht?

Oma: „Nein, nein, das haben nur wir so gemacht. Aber grundsätzlich konnten die Leute früher nicht viel zum Doktor gehen, das hast ja selber zahlen müssen – das war zu teuer! Bei uns haben sich die Leute selber geholfen. Tee gemacht oder wenn es notwendig war Umschläge gemacht, eingewickelt, rein ins Bett, schwitzen und am nächsten Tag ist es wieder besser gegangen. Wir haben selber gewusst, die Kamille ist für dies und der Spitzwegerich für das. Und das haben wir halt gesammelt und hatten immer einen Vorrat davon zuhause, auch für den Winter. Und wenn wir es nicht gebraucht haben, dann haben wir es halt den Kühen gegeben.“

Reli: „Bei uns war es so: Zuerst sind die Menschen dran gewesen mit dem Tee. Den hat man dann nicht weggeschüttet, sondern anschliessend dem Tier gegeben. Da war das Vieh fast gleichgestellt wie der Mensch.“

Ja, und wie war das mit dem Zahnarzt?

Reli (erinnert sich an den Zahnarztbesuchs ihres Vaters): „Wieviel hat denn damals der Vater für seine Zähne gezahlt und mit was, weißt du es noch Oma? Mit einem Kitzerl (Anm.: Junge Ziege) oder?“

Oma: „Ach so, ja. Es war ja damals so eine schlechte Zeit, da hast du selber drauf schauen müssen auf dich. Der Zahnarzt war froh, wenn er ein Fleisch bekommen hat. Und wir haben damals eine Goass (Anm.: Ziege) gehabt und ein Kitzerl und das haben wir abgestochen und ihm gegeben.“

Reli: „Der Vater hat sozusagen mit dem Kitzerl seine ganze Zahnprotese bekommen.“

Was war denn das für eine Zeit, von der ihr redet? Gabs da überhaupt schon eine ordentliche Zahnpflege?

Reli: „1945, 1946/47. Ja, das war früher schon alles möglich. Und Zahnpflege, die hat man sich selber zusammengestellt. Der Vater hat sich immer mit Asche seine Zähne geputzt.“

(Ich ungläubig) Mit Asche!?

Reli: „Ja, mit Flugasche.“

Oma: „Das hat mein Stiefvater auch gemacht, das haben wir alle gemacht. Zahnbasta hat es vielleicht schon gegeben, aber du hättest sie dir eh nicht kaufen können.“

Reli: „Auf der Asche ist oben drauf so eine lockere Schicht. Das ist die Flugasche, die kannst du wegblasen und die ist auch nicht scharf. Die andere Asche kannst eh nicht gut blasen. Die Zahnbürste wurde in die Asche getunkt und damit haben wir Zähne geputzt, das weiß ich.“

Aber wenn so gut wie nie der Arzt gekommen ist und sich den eh niemand leisten konnte, dann frage ich mich, wie das denn mit den Geburten vonstatten ging? Bist du zum Gebären nie im Krankenhaus gewesen, Oma?

Oma: „Nein, da war schon immer irgendwo eine Bäuerin, die selbst schon Kinder hatte oder selbst schon einmal dabei gewesen ist bei einer Geburt und sich ein bißchen ausgekannt hat. Dann ist das schon gegangen.“

Reli: „Im Grunde genommen ist es eh natürlich. Heutzutage macht man so ein großes Ding draus.“

(Ich zu Reli gewandt) Und wie war das bei deiner Geburt mit der Hebamme? Da weiß ich, da gibt´s ja eine besondere Geschichte dazu, oder?

Oma: „Ja, die Hebamme ist gekommen, als das Kind schon da war (lacht). An dem Tag, ich glaube es war Pfingsten, da war der ganze Hof gerade voll mit dem Geäst, das wir vom Wald runtergezogen haben. Wir mussten das weghacken (Anm.: kleinhacken und verarbeiten), damit wir überhaupt in den Keller hineingekonnt haben. Und da habe ich als Hochschwangere auch fleissig gepeckt (Anm.: gehackt). Und dann habe ich plötzlich gespürt, dass ich Wehen kriege und bin losgerannt. Schnell, dachte ich mir, noch für den Vater (ihren Mann) das Nachtmahl richten. Es war ja schon nach 4, ist bald 5 Uhr geworden. Dass er was zum Essen hat, wenn er von der Arbeit heimkommt. So habe ich schnell einen Salat geholt, das Vieh in den Stall gebracht und geschaut dass die Kinder ins Bett kommen. Das habe ich gerade noch zusammengebracht und mich dann ins Bett gelegt – und dann war sie da – die Reli!“

Aber warum ist denn dein Mann überhaupt fort gewesen an diesem Tag? Du warst ja hochschwanger und das Kind konnte jeden Moment kommen, oder?

Reli: „Ja, heute bleibt ein Mann zuhause, wenn so etwas wäre. Damals hat man die Frauen alleine gelassen mit den Kindern. Da hast du keine Zeit gehabt zum Nachdenken. Und ich finde, als Frau hast du sehr viel zum Denken gehabt, damit alles am Hof läuft.“

Aber nur damit ich das richtig verstehe: Jedesmal, wenn du Wehen bekommen hast, Oma, bist du rausgegangen Holz hacken?! Ich kann mir das nicht vorstellen.

Reli: „Ja, wenn sie Wehen bekommen hat, hat sie wieder einen Ast (Anm.: Ein Stück Feuerholz) gehackt und hat den Schmerz damit übertrumpft.“

Oma: „Damals hast halt müssen Bewegung machen. Und je mehr Bewegung du gemacht hast, desto weniger hast du gespürt. Heute wartest du als Frau ja, und wenn eine Wehe kommt, ja, die tut dann ordentlich weh!“

Susanne Url, 100 Jahre alt

Reli: „Ja, heute nehmen die Frauen halt Schmerzmittel oder bekommen Infusionen..das war ja damals alles nicht.“

Habt ihr damals eigentlich auch so etwas wie Schafgarbe und Beinwell verwendet?

Oma: „Ja, Schafgarbe hat den Stoff drinnen, was zusammenzieht. Bei Wunden und Verletzungen haben wir Schafgarbe gekocht, einen Fetzen mit gekocht, aufgelegt, drüber gebunden. Der Schmerz hat dann schon nachgelassen – das war ja wichtig, nicht?“

Heute weiß man, ist die Schafgarbe eines der wichtigsten Mittel bei Menstruationsbeschwerden, habt ihr das damals gewusst?

Oma: „Ja, natürlich.“

Verwendete man Kräuter auch bei seelischen Leiden, wie z.B. heutzutage Johanniskraut als Unterstützung bei Depressionen?

Reli: „Es hat damals nicht viel Depressionen gegeben. Da hat jeder schauen müssen, damit er über die Runden kommt, damit er wieder was zu essen und zum Anziehen hat. Da bleibt alles andere im Hintergrund.“

Okay, zusammengefasst habt ihr also die Wildkräuter vor allem zu Heilzwecken verwendet. Dann habt ihr sicher auch Tinkturen gemacht und Salben, oder?

Oma und Reli: „Ja, Arnika-Salben und Arnika-Tinkturen haben wir gemacht. Für die Salben nahmen wir meistens Schweineschmalz oder Hasenfett. Damit wird die Salbe noch viel feiner. Darin haben wir die Kräuter schön langsam und nicht zu heiß gekocht bzw. geröstet. Das Fett ist dann schön gelb geworden. Dann liessen wir es mitsamt den Kräutern über Nacht stehen, damit es noch gut ausziehen kann. Am nächsten Tag haben wir das Fett dann abgesiebt und das war dann die fertige Salbe.“

Und wie lange haben die Salben gehalten?

Reli: „Du, das ist alle Jahre frisch gemacht worden bei uns. Und wenn wirklich was übrig geblieben ist, dann haben wir das für das Vieh verwendet.“

Und wie habt ihr damit das Vieh behandelt?

Reli: „Du, oft waren die Kühe wundgetreten oder von den Bremsen (Anm.: blutsaugendes Insekt) zerstochen – die haben oft ganze Löcher in die Haut gebissen. Die haben wir dann eingeschmiert. Und für das hat der Vater dann das Lärchenpech-Öl verwendet, das haben die Bremsen und die Fliegen gemieden. Ja, früher hat das Vieh schon auch was mitgemacht. Manches Jahr war es nämlich auch sehr warm und die Kühe waren oft komplett zerstochen. Zudem haben sie sich oft zusätzlich verletzt, wenn sie wild durch den Wald gerannt sind. Und wenn es ein schlechtes Wetter gab, trat manchmal auch die Rotseuche auf. Das ist eine Art Nierenentzündung, wenn die Kühe wo zu lange auf kaltem Boden gelegen sind. Wir hatten immer damit zu tun, darauf zu schauen, dass das Vieh gesund bleibt.“

Und was habt ihr dann bei Rotseuche eigentlich gemacht?

Oma und Reli: „Erst einmal in Stall gestellt. Sie hatten ja auch Fieber. Dann haben wir meist mit Kamille und anderen Kräutern, die gerade verfügbar waren, einen Tee gekocht und sie damit eingerieben und auch zum Trinken gegeben. Jedenfalls mussten sie trocken und warm haben in der Nacht.“

Wow, das sind ja alles sehr spannende Geschichten. Liebe Oma, was ich dir zum Abschluss jetzt noch gerne fragen möchte: Was glaubst denn du, was dein persönliches Geheimnis ist, dass du mit 100 Jahren noch so fit und kräftig bist? So etwas wie: weil ich DAS gemacht habe bin ich so gesund geblieben.

Oma: „Naja du, wenn man irgendwie gläubig ist, würde man sagen, es ist Gottesgabe, dass du immer halbwegs gesund bist, dass du dies und jenes schaffen kannst. Und ich meine, es war vor allem meine gute Ehe! Eine gute Ehe führen, das ist wichtig, dass du gut mit deinem Lebenspartner zusammenpasst, alles ausreden kannst mit ihm und nicht ständig streiten musst. So richtig böser Streit, das hat es bei uns nie gegeben. Wir hatten immer eine glückliche Ehe!“

Reli: „Oma du musst sagen, dass du auch gute Gene gehabt hast, weil deine Großmutter auch 80 Jahre alt geworden ist – für die damalige Zeit ist das sehr viel! Und die hat ein Auto zusammengeführt, zu der Zeit! – das musst du dir einmal vorstellen!“

Aber das heißt, so wie ich das so heraushöre, ist das harmonische Miteinander in der Partnerschaft für dich ein ganz wichtiger Teil gewesen für deine körperliche Gesundheit…

Oma: „Ja, sicher, für alles! Auch von der Denkeinstellung her. Ich meine, da gibt´s so viele Leute, so viele Ehepaare, die sich gegenseitig nicht wirklich verstehen. Wenn du eine gute Ehe führen willst, dann musst du dich da richtig hineindenken. Und auch wenn gute Worte schwer zu finden sind, wenn dir etwas nicht passt beim Partner, dann musst du es auch ansprechen. Durch das gute Gespräch und das Ausgleichen danach wird die Situation immer besser. Aber auch nachgeben ist manchmal wichtig. Diejenigen, die niemals nachgeben wollen, die streiten dann auch ständig. Ob du eine gute Ehe führst mit deinem Partner oder nicht, das geht immer von dir selbst aus!“

Und ihr habt euch in der Ehe viel Kraft gegeben…

Oma: „Ja, sicher. Wenn es in der Ehe gut geht, dann geht alles gut, der ganzen Familie, der ganzen Wirtschaft. Und geht es in der Ehe nicht gut, dann passt in der ganzen Familie was nicht. Und weißt du, bei uns hat es so etwas nicht gegeben, wir haben uns immer gut verstanden.“

Liebe Oma, vielen lieben Dank! Ich könnte dich wohl noch ewig weiterfragen. Du hast mir damit ganz viel altes und authentisches Wissen vermittelt. Ich werde dich gerne weiterhin dazu befragen und freue mich auf ein nächstes Wiedersehen! Vielen lieben Dank für dieses Interview!

Mein Vater, Alfred Zenz sen. (82 Jahre) mit seiner Mutter Susanne an ihrem 100jährigen Geburtstag

Vielleicht kennst Du ja von Deinen Großeltern auch solche Erzählungen. Und vielleicht hat Dich dieses Interview auch dazu inspiriert Deine Oma oder Deinen Opa einmal zu diesem oder jenem genauer zu befragen. Indem Du bewusst nachfragst, hörst Du auch bewusst zu und plötzlich erscheinen Dir selbst altbekannte Geschichten in völlig neuem Licht.

Für mich war es sehr heilsam. Es verband mich wieder mit meinen familiären Wurzeln, mit meiner Herkunft. Aber das größte Geschenk für mich war es, dass ich mir die Zeit nahm mich einmal ganz bewusst meiner Oma zu widmen, ganz bei ihr zu sein, mit ihr mitzuleben. Jetzt, wo sie noch als Mensch da ist, greifbar ist…. Das erste Mal begriff ich, wie diese Geschichten auch Teil meiner eigenen Geschichte ist. Und ich glaube, erst wenn das geschieht, erst dann erfahren diese Geschichten auch wirklich Wertschätzung und können von Generation zu Generation weitergetragen werden. Erst dann sind sie verinnerlicht.

Irgendwer hat mir einmal gesagt: „Das größte Geschenk, dass Du einem Menschen machen kannst ist Zeit.“ Danke, dass ich diese Zeit mit dir verbringen durfte, liebe Großmutter – DANKE!

In Gedenken an meine liebe Großmutter alias „Url-Oma“ – der besten Oma der Welt!

 

 

Aus ganzem Herzen,

Alfred Zenz Jun. – Der Seelengärtner

PS:

Das ungekürzte Interview als PDF zum Downloaden HIER.

PPS:

Du möchtest:

  • das vergessene Wissen der Druiden, Kräuterhexen und Pflanzenheilkundigen für Dich wieder erlebbar machen
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„Magie ist die Kunst, die Dinge zu nutzen, die die Wissenschaft noch nicht erforscht hat.“ (Maz Bour, Therapeutin für alternative Therapietechniken)

Jetzt um die Adventszeit, rückt neben der Tanne noch eine andere Pflanze in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit – die Die Mistel. Jetzt, wo die Bäume ihr Laub verlieren, kannst du sie als grüne, kugelige Büsche häufig auf Pappeln, Birken, Weiden oder alten Äpfelbäumen sehen. Besonders auffällig sind dabei ihre glänzend-weißen Beeren, was ihr auch den Namen „Weiße Mistel“ (Viscum album) eingebracht hat. Nicht nur, dass sie als Strauch ohne Erde auskommt, auch in anderen Aspekten scheint sie gegen jeglichen Naturrhythmus zu wachsen. So blüht die Mistel dann, wenn alles andere schläft – zwischen Mitte Jänner bis Anfang April. Von der Blüte bis zur Reife der weißen Beeren vergehen dann circa neun, symbolträchtige Monate.

Weiße Mistel auf Apfel (Viscum album)

Auf den Märkten bekommst du sie jetzt in Sträußen angeboten. Einerseits für weihnachtliche Dekorationszwecke, andererseits um sie als „Schutzpflanze“ über die Eingangstür zu hängen. Ein Überbleibsel ihrer einstigen Bedeutung, die sie als magische Zauberpflanze für unsere keltisch-germanischen Vorfahren einmal hatte.

Im letzten Artikel berichtete ich von den Druiden, den heilkundigen Männern unserer keltischen Vorfahren: Wer sie waren, welche Stelllung sie innehatten und welche Fähigkeiten sie besaßen: „Die keltischen Druiden – Die „Baum-Weisen“, die mit den Bäumen sprechen konnten“ In diesem Artikel möchte ich dir das Geheimnis hinter dem sagenumwobenen Mistelkult offenbaren. Was hatte es wirklich damit auf sich? War dieses Ritual nur Esoterik und Aberglaube, wie es uns die moderne Wissenschaft gerne glauben lässt, oder hatte es tatsächlich magische Kraft?

Die Mistel – Eine heilige Pflanze der Druiden

Du kennst sicher das Bild von Miraculix, dem Druiden mit langem, weißen Bart und weißem Gewand, der mittels einer goldenen Sichel eine Mistel von einem (Eichen)Baum schneidet – eine wichtige Zutat für den Zaubertrank, der übermenschliche Kräfte verleiht und das gallische Dorf unbesiegbar macht. Was wir als Comic von Asterix und Obelix kennen, verrät in Wirklichkeit so einiges über die Geschichte unserer keltischen Vorfahren. Nämlich dass Pflanzen – in diesem Fall die auf Bäumen wachsende Mistel – so heilig waren, dass man sie mit höchster Achtsamkeit begegnete und mit besonderen Werkzeugen und Ritualen erntete. Für sie waren es Wesen, in denen die „Götter“ und mächtige Naturgeister wohnten. Die Druiden selbst waren die Schamanen, Magier und Medizinmänner, die mit diesen Wesen reden konnten und von ihnen wichtige Botschaften und (übermenschliche) Heilkräfte vermittelt bekamen.

Für die christlich kultivierten und aufgeklärt denkenden Römer waren die seltsamen Rituale und Beschwörungen der „Wilden Heiden“ unnachvollziehbare und bestenfalls abergläubische Handlungen. Gott sei dank haben sie darüber sehr gestaunt und uns deshalb entsprechende Aufzeichnungen hinterlassen.

Aufzeichung von Plinius über den Mistelkult der Kelten

(Auszug aus dem Buch „Die Kelten“ von Helmut Birkan)1

Weiße Mistel mit Beeren

„Die Druiden…halten nichts für heiliger als die Mistel und den Baum, auf dem sie wächst, wenn es eine Steineiche ist…Sie nennen die Mistel in ihrer Sprache `Allheilmittel`…. In weißem Kultgewand besteigt der Priester den Baum und schneidet die Mistel mit einer goldenen Hippe (falcea aureum) ab und fängt sie in einem weißen Wolltuch auf…. Sie glauben, dass durch Mistelabsud jegliches unfruchtbare Tier fruchtbar werde und daß er ein Gegengift gegen alle Gifte sei….“

Wobei es sich um die Eichenmistel (Loranthus europaeus) handelte. Die Weiße Mistel (Viscum album) dürfte aber in gewisser Weise ähnlich wirken.

Welche Heilkraft die Druiden der Mistel zusprachen

Dieser Kult mag den Römern sehr suspekt erschienen sein, denn die Mistel war für sie ohne Wert. Aber war sie das tatsächlich? Für die Druiden hatte sie große Bedeutung.

  • Sie war DAS Symbol der Fruchtbarkeit schlechthin. Die weißen, schleimig-klebrigen Beeren galten als die Spermatropfen des kosmischen Stiers, der die große gebärende Göttin befruchtet.2
  • Sie galt als einer der mächtigsten und magischsten Zauberpflanzen welche die Türen in die Anderswelt öffnet. Als eine Pflanze, die zwischen Himmel und Erde angesiedelt ist und entgegen der natürlichen Rhythmen wächst und blüht, ist sie ein „Zwischenwesen“. So eine Pflanze ermöglicht das zauberische Handhaben des Zwischenraums, des unkontrollierbaren Chaos, in dem alles möglich, aber nichts fixiert ist. (Wolf-Dieter Storl, Die Pflanzen der Kelten)
  • In ihrer reinen, göttlichen Kraft galt sie auch als Symbol des Friedens. In ihrem Zeichen versöhnten sich die Feinde und gaben sich den Friedenskuss.
  • Sie galt als DIE Allesheilerin und wurde bei beinahe jeder Art von Krankheit eingesetzt. Bekannt ist zum Beispiel dass Fallsüchtige und andere von bösen Geistern besessene mit einem blutgetränkten Mistelzweig berührt wurden, um sie wieder gesund zu machen.2

Die Rituale, wo die Mistel zauberisch gebraucht wurde, fanden oft in Verbindung mit Opferhandlungen statt, wie man den römischen Texten entnehmen kann. Im niederösterreichischen Waldviertel, einem Gebiet nahe der tschechischen Grenze, zeugen noch sehr viele Relikte von diesen Riten. So gibt es z.B. „Opfersteine“ mit (Blut)Rinnen, wo mit hoher Wahrscheinlichkeit Tieropfer gebracht wurden.

Keltischer Opferstein, Waldviertel, Niederösterreich

Weiße Mistel mit Beeren (Viscum album)

 

Was wir heute über die tatsächliche Heilkraft der Mistel wissen

Hunderte, wenn nicht tausende von Jahren sind vergangen und man fragt sich, ob dieser einstige Kult um die Mistel nicht einem abergläubischen Mehr-Götter-Glauben eines „Wilden Volkes“ entspringt. Weit gefehlt. Die Heilkraft der Mistel ist heute in vielerlei Hinsicht wissenschaftlich bestätigt.

Sie gilt als einer der wirksamsten, natürlichen Anti-Krebs-Mittel

Heute weiß man, dass die Weiße Mistel eine der wichtigsten Naturheilmittel bei Krebs darstellt. Über 100 klinische Studien bestätigen ihre antitumorale Wirkung. Diese besteht vor allem darin, dass das Immunsystems gestärkt und der Tumorwachstum durch den „programmierten Zelltod“ (Apoptose) gehemmt wird. Zum anderen schützt sie die Erbsubstanz der Immunzellen und anderer gesunder Zellen vor schädlichen Einwirkungen wie zum Beispiel Zellgiften.3 Insgesamt führt das zu einer Verringerung der Nebenwirkungen bei der Chemotherapie und/oder Strahlentherapie – so das Ergebnis vieler Forschungen.

Sie hat ein enorm breites Anwendungsspektrum in der Naturmedizin

Aber die Mistel kann weit mehr als das: So findet sie auch Anwendung bei Bluthochdruck, Arteriosklerose, Kopfschmerzen, Herzschwäche und Wechseljahresbeschwerden um nur ein paar wenige Anwendungsgebiete zu nennen. So ist sie definitiv eine „Allesheilerin“ unter den Pflanzen und dabei sind viele ihrer Heilkräfte sicherlich noch gar nicht entdeckt. In der Volksmedizin gilt die Mistel übrigens nach wie vor als fruchtbarkeitsfördernd. Aus einem Interview mit der bekannten Kräuterfrau Maria Treben ist zu entnehmen: „Der frische Mistelsaft kann die Unfruchtbarkeit einer Frau beheben.“ 2

Achtung! Die Mistel, insbesondere die Beeren sind (leicht) giftig! Jede Behandlungsform muss durch einen Arzt begleitet werden! Ich kenne einen Fall, wo die gleichzeitige Behandlung mit dem Mistelpräparat die Chemotherapie aufgehoben hat – die Pflanze hat einfach Kraft und ist mit Vorsicht zu verwenden!

Eine extrem lichtvolle Pflanze – Meine eigene Wahrnehmung

Kuss unter einem Mistelstrauch

Für mich bringt die Mistel vor allem Licht in das seelisch-leibliche System und erhöht die körpereigene Schwingung enorm. Jeder, der bei einem meiner

Pflanzengeisterworkshops schon einmal die Mistel als Kraftpflanze hatte, weiß wovon ich spreche. Aus dieser Perspektive betrachtet, erhöht sie natürlich die Widerstandskräfte und hält Fremdeinflüsse von Außen fern. So sollen auch heute noch die über den Türen aufgehängten Mistelbüsche vor Weihnachten Schutz bieten und die Liebe der sich darunter Küssenden segnen. Der Friedenskuss hat sich hier wohl in anderer Form erhalten und mit dem Aspekt der Fruchtbarkeit verbunden.

 

Sie hat Macht über die Polaritäten

Zudem vermag sie „negative“ Schwingungen in „positive“ umzuwandeln und wirkt somit extrem harmonisierend – was Radiästheten und Geomanten heute bestätigen. So kommen sie vor allem auf Bäumen vor, die auf für sie ungünstigen Plätzen wachsen (oft in Kombination mit Wasseradern) und dadurch geschwächt sind. Entgegen der verbreiteten Meinung Misteln sind nur Schmarotzer, die den Baum töten, HILFT die Mistel in den meisten Fällen dem Baum dabei besser mit den Bedingungen zurecht zu kommen! (Und klarerweise gilt auch hier der Grundsatz der Dosierung. Ein zu-viel der Mistel tut einem Baum natürlich auch nicht mehr gut.) Um ihre polarisierenden Kräfte aufrecht zu halten, darf sie bei der Ernte auch nicht auf den Boden fallen, weil sie dadurch an Kraft verlieren würde.

Es wird hier sichtbar, wie sehr dieses alte Ritual der Kelten auch heute noch Sinn macht, wenn man nur diese wenigen Punkte anerkennt. Deshalb wird sie auch mit einem weißen

Tuch aufgefangen, um nicht den Boden zu berühren, deshalb war sie als ultimatives Allheilmittel eines der wichtigsten Zutaten für den berühmten „Zaubertrank“. Auch die goldene Hippe macht Sinn. Denn Eisen galt als „wach machend“ und „erdend“ und würde verhindern, dass die feinen, astralen Schwingungen der Pflanze erhalten bleiben, wenn man sie mit einem Stahlmesser schneidet. Gold als Edelmetall fördert die Verbindung. Auch heute noch ernten traditionelle Kräutersammler ihre Heilpflanzen mit Keramikmesser oder per Hand.

Wie du die Kraft der Mistel für dich selbst anwenden kannst

Die Mistel kannst du heutzutage in Form verschiedener Präparate wie z.B. Misteltee oder Mistelsaft in der Apotheke kaufen. Du kannst sie natürlich ganz traditionell zum

Sonnenaufgang der Wintersonnenwende am 21. Dezember ernten und dir ein Bad aus Mistelzweigen bereiten. Es ist nicht unbedingt eine Wellness-Erfahrung, da ihr Element die Kühle ist und du das Bad so kalt wie möglich „genießen“ sollst. Aber es hat eine zutiefst reinigende Wirkung und ist ein willkommenes Ritual für den Eintritt ins bevorstehende, neue Jahr. Zudem macht es dich empfänglich für die feinen kosmischen Schwingungen und erhöht deine (über)natürliche Wahrnehmungsfähigkeit.

Rezept für ein Mistelbad (von einem schamanischen Lehrer übermittelt)

Zu allererst ist es wichtig, dass du bei dem Baumbesitzer um Ernteerlaubnis fragst. Dann pflückst du die leicht abzubrechenden Ästchen oder sägst, wenn möglich, den Ast mit der Mistel ab. Sie sollte auf keinen Fall den Boden berühren. Im Bedarfsfall kannst du ein weißes Tuch à la Miraculix spannen oder ein Zweiter fängt sie unten auf. Dann schneidest du die Blätter in fingergroße Stücke. Die Beeren lässt du aufgrund ihrer Giftigkeit weg. Zirka 3 bis 4 Hand voll der Blätter setzt du dann in etwa 3 Liter kaltem Wasser über Nacht an. Den Kaltauszug gibst du dann dem Badewasser zu. Das Bad solltest du dabei so kalt wie möglich nehmen.

Weiße Mistel (Viscum album) – Eine „kalte“ Zauberpflanze

Die Wiederentdeckung einer Zauberpflanze

Eines ist jedenfalls gewiss, der Mistelkult hat auf moderne Art und Weise längst wieder Einzug in in die Naturheilkunde gehalten. Vielleicht entdeckst du die Mistel für dich ja als Heil- und Zauberpflanze in buchstäblich neuem Licht wieder und lernst ihre innewohnende Heilkraft zu schätzen. Wenn du jedenfalls das nächste Mal ein Bild von Miraculix mit der goldenen Sichel in der Hand siehst, kannst du dich daran erinnern, dass Vergessenes Wissen immer in Form von Geschichten, Märchen und in dem Fall sogar in Form eines Comics, weitergegeben wurde.

Ich freue mich auf ein Kommentar von dir!

Herzlichst,

Alfred Zenz Jun. – Der Seelengärtner

PS:

Die Mistel als Verbündete und Kraftpflanze kannst du beim Pflanzengeisterworkshop „Pflanzengeister  YULES“ am 20. Dezember im Best of Spirits in Fernitz bei Graz am erleben.

PPS:

Du möchtest das Vergessene Wissen der Druiden, Kräuterhexen und Pflanzenheilkundigen in dir wieder zum Leben erwecken? …dann werden dich diese Veranstaltungen interessieren. Sie finden inmitten einer wunderschönen Naturlandschaft im Süden von Österreich statt.

Zum Natur-Medium erwachen“ – 4tages-Intensiv-Retreat zur Erweckung (über)natürlicher Fähigkeiten

  • mediale Wahrnehmung der Natur ausbilden und vertiefen
  • mit Pflanzen- und Naturwesen kommunizieren
  • Herzöffnung und persönliche Entwicklung mit Hilfe der Natur

„Zum Natur-Coach erwachen“ – 4tages-Vertiefungs-Retreat für Veränderungsarbeit mit Hilfe der Natur

  • ein Vermittler zwischen Mensch und Natur werden
  • lernen, wie Du Naturenergien im Umgang mit Menschen sinnvoll einsetzt
  • schamanische Heilarbeit in Verbindung mit zeitgemäßen Coaching-Methoden verbinden

Quellennachweis

  • 1 Helmut Birkhan, Kelten: Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur
  • 2 Wolf-Dieter Storl, Die Pflanzen der Kelten, 4. Auflage 2005
  • 3 ttps://www.misteltherapie.at/die-misteltherapie/wirkung

Der Kaffee aus Eicheln zubereitet war zu Kriegs- und Nachkriegszeiten DER Kaffeeersatz. Tatsächlich schmeckt das gemahlene und geröstete Eichelpulver je nach Dosierung angenehm süßlich-mild mit leicht herben Beigeschmack. Eichelkaffee wirkt zudem heilsam auf gereizte Verdauungsorgane, hat einen positiven Einfluss auf die Bauchspeicheldrüse und vermag den Blutzuckerspiegel zu senken. Er ist also nicht nur wohlschmeckend sondern hat insgesamt eine kräftigende und wohltuende Wirkung auf den gesamten Organismus! In diesem Artikel zeige ich dir, wie du ihn in 7 Schritten ganz einfach selbst zubereitest.

Kultur-Rose

(botanisch: Rosa-Hybriden Familie: Rosaceae, Rosengewächse)

„Der Mensch wird geboren, um zu leben – und nicht, um sich auf das Leben vorzubereiten!“ (Boris Leonidowitsch Pasternak)

Sie verziert seit Ende Mai mit ihren unvergleichlichen Blüten unsere Parks und Gärten und gilt seit der Antike als „die Königin unter den Blumen“ – DIE ROSE. Ihre Symbolkraft ist seit tausenden von Jahren ungebrochen. Kein Festbankett, keine Hochzeit und keine Trauerfeier kommt heutzutage ohne die Rose aus. Rote Rosen wurde bereits seit dem Altertum im Zeichen der Liebe, Freude und Erotik verschenkt, weiße Rosen hingegen stehen als Symbol für Unschuld, Reinheit und Heiligkeit. 4

Die Blume des Eros – keine Liebe ohne Schmerz

Die Rose war in der griechischen Mythologie der Aphrodite, dem Eros und Dionysos geweiht. Auch die ägyptische Gott-Königin Cleopatra wußte angeblich die Rose und ihren Duft für seine die Sinne anregende und verführerische Wirkung auf Männer einzusetzen.

„Rosenöl ist bekannt als Duft der reinen und feinen Liebe….Kaum eine Duftpflanze vereint Anmut und Wirksamkeit so sehr wie die Rose“, (Diplom-Aromapraktikerin Ingrid Karner)

Englische Strauchrose `Leonardo da Vinci`

Bei den Kelten und Germanen war sie die Blume der Freya, die Göttin welche unter anderem ihren AnhängerInnen Sexualmagie lehrt – die Kunst anderen seine Liebe zu schenken um dadurch magische und transformierende Kräfte zu erhalten.

Aber sie wurde auch mit Tod in Verbindung gebracht. Man weiß, dass die Germanen Rosen gerne auf Opferplätze und Gräber pflanzten. In der Ostschweiz und im Allgäu werden heute noch abgelegene Friedhöfe als Rosengarten bezeichnet. 4 Seit jeher wird die Rose also nicht nur mit Liebe sondern auch mit Vergänglichkeit und Schmerz in Verbindung gebracht. So erzählt eine römische Mythologie, dass „..die Schönheit und der Duft der Blüten das Sinnbild der Liebe sind, die Dornen aber das der Wunden, welche die Liebe oft verursacht. (aus dem Buch „Geschichten von Blumen und Kräutern“, Miriam Wiegele) 5

Diese Eigenschaften wurden der Rose seit Anbeginn ihrer Entdeckung zugeschrieben. Wurde ursprünglich die Wildform verehrt, wie z.B. die „Hagebutte“ oder „Hundsrose“, so fand im Laufe der Zeit die Kulturrose immer mehr Einzug in unsere Gartengesellschaft.

Wo die Königin der Blumen ihren Ursprung hat

Während die einmalblühenden Sorten im Herbst mit einem Fruchtschmuck aus Hagebutten belohnen, beehren uns die mehrmals blühenden Züchtungen über Wochen und Monate hinweg mit ihrem Blütenflor. Kaum eine andere Pflanze kann so sehr als „Dauerblüher“ bezeichnet werden wie die Kulturrose.

Wir kennen heute tausende von Rosensorten, die sich in Wuchshöhe, Blütenform,- und Farbe sowie ihrem Duft voneinander unterscheiden. Das hat die Rose einer mehr als 2000 Jahre langen Züchtung zu verdanken. Verehrt wurde sie jedoch schon lange vorher. In China legt man den Beginn der Rosenkultur in die Zeit des legendären Herrschers Shennong (3. Jahrtausend v. Chr.) und aus Ägypten stammen Zeugnisse aus der Zeit von Ramses II († 1224 v. Chr.). Dass sie heute ein unabdinglicher Teil unserer Gartenkultur ist, verdanken wir vor allem der europäischen Kaiserzeit, wo Rosen über die Jahrhunderte aus allen Ländern der Welt importiert und in Glashäusern gezogen bzw. weitergezüchtet wurden. 4

Aber die Rose war nicht nur der Schönheit ihrer Blüten wegen begehrt, sondern auch wegen ihres eindringlichen Duftes, der einigen Rosenarten-, und Sorten innewohnt.

Rosenöl – Das duftende Gold der Rose

Rosenöl als eines der teuersten Öle

Rosenöl gehört zu einer der teuersten ätherischen Öle weltweit. Im Großhandel kostet ein Liter echtes bulgarisches Rosenöl bis zu 10.000€! Vor dem Anstieg des Goldpreises in den frühen 1970er-Jahren war Rosenöl sogar teurer als Gold! Das mag damit zu tun haben, dass die Ausbeute sehr gering ist. Für nur einen Liter (!) Rosenöl benötigt man in etwa 4 bis 5 Tonnen (!) Rosenblütenblätter! 4 Das entspricht in etwa dem Gewicht von 3-4 Kleinwägen! Das heißt, dass etwa 30 frisch erblühte Rosen 1 Tropfen Rosenöl liefern, der durchschnittlich 2-3 Euro kostet! 1

Der Ursprung für die Gewinnung von Rosenöl selbst wird im alten Persien vermutet. Dort werden seit tausenden von Jahren die besonders duftenden Blüten der Damaszener- und Zentifolien-Rosen gezogen und verarbeitet. Heute stammen etwa 2/3 der Weltproduktion des echten Rosenöls aus Bulgarien. Verwendet wird es allem voran in der Parfümindustrie wo es neben Jasmin einer der am häufigsten eingesetzten Blumendüfte ist. 4

Im Gespräch mit dem Pflanzengeist der Kulturrose

Der Rose wohnt also ein sehr besonderes, kulturträchtiges und von Menschen innig verehrtes Wesen inne. Und sie kann weit mehr als nur deinen Garten schmücken oder deine Nase beglücken. Wenn ich die Rose bei einem meiner Pflanzengeisterworkshops mit dabei habe, ist sie eine der am meist gewählten Pflanzen. Gerade die Kulturrose weiß dem Menschen auf geistig-seelischer Ebene auf sehr individuelle Art und Weise zu unterstützen.

Würde das Pflanzenwesen durch mich sprechen, was hätte es zu sagen?

„Ich bin die Tänzerin in deinem Garten, die Diva, die sich prächtig präsentiert, mit meiner Schönheit will ich auf dich warten, und mein Duft ist das was dich betört. Ich strahle aus des Herzens Mitte, ich erhöhe deinen Wert und breche jede Sitte. Ich weiß zu herrschen und zu trennen, dich aufzurichten, stolz zu dir zu stehen und dich als wertvoll zu benennen.

Ich bin die Liebe welche durch die Herzen fließt und sich wie fruchtbar Regen auf erwartungsvolle Erde gießt. Ich bin das Plus, das für das Minus scheint und sich in einem feurig Funkenregen hell vereint. Ich bin die Lebenslust, die dich verführt, die Königin, die dich mit einer Krone kürt. So klar, so sicher, aufbegehrend, küssend, um die Schönheit dieses Lebens, in Freude wie im Schmerze wissend.

Denn meine Kraft ist groß und mächtig, so betörend schön und einzigartig prächtig. Es ist die Sonnenhitze die mich durchströmt, die dich so sanft und liebevoll verwöhnt. Doch sagen meine Dornen dir, dass du in Achtung willst begegnen mir. Dass jede Berührung mag ganz sanft geschehen, um meine Weiblichkeit wertschätzend zu begegnen. Und weißt du nicht dich achtsam zu gebären, wird dich der Schmerz gar eines Besseren belehren.

Mein Prinzip ist Einzigartigkeit und noble Geste, Grenzen setzen und zu feiern wilde Feste. Durch mich lernst du die Opferschaft und auch Vertrauen, willig anzunehmen deine Sanftheit wie auch deine miesen Launen. In all der Wildheit die dir eigen ist, in all der Lebenslust, die durch dich fließt. In all Erotik all der Leidenschaft, schenk ich dir Freude, schenk dir Lebenskraft.“

Meine Begegnung mit dem Pflanzengeist der Rose

Der Pflanzengeist erschien mir als sehr erotische Frau. Schnell kam sie auf mich zu und begann mich sanft zu umschmiegen. Sofort aktivierte es mein Lustzentrum. Es war gut diese Nähe zu spüren. Ihre Berührung und ihr Duft übten eine betörende Wirkung auf mich aus. Und doch merkte ich gleichzeitig eine Art versteckten Dolch, den sie in ihrer Hand hielt und mit dem sie meine Haut ebenso streichelte. Es war ein komisches Gefühl zwischen Erregung und Angst, sie könnte mich damit verletzen. Dann ging sie einen Schritt zurück, drehte sich einmal um die eigene Achse und verwandelte sich in eine Frau mit schwarzem, eng anliegendem Abendkleid. Sie nahm mich an die Hand und wir begannen einen wilden, feurigen Tanz, der mich an leidenschaftlichen Tango erinnerte. Im Rausch der Sinne wirbelten wir herum bis wir uns in ekstatischer Vereinigung in einem einzigen Funkenregen auflösten.

Was die Rose für dein Seelenheil tun kann

  • Sie erweckt deine Sinnlichkeit und Erotik zum Leben

Polyantharose

Die der Rose innewohnende Energie vermittelt zwischen dem männlichen (Yang) und dem weiblichen (Yin) Prinzip. Es ist wie wenn Plus und Minus aufeinandertreffen und es zu funken beginnt. Damit erzeugt sie in deinem Körper-Geist-System eine gewisse Spannung, die anregend und aktivierend wirkt. Mit der Rose will das Leben gefeiert und in seinen ganzen Zügen genossen werden. Insbesondere deine Erotik, Sinnlichkeit und Sexualität vermag sie ordentlich zu beflügeln und wieder Leben einzuhauchen. „Du bist als Mensch ein sinnliches Wesen – lebe es!“ Das könnte das Motto der Rose sein. So gleicht ihr Wesen einem erotischen Tanz der Verführung, Eroberung und Vereinigung, ständig in Bewegung, ständig zwischen dem männlichen und weiblichen Pol wechselnd.

„Life ist found in the dance between your deepest desire and your greatest fear.“ (Anthony Robbins)

  • Sie betört mit ihrem DUFT der Hingabe und Verführung

Ihr Duft wirkt sehr besänftigend, beruhigend, macht gefügig und fördert innere wie äußere Hingabe. Bei Frauen öffnet er das Herz, schenkt Vertrauen, Schutz und Geborgenheit – Grundvoraussetzungen um sich beim Liebesspiel genussvoll hingeben zu können. Für den Mann ist es vor allem ein Kuschelduft, der bewirkt, dass er sich ganz auf die Frau einlässt und gleichzeitig die Bindung zu ihr bestärkt. Der Duft der Rose in Verbindung mit anderen Ingredienzen wurde seit jeher bevorzugt für Liebeszauber eingesetzt, um einen Mann zu verzaubern und zu betören.

„Die drei Hauptprobleme der Menschheit sind: Zuviel Ernsthaftigkeit, zu viel Zögern und zu wenig Ekstase!“ (Richard Bandler)

  • Sie harmonisiert und gleicht Extreme aus

Die Rose hat einerseits duftende, liebliche, wunderschöne Blüten, andererseits harte und spitze Dornen, an denen man sich ordentlich verletzen kann. Sie trägt beides in sich – die verführerische, betörende Venus (extrem starker Yin-Pol) und ebenso den kriegerischen wie schützenden Mars (extrem starker Yang-Pol). Dadurch vermag sie Gegensätze zu vereinen und extreme Gefühlszustände auszugleichen, also zu harmonisieren. So kann sie beispielsweise aggressive Gemüter besänftigen während allzu passive Menschen dazu aufgefordert werden durchaus einmal konstruktive Wut zu zeigen.

  • Sie öffnet dein Herz und hilft seelische Wunde zu heilen

Die Rose macht einerseits bestehende, seelische Verletzungen sichtbar und vermag gleichzeitig den auftauchenden Schmerz zu lindern. Wie Balsam wirkt sie auf das Herz und fördert die in dir angelegte Liebesfähigkeit. So ist die Rose in ihrer Essenz herzöffnend, hilft Herzschmerz auszuheilen, fördert Einfühlungsvermögen wie Verständnis – und damit die Fähigkeit zu vergeben.

  • Sie verleiht dir einen gesunden Egoismus und Wehrhaftigkeit

Die Kulturrose fördert in dir einen gesunden Egoismus, gut auf dich zu schauen und das zu tun, was zuallererst für dich am besten ist. Sie ist eine hervorragende Begleiterin für ein selbstbewusstes Auftreten und ermutigt dich in deiner ganzen Größe zu zeigen und zu präsentieren. „Hinaus auf die Bühne!“, könnte ihr Motto sein. Denn sie bringt auch die Diva in dir zum Vorschein, die sich in vollem Selbstvertrauen in den Mittelpunkt stellen darf. Mit der Kraft der Rose willst du gesehen und beachtet werden – zumindest von dir selbst.

In dieser Bestärkung der Individualität bringt sie natürlich auch die Eigenschaft der Wehrhaftigkeit mit ein. Mit der Rose vermagst du Grenzen zu setzen, dein Terrain zu bewahren, zu schützen und den Raum zu verteidigen, worin du dich sicher fühlst. Und wenn es nötig ist, kann sie dich dazu bewegen martialische Kräfte an den Tag zu legen, was sich in konstruktiver Wut oder einem kraftvollen NEIN ausdrücken kann.
Insgesamt bestärkt sie dich den Tanz des Lebens mitzutanzen anstatt nur auf der Zuschauertribüne zu sitzen und Beobachter zu sein.

Für wen die Rose besonders gut geeignet ist

Strauchrose `Mozart`

  • für eingeschlafene Beziehungen in dem das Feuer und die Leidenschaft erloschen ist; der Duft von Rosenöl öffnet bei Frauen den Schoß und bei Männern das Herz und ermöglicht (neue) lustvolleBegegnungen, bis hin zu ekstatischer Vereinigung;
  • bei Antriebsschwäche, Lustlosigkeit oder chronischer Langeweile, wo die Lebendigkeit im Leben verloren gegangen ist
  • bei altem Herzschmerz, Gram und Groll einem anderen Menschen gegenüber, wodurch Vergebung nicht möglich ist und man selbst in der Opferhaltung stecken bleibt
  • für notorische Mauerblümchen und Menschen, die sich klein machen, abwerten und deshalb davon abgehalten sind ihr ganzes Potenzial zu leben
  • Menschen, die es vermeiden ihren Wünschen und Träumen zu folgen, aus Angst von anderen dann nicht mehr geliebt, beachtet oder wertgeschätzt zu werden

Wie du die Kraft der Rose am besten für dich nutzen kannst

  • In der bewussten Begegnung

Es gibt unzählige von Rosensorten, die du dir in deinen Garten pflanzen kannst. Die Begegnung mit der Rose ist hier immer mit der Aufforderung verbunden ihr achtsam zu begegnen und sie sorgsam zu hegen und zu pflegen – so wie du es dir selbst gleichtun solltest.

Affirmationen für die Begegnung mit der Rose:

„Das Leben ist der Tanz und ich bin der Tänzer. Diesem Tanz gebe ich mich hin und lass mich berühren von der Liebe, die als Freude, Lebensgenuss und Schönheit durch mein Herz in die Welt fließt. So bin ich da, um der Welt auf meine ganz besondere und einzigartige Weise Ausdruck zu verleihen. Und ich beginne damit JETZT – Let´s dance!“

  • in der naturheilkundlichen Anwendung

Volksmedizinisch:
Blütenblätter (Rosa gallica): Wurden früher aufgrund des Gerbstoffgehaltes gegen Durchfall, als Gurgelmittel und zu Bädern bei schlecht heilenden Wunden angewendet. Für Räuchzwecke getrocknet, schaffen sie ein herzöffnendes Feld und fördern Vergebung.
Rosenöl: Hat seinen Einsatz unter anderem als angst- und stresslinderndes Mittel bei der Geburts- und Sterbebegleitung. Da es entzündungshemmend, tonisierend, wundheilend, nervenberuhigend ist und einen positiven Einfluss auf die Narben- und Faltenrückbildung zeigt, ist es auch in vielen Hautpflegeprodukten enthalten. Wegen seines betörenden und aphrodisierend wirkenden Duftes ist es einer der am häufigsten verwendeten Öle in der Parfümindustrie. Weitere Anwendungsmöglichkeiten bei Bronchitis, Libidoverlust, Depressionen, Ängsten und Herzrhythmusstörungen. Rosenöl wirkte nachweislich entspannend und beruhigend.
Rosenwasser: Ist ein Nebenprodukt bei der Destillation von Rosenöl aus den Rosenblütenblättern. Es wird auch Rosen-Hydrolat genannt. Du kannst es einfach als Raumspray benutzen oder auch zum Aromatisieren von Süßspeisen kulinarisch genießen.

Was du noch über die Rose und ihrem Duft wissen solltest

Der Geruch von Geborgenheit und Zuhause

Der Duft von Rose gleicht dem Geruch des Fruchtwassers im Mutterleib. Dafür hauptverantwortlich ist „Indol“, welches im Zuge von Abbauprozessen im Fruchtwasser gebildet wird. In Reinform riecht es nach überreifen Früchten und bildet erst in Kombination mit vielen anderen Substanzen den typischen Duftcocktail, der dem Blütengeruch der Rose ähnelt. So weckt Rosenduft in uns vorgeburtliche Erinnerungen an unsere Zeit im Mutterschoß, weshalb wir ihn unbewusst sofort mit Wärme, Geborgenheit, Genährt- und Geliebtsein in Verbindung bringen. 3

Die Berührung mit der Liebe

Vielleicht erkennst du ja in der Rose mit all ihren vielfältigen Erscheinungsformen für dich eine ganz wertvolle und königliche Pflanzenverbündete, die weit mehr als nur eine Gartenzierde darstellt. Vielleicht beginnst du jetzt anders mit ihr zu sprechen und sie achtsam zu hegen und zu pflegen, in dem Bewusstsein auch dich selbst in deiner Einzigartigkeit und Selbstliebe anzuerkennen und zu nähren.

Und wenn du das nächste Mal an einem Parfüm schnupperst, dir eine Hautpflegecreme aufträgst oder deine Wohnung mit ihrem Duft aromatisierst, wirst du dich vielleicht daran erinnern, dass du trotz aller Individualität und Einzigartigkeit als Menschenwesen dennoch Teil von etwas allumfassend Großen bist, was die meisten Menschen als Liebe bezeichnen.

Wenn dein Herz in irgendeiner Weise von der Rose in diesem Artikel berührt wurde, freue ich mich, wenn du diese Gefühle in einem Kommentar mit mir und der Welt teilst – Danke!

herzlichst,

Alfred Zenz Junior – Der Seelengärtner

PS:
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Im Herbst findet erstmals das 4tages-Vertiefungs-Retreat statt: „Zum (Natur)Heiler Erwachen“. Es gibt noch wenige freie Plätze.

Quellennachweis:

1 Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe, Eliane Zimmermann, S. 499
2 Das Handbuch der Heilpflanzen, Ingrid und Peter Schönfelder, S. 386
3 aus dem Buch Biophilia-Effekt, Clemens G. Arvay, S. 208
4 Wikipedia, Rosen: https://de.wikipedia.org/wiki/Rosen#Mythologie,_Religion_und_Symbolik
5 aus dem Buch „Geschichten von Blumen und Kräutern“, Miriam Wiegele

„Der größte Zauberer ist derjenige, der am besten die Geheimnisse der Pflanzenwelt kennt.“ (Golowin 1973: 7)

Im ersten Teil dieser Artikelserie „Hexen, Teil 1 – Die Weisen Frauen unserer germanischen Vorfahren“, ging ich zurück bis zum Ursprung der Hexe, wo Frauen als Seherinnen hoch geachtet waren. Im zweiten Teil „Hexen, Teil 2 – Warum sie in der Gesellschaft von damals unentbehrlich waren“ gab ich einen Einblick, welche wichtigen Aufgaben Hexen bis ins hohe Mittelalter hinein ausübten. Im dritten und letzten Teil geht es um die mächtigen Pflanzenverbündeten der Hexe und ihren Einsatz in der Hexenmedizin à la psychedelisches Bier und Flugsalbe.

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Vor nicht all zu langer Zeit unternahm ich mit einem guten Freund eine Pilgerwanderung durch das mystische Waldviertel im Norden von Österreich. Nach einem langen Pilgertag erreichten wir mitten in einem Wald plötzlich eine Stelle, wo Biertische, Saufbuden und eine große Bühne für eine Band aufgestellt wurden. Ein 3tägiges Wackelstein bzw. Hexenfest sollte hier stattfinden. Auf dem Plakat war eine Hexe zu sehen, die anstatt auf einem Besen auf einer Gitarre durch die Luft reitet. Dieses Fest findet hier jedes Jahr statt – so wurde uns versichert. Eins war uns beim Anblick der Aufmachung jedenfalls ganz gewiss: Das gibt ein ordentliches Saufgelage!

Vielleicht wählten die Menschen einfach nur intuitiv den Begriff „Hexenfest“. Vielleicht waren sie aber auch noch stärker mit den keltisch-germanischen Wurzeln verbunden, die man im Waldviertel meiner Meinung noch besonders stark spürt. Die Hexe ist hier jedenfalls nicht ganz vergessen und wird mit ausgelassenen Feierlichkeiten und auch Lebensfreude in Verbindung gebracht. Schön fand ich das. Denn tatsächlich trug die Hexe ihren Teil dazu bei, dass die Feste entsprechend berauschend begangen wurden. Sie wußte um die geheimnisvollen Pflanzeningredienzen, um damit magische Gebräue zu fertigen, welche die Menschen in sinnliche Extase versetzten.

Hexen waren Meisterinnen im Umgang mit den Pflanzen und ihren innewohnenden Kräften. Ihre daraus resultierende Kunst war die sogenannte Hexenmedizin, die hoch wirksam und zugleich auch sehr gefürchtet war. Welche die mächtigen Zauberpflanzen der Hexe waren, warum Bier ursprünglich aphrodisierend wirkte und was die Flugsalbe mit dem Klischee von „auf Besen reitenden Hexen“ zu tun hat – das möchte ich dir in dem folgenden Artikel erzählen.

Zauberei als angewandte Kräuterheilkunde

Wie ich im letzten Artikel – Hexen, Teil 2 – beschrieben habe, hatte die Hexe in der Gesellschaft vielseitige Aufgaben inne – von der Kräuterheilkundigen bis zur Hebamme hin zur Seherin und  Liebesorakel. Pflanzen spielten dabei immer und ausnahmslos eine wichtige Rolle. Im Mittelalter war das Wort „Kraut“ gleichbedeutend mit „Zaubermittel“. In Venedig wurde die Zauberei oder Hexerei sogar als „Herberia“ – „Kräuterkunde“ – bezeichnet. Das heißt ursprünglich war die Zauberei angewandte Pharmakologie! (Christian Rätsch, Hexenmedizin, S. 98)

In der Heilkräuterkunde nutzte man jedenfalls das ganze Portofolio an Heilpflanzen, so viel ist sicher. Ganz besondere Aufmerksamkeit erfuhren dabei die sogenannten Zauberpflanzen. Sie waren Hauptbestandteil der geheimen Hexen-Rezepturen, die über Leben und Tod entschieden, die Zaubergetränke, die in sinnliche Ekstase versetzten oder die Flugsalben mit deren Hilfe die Hexen in andere Dimensionen „fliegen“ konnten.

Alraune, Tollkirsche & Bilsenkraut – Die Zauberpflanzen der Hexe

Die Zauberpflanzen der Hexe waren überaus mächtige Verbündete bei allen Aufgabenbereichen. Meistens waren es sehr giftige Vertreter aus der Pflanzenwelt, die gut dosiert werden mussten, wenn man bei der Anwendung nicht in die ewigen Jagdgründe eingehen wollte. Als einer der wichtigsten Hexenpflanzen galten Alraune, Tollkirsche und Bilsenkraut.

Alraune, Tollkirsche und Bilsenkraut

In Harry Potter gibt es eine Szene, wo Alraunen (Mandragora officinalis) umgetopft werden. Aber die Zauberlehrlinge müssen sich dabei die Ohren zuhalten, weil das Geschrei der „Alraunenmännchen“ lebensgefährlich sein kann. Es mag eine Szene aus einem Fantasy-Film sein und doch zeigt sie etwas von der magischen Kraft, der einst der Alraune zugeschrieben wurde. Wie die Tollkirsche und das Bilsenkraut gehört sie zu den Nachtschattengewächsen. Alle drei gelten als sehr giftig, sind stark psychoaktiv, erzeugen Halluzinationen und gehören zu den wichtigsten Aphrodisiaka und Ingredienzen für Liebestränke und Hexensalben.

Die mit ihren schwarzen, knopfgroßen Beeren unverkennbare Tollkirsche (Atropa belladonna) wurde bereits seit der Antike medizinisch verwendet, wo man sie vor allem als Schmerz- und Narkosemittel einsetzte. Auf der seelischen Ebene schrieb man ihr eine dämonenvertreibende Wirkung zu und heilte mit ihrer Hilfe verschiedene Geisteskrankheiten. Den Artnamen „belladonna“ erhielt sie unter anderem, weil junge Frauen sich ihren Saft in die Augen träufelten, um größere Pupillen zu bekommen. Das machte sie für die Männer attraktiver.

Und das Bilsenkraut (Hyoscyamos niger) mit seinen geheimnisvoll anmutenden Blüten, gehörte sogar zu den heiligsten Pflanzen der Germanen und Wikinger. Sie legten dazu sogar eigene Bilsengärten auf heiligen Äckern an. Das Bilsenkraut wurde ähnlich der Tollkirsche rituell, magisch wie auch medizinisch genutzt. In der Antike galt es als das bedeutendste Mittel für Wahrsagerei. In dem durch das Bilsenkraut ausgelösten tranceartigen Zustand konnte man hellsehen und Orakel geben. Vor allem war es aber ein sehr beliebter Bestandteil von berauschenden Getränken wie z.B. Bier.

Alraune (Mandragora officinalis) – Tollkirsche (Atropa belladonna) – Bilsenkraut (Hyoscyamos niger)

 

Pychedelisches Bier – Die Entstehung des Reinheitsgebotes

Ja, Bier. Denn bevor das Reinheitsgebot Einzug fand, hatte Bier noch eine ganz andere berauschende Wirkung als es heute hat. Bilsenkraut, Sumpfborst und Tollkirsche waren wichtige Bestandteile und lösten einen ekstatischen, berauschenden und stark aphrodisierenden Zustand aus. Die Frühjahrsfeste hatten in der heidnischen Bevölkerung immer etwas mit Fruchtbarkeit, Sexualität und Schöpferkraft zu tun. So wurde beispielsweise das Maifest auch entsprechend orgiastisch gefeiert und gelebt – sehr zum Mißfallen der Kirche. Da sie es aber nicht zuwege brachte die Feste zu verbieten, ließen sie sich etwas anderes einfallen. Sie nahmen ihnen die berauschende Grundlage.

Im Jahre 1516 wurde von dem Bayern-Herzog Wilhelm IV das Reinheitsgebot für Bier eingeführt. Fortan war es der ländlichen Bevölkerung verboten Bier zu brauen, dass jetzt einzig und allein der Kirche vorenthalten blieb. Um die Schäfchen zu zähmen wurden die gefährlichen Ingredienzen wie Bilsenkraut, Tollkirsche & Co entfernt und stattdessen etwas anderes beigegeben – nämlich Hopfen. Hopfen beruhigt, macht schläfrig und müde und fördert alles andere als eine ekstatische, sexuelle Ausgelassenheit.

Die neuen Bierbrauexperten waren jetzt die Mönche. Noch heute zeugen Namen wie „Stiftsbrauerei“ von der kirchlichen Übernahme. Und die machten sich dieses Getränk auch entsprechend zunutze. So durfte zur Fastenzeit zwar nichts gegessen, dafür aber getrunken werden. Zu dieser Zeit wurden Starkbiere gebraut, die mit sage und schreibe bis zu 5 Litern pro Kopf und Nase täglich vertilgt wurden. Prost!

Das Bilsenkraut als ehemaliger und heiliger Hauptbestandteil wurde aber nicht ganz vergessen. Wahrscheinlich ahnst du woher das „Pils“ seinen Nahmen hat – richtig von „Bilsenkraut“.

Die Flugsalbe – Wie die Hexe auf den Besen kam

Die Pappelsalbe – Grundbestandteil jeder Hausapotheke

Alraune, Tollkirsche und Bilsenkraut waren wichtige Grundbestandteile der sagenumwobenen Hexenschmiere oder Flugsalbe. Die Grundlage dafür bot die sogenannte, oft giftgrün gefärbte Pappelsalbe. Für ihre Herstellung wurden die Knospen der europäischen Schwarzpappel benutzt. Angereichert mit allerlei Heilkräutern galt sie als eine der wichtigsten Wundheilsalben und wurde praktisch in allen Kräuter- und Arzneibüchern seit dem 15. Jahrhundert angeführt. Bei den sorgfältig dosierten Zutaten findet man häufig Schlafmohn, Giftlattich, Tollkirsche und Cannabis (Hanf) beschrieben. Die Wirkung so einer Salbe kann grundsätzlich sicherlich als betäubend und schmerzlindernd verstanden werden. Derartige Pappelsalben waren in der frühen Neuzeit weit verbreitet, sehr beliebt und wurden ähnlich wie heute das Aspirin als universales Schmerzmittel, als Wundarznei, Rheuma,- und Hämorrhoidenmittel ganz offiziell eingesetzt. Für das einfache Volk war sie sozusagen ein Grundbestandteil der Hausapotheke.

Die Flugsalbe oder Hexenschmiere

Um die harmlosere Pappelsalbe zu einer Flugsalbe zu verwandeln, ergänzte man diese mit weiteren z.T. hochgiftigen und psychoaktiven Pflanzen wie z.B. Schierling, Bilsenkraut und Eisenhut. Die Hexen müssen hierbei Meisterinnen im Umgang mit der richtigen Dosierung gewesen sein. Denn derartig giftige Kräuter haben es in sich, die Seele (Astralleib) vom Körper zu spalten um in andere Dimensionen zu reisen bzw. zu „fliegen“. Die Kunst bestand jedoch darin, den Weg wieder zurück zum Körper zu finden.

Die nächtlichen Riten fanden dabei oft auf Anhöhen oder Hügeln im Schutze des Waldes statt, wo sich die Seherinnen und Zauberinnen, ähnlich den heutigen Schamanen, vollkommen nackt in Trance versetzten. Bei einer bestimmten Praktik dürfte die Flugsalbe dabei auf Holzstiele bzw. auch Besenstiele aufgetragen worden sein, welche die Frauen zwischen ihre Schenkel nahmen und sich daran rieben. Die hoch psychoaktiven Substanzen der Flugsalbe wurden dabei über die empfindlichen Schleimhäute der Schamlippen in den Körper aufgenommen.

Von außen beobachtet mag das für einen unbedarften Zuschauer höchst bizarr ausgesehen haben: Einen Haufen nackter Frauen, die in taumelnder Ekstase im Kreis um ein Feuer tanzen und dabei auf Besenstielen reiten. Vor allem ein frisch christlich missionierter Mensch mag hier, gepaart mit der damaligen Angst vor den „bösen“ Zauberinnen, die „auf Besen reitenden Hexen“ beobachtet haben, welche durch die Luft fliegen und Unheil anrichten. Das Klischee war geboren. Die Salben selber wurden deshalb auch Flugsalben genannt, im Mittelalter etwas abschätzig dann Hexenschmiere.

Die Flugsalbe in der Inquisition

Die Inquisitoren setzten übrigens die Flugsalbe als Wahrheitsdroge bei der Peinlichen Befragung ein. Sie sollte den Widerstand der Gefolterten brechen. Es gibt sogar Aufzeichnungen, wo man die Pappelsalbe an der Frau des Henkers ausprobiert hat:

„…erprobte sie and der Frau des Henkers. Die verfiel für drei Tage in eine Art Koma oder Tiefschlaf und beschwerte sich ärgerlich, als sie aus diesem Schlaf mit süßen Träumen voller erotischer Abenteuer gerissen wurde.“ (Aufzeichnungen des päpstlichen Leibarztes Andrés Laguna, Christian Rätsch, Hexenmedizin, S. 156)

Die Rückkehr des alten Wissens

All diese Methoden mit Hilfe von Pflanzen tranceartige Zustände zu erfahren, in jenseitige Welten zu reisen, einen Seelenflug zu vollführen – all das ist den heutigen Kulturanthropologen wohlbekannt. Sie gehören in den Bereich der schamanistischen Ekstasetechniken vieler Naturvölker. Und sie finden langsam auch wieder Einzug in unsere abgeklärte, vom logischen Verstand trocken gelegte Seelenlandschaft, die sich nach sinnlicher Ekstase, Lebendigkeit und Bewusstseinserweiterung sehnt.

Wir haben unsere Wurzeln nicht verloren, wir haben sie nur vergessen, den Riten und Festen andere Namen gegeben. Das Maifest zeugt z.B. noch sehr von der erotischen Komponente wegen derer es einst gefeiert wurde. Der Maibaum stellt für den aufmerksamen Beobachter auch heute noch den Phallus des Mannes dar, der sich mit der Yoni der Frau (der Maibaumkranz) vereinigt. Und selbst die Trinkgelage sind beim Maibaumaufstellen nach wie vor erhalten geblieben. Der Hopfen im Bier sorgt jetzt brav dafür, dass die lustvollen Ausschweifungen in Zaum gehalten werden. Die rituelle Trance der tanzenden „Priesterinnen“ alias Hexen, bleibt uns als das Bild der durch die Luft fliegenden Hexe als eine Art Erinnerung erhalten. Jetzt weißt du ja, wie es entstanden ist und kannst es vielleicht auch in transformierter Art und Weise sehen.

Dieses Muster kannst du übrigens bei allen unseren sogenannten „christlichen Festen“ beobachten. Unter einem dünnen, religiösen Schleier liegen unsere urheidnischen Wurzeln verborgen. Sie sind es, die uns wieder mit der Lebendigkeit des Lebens verbinden, mit der sexuell-schöpferischen Urkraft, die aller Natur innewohnt und somit auch jedem Menschen.

Und indem du dich wieder mit diesen Wurzeln verbindest, beginnst du dein wahres Potenzial zu leben – du beginnst zu deiner eigenen Natur zu erwachen.

Ich freue mich auf dein Kommentar!

herzliche Grüße,

Alfred Zenz Jun.

PS:

  • Mehr über die Völvas, Hexen und Magierinnen und ihren männlichen Kollegen den Druiden, erfährst du aktuell in meinem Vortrag „Druiden, Hexen & Zauberer“ am 04. Mai in Gröbming.
  • Wild- und Heilkräuter sind einer der besten Möglichkeiten mit der ursprünglichen Hexenmedizin wieder in Kontakt zu kommen! Die nächste Wildkräuterwanderung findet am Samstag, dem 05. Mai in Gröbming statt.

PPS:
Du möchtest richtig tief eintauchen und das Vergessene Wissen der Druiden, Kräuterhexen und Pflanzenheilkundigen in dir wieder zum Leben erwecken?

…dann werden dich diese Veranstaltungen sicher interessieren:

„Zur Natur Erwachen“ – 4tages-Intensiv-Retreat zur Erweckung deiner (über)natürlichen Fähigkeiten; an einem wunderschönen Kraftort in Südkärnten

„Ausbildung zum Medium für Pflanzen- und Naturwesen“ – heuer erstmals im Programm! Sie findet in der Nähe von Graz statt und erstreckt sich über 3 Module.

 

 

 

Quellennachweis

  • Wolf-Dieter Storl, Claudia Müller-Ebeling, Christian Rätsch, Hexenmedizin, 10. Auflage, 2015