„Wenn du das Wunder einer einzige Blume klar sehen könntest, würde sich dein ganzes Leben ändern.“ (Buddha)

Mich hat vor kurzem eine wahre Geschichte sehr inspiriert. Sie handelt von einem Violinisten, der an einem verregneten Morgen an einer U-Bahn-Haltestelle in Washington DC ein paar klassische Stücke spielte. Das ganze ging in etwa so aus, dass nach 45 Minuten Spielzeit von den ca. 2000 Menschen, die diese Haltestelle benutzten, gerade einmal sechs stehenblieben und dem Geigenspieler zuhörten. Der Violinist bekam in dieser Zeit etwa 32 Dollar in seinen Geigenkoffer geworfen. Nach Beendigung seiner Darstellung wurde es einfach still. Niemand nahm Notiz und niemand applaudierte. Lediglich eine einzige Frau teilte dem Musiker ihre Wertschätzung mit.

Das wäre nicht weiter verwunderlich gewesen, wenn es sich nicht um den berühmten Geigenspieler Joshua Bell gehandelt hätte – einen der größten Musiker der Welt. Er spielte eines der schwierigsten Stücke, die je geschrieben wurden und das auf einer Violine im Wert von 3,5 Millionen Dollar. Zwei Tage zuvor spielte er in Boston das gleiche Stück zu einem Durchschnittspreis von 100 Dollar pro Sitzplatz!

Das ganze war ein soziales Experiment über Wahrnehmung, Geschmack und Prioritäten und wurde von der Washington Post in Auftrag gegeben. Es ging um die Frage: Können wir Schönheit in einem alltäglichen Umfeld, zu einem unangemessenen Zeitpunkt wahrnehmen? Wenn dem so ist, nehmen wir uns die Zeit sie wertzuschätzen? Erkennen wir Talent in einem unerwarteten Kontext?

 

Wann verdient ein Baum es als Naturdenkmal bezeichnet zu werden?

Das Experiment warf also die Frage auf, ob Menschen von sich aus ein Musikgenie erkennen würden oder nicht. Ob sie eine meisterhaft vertonte Bachsonate von laienhaften Klängen zu unterscheiden vermögen. Der Ausgang des Experiments scheint eher zu bestätigen, dass dies nicht der Fall ist. Und doch muss es vielen Menschen innewohnen. Andernfalls könnte man anstatt Joshua Bell den nächstbesten Musikstudenten in Boston auftreten lassen, da es ja sowieso keiner merkt. Es würde wohl nicht lange gutgehen. Denn, wenn Menschen sich die Zeit dafür nehmen wirklich hinzuhören, hinzufühlen und hinzuschauen, erkennen viele sehr wohl, wo sich ein großartiges Talent offenbart und wissen es wertzuschätzen. Wir Menschen haben die Fähigkeit wahre Schönheit zu erkennen – die meisten zumindest.

Wenn das nun bei Musik so ist, müsste es dann nicht ebenso für die Natur gelten? Wer sagt eigentlich, das die alte Buche im Wald nicht genauso wertvoll ist wie jene mit der Plakette „Naturdenkmal“ ausgezeichnete Linde im Schlosspark Schönbrunn? Wer beschließt, ob eine Landschaft das Prädikat „Naturpark“ verdient oder ob sie als Bauland für Industrie ausgewiesen wird?

Ich frage mich oft, was passieren würde, würden Menschen sich auf die Wälder, die Felder, die Wiesen und Landschaften einlassen, sich Zeit nehmen hinzuhören, hinzuschauen, das Leben dort zu erfühlen. Wären der Wald, das Feld, die Wiese und die Landschaft dann noch immer die gleichen, die sie vorher waren? Oder würde plötzlich eine Schönheit erfahrbar werden, die vorher im Verborgenen lag?

Eine geomantische Begehung mit nachhaltiger Wirkung

Szenenwechsel: Ein Naturseminar steht bevor. Diesmal ein Wahrnehmungstraining, wo es darum geht, natürliche Kraftfelder intuitiv zu erfassen und Vertrauen in die eigene (über-)natürliche Wahrnehmung zu bekommen. Wie bei jedem Naturseminar gehe ich dafür zusammen mit einem Geomanten und Radiästheten die Umgebung ab. Insbesonders bei der Ausbildung, wo es um das Wahrnehmen von Baumenergien, Kraftplätzen, radiästhetischen Landschaftsphänomenen und elementaren Frequenzfeldern geht, ist ein genaues Untersuchen und Beobachten der Lernumgebung vorab von großer Bedeutung, damit wir den Teilnehmern ein breites Wahrnehmungsspektrum anbieten können.

Diesmal sind wir bei einem neuen Seminarort und die Umgebung ist mir noch nicht vertraut. Vor Jahren war ich schon einmal hier. Damals erkannte ich die Besonderheit und Magie des Ortes nicht. In meiner eiligen Suche nach einem geeigneten Platz sah ich vor allem einen schönen Wald mit angrenzender Wildnis. Diesmal wollte ich genauer hinschauen und mich auf den Platz einlassen.

Verborgene Schönheit – Wenn danach nichts mehr so ist wie vorher

Ausmuten natürlicher Frequenzfelder

Gleich zu Beginn landen wir bei dem Faun eines alten Birnbaums, der gleichzeitig an einem ganz besonderen Platz steht. Es ist zugleich der Ankerpunkt eines Erd-Elementarwesens, der „Alten Weisen“, die so etwas wie die Kraft der mütterlichen Liebe für einen bestimmten Landschaftsbereich darstellt. Teilnehmer die sich dort aufhalten, erfahren sehr oft ein Gefühl von Geborgenheit, Schutz und eine Art Herzöffnung. Ein Stück weiter zeigt sich ein sogenannter Erd-Einatmungspunkt und nicht weit davon entfernt der entsprechende Ausatmungspunkt. Während wir uns dort aufhalten wird mir bewusst, dass Mutter Erde ein ein riesengroßer Organismus ist, der genauso wie alle anderen Lebewesen atmet.

Dann geht es ab in die Wildnis, hinunter in einen Graben, wo sich ein ausgetrocknetes Flussbett befindet. Plötzlich offenbart sich linkerhand ein Waldstück von wahrlich mystischem Charakter. Eine Zone, die auf die übersinnliche Ebene wirkt und es sehr leicht ermöglicht, in die Anderswelt einzutauchen. Die Tollkirsche am Wegesrand weist als eine Art Wächterin darauf hin, dass man hier eher Vorsicht walten lassen sollte…

Unten am Flussbett angelangt, erfahren wir eine herzberührenden Begegnung mit einem hochentwickelten Naturwesen des Elementes Wasser, einer Auen-Nymphe. Auch die radiästhetische Ebene zeigt sich hier in Form einer starken, geologischen Störung vor einer beeindruckenden Felswand. Ein guter Platz um sich die eigenen Schatten anzuschauen und sich so mancher, alter Energien zu entledigen. Etwas weiter dem Fluss entlang entdecken wir einen sehr starken Portalplatz, ein Zugang in die Unterwelt. Die Schamanen pflegten über solcherart Plätze zur Erdmutter, bei uns auch bekannt als Frau Holle, zu reisen. Ich stelle mich darauf – sofort werde ich müde, mein Körper wird schwer und es fühlt sich an, als ob ich in die Erde hinein sinke. Eins wird mir schnell klar: Ein Platz, der tiefe Innenschau ermöglicht und auffordert sich mit dem Thema Tod auseinander zu setzen.

Geomantische Wanderung, Graz

Am Weg zurück nach oben gehen wir an wunderschönen Hainbuchen vorbei, zwischen denen Luft-Elementare ihren Tanz vollführen und uns einladen, das Herz ein Stück weit mittanzen zu lassen. Luft-Elementare vermitteln uns Menschen in der Regel Leichtigkeit und Lebensfreude. Einer der Höhepunkte findet sich auf einer großen Wiese: ein sogenannter Aquastat – ein radiästhetisches Landschaftsphänomen, das so etwas wie eine stehende Wassersäule verkörpert, und stark auf die emotionale Ebene einwirkt. Eine Frequenz, die richtig genutzt, die Selbstheilungskräfte enorm steigern kann.

Ich könnte hier jetzt noch von all den sogenannten Königsbäumen erzählen, die uns auf dieser Wanderung begegnet sind. Der mächtigen Königslärche oder der dicken Königsfichte die als Hauptmeridianpunkte den Energiefluss des Waldes in Schwung und ihn damit gesund halten. Auch könnte ich von dem Elfentanzplatz“ im Wald schreiben, der die Herzen berührt bis hin zu all den Feuer-Transformationspunkten welche die Kraft der Wandlung verkörpern – des Sterbens und des wieder Auferstehens.

Spätestens als wir den „Hauptwohnsitz“ des PAN finden, beginne ich mich wie ein kleines Kind zu freuen, das gerade all die wilden Tiere des Waldes für sich entdeckt hat. PAN, der „Boss“ unter den Naturwesen des Elements Erde. Als die männliche Sexualkraft in der Natur ist er für Wachstum und Potenz, Befruchtung und Belebung in der Natur zuständig. Einst weilte diese Kraft derart präsent unter uns, dass PAN bei den alten Griechen sogar als Natur-Gottheit verehrt wurde. Heute ist er so weit aus dem Bewusstsein verschwunden, dass man sehr genau wahrnehmen muss, um sein Wesen noch zu erkennen. Aber er ist da und sorgt wie all die anderen Elementarwesen, Kraft- und Energiesysteme, Baum- und Pflanzendevas dafür, dass der „Körper“ von Mutter Erde gesund und kraftvoll bleibt.

„Naturtempel“ – ausgehöhlter Stamm einer mehrere hundert Jahre alten Edelkastanie, Liebig, Burgenland (Ö)

Die emotionale Dimension der Landschaft

Marco Pogacnik, wohl der bekannteste Geomant im deutschsprachigen Raum, bezeichnet diese allumfassende Gemeinschaft der Natur- und Elementarwesen als die emotionale Dimension der Landschaft. Das, was uns Menschen eigentlich so sehr berührt, wenn wir in den Wald gehen, uns über die Blumen in der Wiese freuen oder von einem alten Baum angezogen werden.

Tatsächlich ist das alles nur ein sehr kleiner Ausschnitt, den ich hier zu beschreiben vermag und dennoch von Seminarort zu Seminarort immer wieder aufs Neue erlebe: Was zuvor „nur“ eine schöne Landschaft war, eine wilde Umgebung, in der es sich gut arbeiten lässt um unsere Teilnehmer mit den Kräften der Natur in Verbindung zu bringen, entpuppt sich nachher als ein ein magischer Ort, der vor Schönheit und Lebendigkeit nur so sprüht. Nach so einer geomantischen Wanderung bekommt alles noch einmal eine größere, weitere, tiefere Dimension, die zum Schluss nur mehr ein ehrfürchtiges Staunen übrig lässt.

Entwicklung und Wachstum durch bewussten Naturkontakt

Natur-Wahrnehmungstraining

Und wie geht es den Teilnehmern, nachdem sie mit einem Bruchteil von dem in Verbindungen gegangen sind, was wir vorab als lebendiges Phänomen und wesenhafte Kraft inder Landschaft ausfindig machen konnten (und das wiederum nur ein Bruchteil dessen ist, was wirklich da ist)? Sie alle sind verändert. Wann immer sich Menschen für eine zeitlang auf dieses Kräftegefüge Natur ganz bewusst einlassen, geschieht unweigerlich Transformation. Sie beginnen sich mit den Faunen der Bäume zu verbinden, kommunizieren mit der Alten Weisen des Ortes oder laden sich mit der kosmischer Kraft am Erd-Einatmungspunktes auf.

Plötzlich wird etwas völlig real, was vorher noch ins Reich der Esoterik geschoben wurde – die zutiefst heilsame Kommunikation mit der unsichtbaren Dimension der Natur. Es entsteht wieder ein Bewusstsein darüber, dass wir ununterbrochen und ständig von sogenannten Naturdenkmälern, Naturtempelbezirken, Energieladestellen, wesenhaft wirkenden Frequenzfeldern und geomantischen Landschaftsphänomenen umgeben sind und auf höchst heilsame wie manchmal auch herausfordernde Art und Weise durchdrungen werden.

Ohne Bäume keine Menschen – Zeit für ein neues Bewusstsein

500jährige Edelkastanie, Burgenland (Ö)

Ich frage mich oft, was geschieht, wenn wir plötzlich das Wunder Natur, die Erde wahrnehmen könnten, als das, was sie tatsächlich ist und was sie für uns bedeutet. Was geschieht, wenn wir von all diesen „Superstars“ und im wahrsten Sinne des Wortes „Natur-Talenten“, die unser Überleben garantieren plötzlich beginnen Notiz zu nehmen?

Wieviel mehr an Wertschätzung, Achtung, Respekt und Verständnis für die wechselseitige Verbundenheit wäre plötzlich da, wenn die alte, dicke Lärche, da nicht nur ein zukünftiger Holzlieferant ist, sondern als ein Hauptversorgungspunkt für das Energiesystem des Waldes erkannt wird. Was, wenn der bewachsene Felsen dort in der Landschaft nicht nur ein wirtschaftlich nutzloser Bereich ist, sondern ein Naturtempelbezirk, der durch seine auf allen Ebenen durchdringenden Schönheit und Lebendigkeit Herzen öffnen und seelische Verletzungen zu heilen vermag?

Wieviele Naturräume werden nicht für das geschätzt, was sie eigentlich sind – ein Lebensraum für unzählige sichtbare wie unsichtbare Lebewesen, die in einem hochkomplexen Zusammenspiel ein unsagbar empfindliches Ökosystem am Leben erhalten und damit das bewahren, was wir Menschen als Basis für unser blankes Überleben brauchen – trinkbares Wasser, saubere Luft, fruchtbare Böden, ein lebensfreundliches Klima, schutz- und nahrungsspendende Lebensräume. Kurzum, alles, was wir tagein und tagaus als völlig selbstverständlich betrachten.

Brauchen wir wirklich immer vorher eine Auszeichnung, eine Markierung, ein Schild wo oben steht: „Dieser Baum ist ein wertvolles Naturdenkmal, bitte schützen Sie ihn!“ Oder: „Dieser Wald dient Ihrer Regeneration und Heilung, er gilt als ein wissenschaftlich bestätigter Naturtempelbezirk.“ Müssen die meisten Menschen immer erst darauf warten, dass irgendein Biologe oder Naturwissenschaftler irgendetwas erforscht, bestätigt oder kommentiert, bevor wir selbst Initiative ergreifen und unsere Umwelt als wertvoll begreifen?

Naturlandschaft in Neuseeland, Südinsel

Kannst du ein wahres „Natur-Talent“ erkennen?

Die Geschichte mit der Violine erzählt von einem Experiment, das die Washington Post in Auftrag gegeben hatte mit dem Fazit, dass ein Superstar in der Öffentlichkeit auftreten kann, ohne, dass jemand davon Notiz nimmt. Die spannende Frage ist: Hättest du angehalten und dem Geigenspieler gelauscht? Hättest du erkannt, dass hier gerade etwas außergewöhnlich Schönes geschieht? Wenn wir nicht einen Moment Zeit haben anzuhalten um den Vogelstimmen des Waldes zu lauschen, die innewohnende Kraft eines Baumes zu fühlen, uns an der Lebendigkeit eines plätschernden Baches zu erfreuen…Wieviele Gelegenheiten der Freude, der Stille, des Einsseins, der Liebe, all das, nach was wir eigentlich ein Leben lang suchen, verpassen wir, während wir durch das Leben hasten?

Vielleicht gehörst du ja zu dieser Art Mensch, der die Wertigkeit eines Baumes, die lebensspendende Kraft eines klaren Gebirgsflusses und die weichen Formen einer Landschaft zutiefst schätzen kann. Solche Menschen suchen wir, solche Menschen bilden wir aus, damit sie diese Liebe und Wertschätzung auch anderen Menschen vermitteln mögen und damit ein neues Bewusstsein schaffen. Denn letztendlich wird unser Überleben davon abhängen, ob wir dazu fähig sind die Natur wieder als das zu erkennen, das sie für uns ist – eine Mutter, die uns trägt, schützt, nährt und liebt – bedingungslos.

Ich freue mich auf dein Kommentar!

Herzlichst,

Alfred Zenz Jun. – Der Seelengärtner

Die naturwissenschaftlichen Aspekte bezüglich der Bedeutung von Natur für ein funktionierendes Ökosystem am Beispiel Wald habe ich im Artikel beschrieben: „Ohne Bäume keine Menschen Teil 1 – Warum Wälder existenziell für das Überleben von uns Menschen sind.“

P.S.

Intuitives Wahrnehmen natürlicher Kraftfelder – Lehrgang für Kommunikation mit Natur- und Pflanzenenergien

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Quellen – Youtube-Beiträge zur Story findest du unter:

  • An einer U-Bahn Haltestelle in Washington D.C. (Story von Damian Richter, www.Damian-Richter.com): https://www.youtube.com/watch?v=hnOPu0_YWhw&t=70s
  • Joshua Bell’s ‚Stop and Hear the Music‘ metro experiment | The Washington Post: https://www.youtube.com/watch?v=hnOPu0_YWhw&t=2s
  • Violonist Joshua Bell turns a train station in a concert hall: https://www.youtube.com/watch?v=BJhZ0J3bIYc&t=105s

„Das Hereinholen einer Tanne bedeutete ursprünglich das Hereinholen und Verehren des Waldschutzdämons.“ (Christian Rätsch)

Im letzten Artikel habe ich dir einen Einblick in das Baumwesen von Eibe und Rotkiefer gegeben: Nadelbäume als Verbündete Teil 1 – Wie dich Eibe, Rotkiefer & Tanne in der stillsten Zeit des Jahres unterstützen in deine Kraft und Mitte zu finden. In diesem Artikel möchte ich dir den sicherlich bedeutendsten, immergrünen Baum unserer Breiten vorstellen, der in unserer Kultur zum Sinnbild für Weihnachten wurde – Die Tanne.

Welcher geheimnisvolle Zauber von der Tanne ausgeht, warum sie als ein Symbol für den Lebensbaum ist und wie sie dich wie kein anderer Baum zu dieser Zeit sanft, behutsam und doch so zielgerichtet durch die Weihnachtsfeiertage, wie auch die Raunächte zu begleiten vermag – das erfährst du in diesem Artikel.

Medizinwanderung mit Baum-Begegnung

Kärnter Schneelandschaft

Es war an einem herrlichen Wintertag im Dezember. Ich war auf einer Medizinwanderung durch die verschneite, kärntnerische Almlandschaft zusammen mit meinem Freund Oliver. Wie es sich für eine Medizinwanderung gehört, hatte jeder von uns ein Thema mitgenommen, dem wir unsere Aufmerksamkeit schenken wollten. Oliver plagte zu dieser Zeit eine gewisse Herzverschlossenheit und das damit einhergehende Gefühl von Trennung. Die Sonne erreichte gerade ihren Zenit, als etwas ganz Wundersames geschah. Wir waren gerade dabei durch einen wunderschönen, verschneiten Bergwald zu gehen, als sich vor uns eine Lichtung auftat. Beide spürten wir instinktiv, dass da vorne am Ende des Waldes irgendetwas auf uns wartete. Wir kamen der Lichtung näher und plötzlich offenbarte sich auf der rechten Seite eine gewaltige, uralte Tanne. In stiller Erhabenheit stand sie da vor uns. Ihr grün-weißes Kleid glitzerte geheimnisvoll im Licht der Sonne.

Vielleicht waren wir durch die Medizinwanderung bereits in einer Art Trance, die uns diesen Baum so wahrnehmen ließ. In jedem Fall hatte er Kraft und Schönheit und eine Ausstrahlung, die uns beide wie magisch anzog. Oliver stapfte eifrig durch den tiefen Schnee schnurstracks Richtung Baum und trat direkt unter die Krone dieses mächtigen Baumwesens. Man muss an dieser Stelle erwähnen, dass Oliver zwar naturverbunden war, jedoch mit jeder Art von Natur- oder Pflanzenengeistern nicht wirklich was am Hut hatte. Dennoch musste ihn der Baum so stark fasziniert haben, dass er sogleich den mächtigen Stamm der Tanne umarmte. Oliver umarmte einen Baum. Das war schon ein sonderbarer Anblick für mich. Er lehnte sich dann mit dem Rücken an den Stamm und schien dort für eine gefühlte Ewigkeit mit der Baumriesin zu verschmelzen. Ich stand nur da, beobachtete und ließ die kraftvolle Energie der Tanne von dieser Entfernung aus auf mich wirken.

Weißtanne (Abies alba)

Nach einer Weile kam Oliver zurück ohne ein Wort zu sagen. Wir gingen wohl eine ganze Stunde lang schweigend durch die ebenso schweigende Schneelandschaft nebeneinander her, bis sich Oliver irgendwann zu mir drehte. Mit einem friedlichen Lächeln im Gesicht sagte er zu mir: „Alfred, das war gerade so eine berührende Begegnung für mich. Ich hatte das Gefühl als ob mich da etwas umarmt, …habe mich so geliebt gefühlt und mein Herz ist jetzt ganz offen….“

Oliver erlebte durch die Kraft dieser Tanne eine Art Herzheilung, eine Berührung, die tief bis in die Seelenebene hinein reichte. Selbst Jahre nach dieser Wanderung, erinnert er sich noch immer an diese außergewöhnliche Begegnung, die ihm sofort ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Er durfte für sich erfahren, dass Bäume in schwierigen Lebensphasen Kraftspender, Verbündete und sogar Heiler sein können – solange man nur bereit ist, sich auf ihr mystisch-magisches Wesen einzulassen.

Welche Kräfte dir die Tanne vermitteln kann

Die Tanne – Die Mutter unter den Nadelbäumen

Weißtann (Abies alba)

Als Sinnbild für Weihnachten ist die Tanne aus unserem Leben heutzutage nicht mehr wegzudenken. Ihr Duft wirkt für die meisten Menschen beruhigend und versetzt sie in wohlig-warme Kindheitserinnerungen zurück. Ein Kraftbaum war sie aber, lange bevor sie für uns zum berühmten Weihnachtsbaum wurde. Für unsere alteuropäischen Vorfahren symbolisierte die immergrüne Tanne die weiblich-schützende und erneuernde Kraft eines Lebensbaums. Lebens- oder Weltenbäume standen in der germanischen Mythologie für den Ursprung aller Schöpfung. In diesem Sinne war auch die Tanne ein Baum, der an die Heiligkeit des Lebens und allen Seins erinnerte. Der Brauch, zur Wintersonnenwende die Stube mit einer Tanne zu schmücken, stammt noch aus heidnischer Zeit. Im christlichen Europa verschwand er aufgrund der Unterdrückung des Heidentums jedoch weitestgehend, bis er schließlich im 18. Jahrhundert wieder aufzuleben begann.

Im Gespräch mit dem Geist der Tanne, offenbarte sie mir folgendes:

„Mein Geist ist sanft und weich und doch so klar gerichtet, so zeig ich dir mein dunkles Reich, das Vertrauen sät und Zweifel lichtet. Denn ich trage eine Liebe tief in mir verborgen, sich zeigend als ein warmes Feuer, das dich wärmt und lindert alle Sorgen. Um in tiefer Innenschau und Stille zu erkunden, was dir hilft den Schmerz zu lindern und gesunden. So streb ich hoch empor und ziele weit, und bringe Botschaft dir im Schutze von Geborgenheit. So wie ein Kind im Schosse seiner Mutter Zuflucht sucht, bin ich der Baum der dir nur Gutes tut.“

Was die Tanne für dein Seelenheil tun kann

Baumporträt der Tanne – Künstlerin Jasmine Wagner

Die Tanne wirkt harmonisierend und beruhigend auf den Geist. Ihr zutiefst mütterliches, sanftes Wesen nährt deine „Herzintelligenz“, fördert dein Einfühlungsvermögen und lehrt dich die Fähigkeit zur weisen Innenschau. In ihrer herzöffnenden Eigenschaft erfährst du durch sie Schutz und Geborgenheit und gewinnst neues Vertrauen ins Leben. Besonders in Momenten von Angst und quälendem Zweifel legt sich ihre besänftigende Energie wie Balsam auf die verletzte Seele – ähnlich wie die liebevolle Stimme einer Mutter, die ihrem Kind tröstend über den Kopf streicht und leise »Ich hab dich lieb, alles ist gut.« flüstert. In alledem nährt sie dein Urvertrauen, gibt Halt und Stabilität und schenkt Trost in herausfordernden Zeiten. Zudem steht die Tanne wie kaum ein anderer Baum für Aufrichtigkeit und Treue zu dir selbst, die mit einer gesunden Zielstrebigkeit einhergehen. Mit sanfter aber bestimmter Hand fordert sie dich auf, deinen Träumen und Idealen zu folgen, deine Wahrheit zu leben und niemals aufzugeben.

Mehr über das feinstoffliche Wesen der Tanne, kannst du in diesem Artikel nachlesen: Die Tanne – Die Mutter unter den Nadelbäumen

Die (Nadel)Baumverbündeten der Weihnachtszeit

Vielleicht erlebst du ja den Weihnachtsbaum in deiner Wohnstube diesmal auf eine Art und Weise, die dein Herz sanfter berührt als sonst. Vielleicht verhilft dir das Wesen der Tanne auch zu tiefer Innenschau und bringt dich mit dem ursprünglichen Zauber dieser heiligen Tage in Verbindung. Vielleicht landest du bei einem winterlichen Waldspaziergang jetzt auch ganz plötzlich bei einer Eibe oder findest dich am Stamm einer Rotkiefer gelehnt. Wenn das geschieht, mag es leicht sein, dass du neue (Nadel)Baumverbündete für dich gefunden hast, die dich in der stillsten Zeit des Jahres dabei unterstützen ganz zu dir und in deine Kraft und Mitte zu finden.

Ich wünsche dir besinnliche Weihnachtsfeiertage, transformative Raunächte und einen bewussten Übergang in ein kraftvolles, neues Jahr 2023!

Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Mit herzlichen Grüßen!

Alfred Zenz Jun. – Der Seelengärtner

 

 


Buch-Vater-Eiche-Mutter-LindeMehr über die Kraft der Bäume kannst du in meinem Buch „Vater Eiche, Mutter Linde – Bäume als Seelenbegleiter, Kraftspender und Verbündete“ nachlesen. Liebevoll gestaltete Baumporträts von insgesamt 18 bedeutenden, heimischen Bäumen zeigen, was Birke, Buche & Co auf seelischer wie körperlicher Ebene für dich tun können, und helfen, in jeder Lebenslage den richtigen Baum als Kraftspender und Seelenbegleiter für dich zu finden.

 

 

P.S

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„In den Augen der Menschheit hielten immergrüne Bäume schon immer eine besondere Stellung als Verkörperungen der ewig währenden Kräfte des Lebens und der Versprechung der Rückkehr des Lichts und des Frühlings.“ (Fred Hageneder)

Die Zeit vor Weihnachten ist eine Zeit der inneren Einkehr. Die Natur hat sich zur Ruhe gelegt und befindet sich im Winterschlaf. Alles strebt nach Stillstand. Es ist eine Jahreszeit, die naturgemäß einem erholsamen Tiefschlaf gleicht, der es ermöglicht zu entspannen und zu regenerieren um im Frühjahr mit neuer Kraft ins Jahr zu starten (so sollte es naturgemäß zumindest sein). Gerade in so einer Zeit ist es wichtig dich zu fragen, wie du diese besonderen Tage verbringen möchtest. Immerhin laden die nahenden Raunächte dazu ein dich zu besinnen, aufzuräumen, klar zu werden, Altes loszulassen um Raum für Neues zu schaffen. Eine Kraft aus der Pflanzenwelt, die dich hierin unterstützen kann, wacht in stiller Präsenz im Wald. Die Rede ist von unseren immergrünen Nadelbäumen. Es sind mitunter Fichte, Tanne, Kiefer und Eibe, die unseren Wäldern auch im Winter das lebendige Grün verleihen.

In diesem Artikel möchte ich dir gerne die ersten zwei Bäume vorstellen, die für die Wintersonnenwende und damit für Weihnachten seit jeher eine große Rolle spielten. Was es mit der Kraft von Eibe und Rotkiefer auf sich hat und wie sie dich durch die stillste Zeit des Jahres begleiten können – das erfährst du in diesem Artikel.

(Immer)Grün ist die Hoffnung – (Nadel)Bäume als Verbündete

Für unsere Vorfahren waren immergrüne Pflanzen ein Symbol für die ewig währenden Kräfte des Lebens, weshalb die Stuben zur Wintersonnenwende unter anderem auch mit den Zweigen von Tanne, Stechpalme, Mistel und Efeu geschmückt wurden. Über sie wurde das „Lebensgrün“ in das neue Jahr hinein getragen. Sie galten als die Bewahrer der Vegetationskräfte und des Lichts. Die Menschen holten sich Schutz und Gesundheit ins Haus und nährten damit die Hoffnung auf die Wiederkehr des Frühlings. Daher stammt übrigens auch der Spruch: „Grün ist die Hoffnung.“

Ich persönlich bin davon überzeugt, dass solcherart Brauchtum, das hunderte von Jahren alt ist, einer tieferen Schau wie ganzheitlichen Wahrnehmung von Naturkräften entstammt. Ein Tannenzweig im Haus oder eine Mistel über der Tür waren weit mehr als nur Symbole, die eine schöne Geschichte erzählten. Durch die Pflanzen wirkten Kräfte, die sie den Hausbewohnern übertragen konnten. Sie waren Kraftspender und Verbündete, die für Schutz und Gesundheit sorgten. Ein Zugang, der bei so gut wie allen Naturvölkern dieser Erde heute noch ganz selbstverständlich ist. Und ein Wissen das heute in neuer Form wieder ins Bewusstsein kommt.

Welche Kräfte dir Eibe & Rotkiefer vermitteln können

Die Eibe – Der Baum der Unsterblichkeit

Europäische Eibe (Taxus baccata)

Die Eibe ist in vielerlei Hinsicht ein ganz besonderer Baum. Sie ist nicht nur die schattenverträglichste Baumart Europas sondern auch der einzig giftige Nadelbaum in unseren Breiten. Vor allem aber besitzt sie die Fähigkeit sich mittels sogenannter „Innenwurzeln“ immer wieder zu verjüngen und damit regelrecht Unsterblichkeit zu erlangen. Die Kelten und Germanen weihten die Eibe der Totengöttin in ihrem dunkelsten Aspekt. So steht die Eibe als Baum im keltischen Jahreskreis für den „Tod“, den Untergang der Sonne und markiert somit symbolisch vor allem die Wintersonnenwende am 21. Dezember. Und so wie zur Wintersonnenwende in der längsten Nacht des Jahres das Licht wiedergeboren wird, führt auch die Eibe als Hüterin der Schwelle in die tiefste Dunkelheit aus der gleichzeitig das neue Leben entspringt. In diesem Sinne war sie ein „Lebensbaum“, der den ewigen Kreislauf von Tod und Wiedergeburt versinnbildlichte und genau aus diesem Grunde traditionell auf Grabhügeln, also Friedhöfen, gepflanzt wurde.

Im Gespräch mit dem Geist der Eibe, offenbarte sie mir folgendes:

„Ich bin die Hüterin der Schwelle, die Gebieterin über den Ozean und über jede einzelne Welle. Bin die stille Mitte, wo sich nichts bewegt, die große Einheit, welche alles Leben in sich trägt. Ich befehle niemandem das eigne Sein, was ich dir gebe, ist die Macht des Sterbens ganz allein. So sei behutsam, achtsam, weise, geh mit sanften Schritten leise, um zu betreten, das was heilig ist, und zu erbeten das, was dir gewiss.“

Was die Eibe für dein Seelenheil tun kann

Ca. 1000jähriges Exemplar einer Eibe im Paterzeller Eibenwald

Nicht nur als biologisches Wesen fällt die Eibe aus dem Rahmen, auch in ihrem feinstofflichen Wirken als Baum ist sie ein Paradox. Sie ist die Dunkelheit, die sternenklar sehen lässt, die tiefe Erdkraft, die in kosmische Höhen erhebt, der Mittelpunkt des Universums, der sich in jedem einzelnen Sandkorn befindet. Unter einer Eibe wirst du, sofern du ihre Dunkelheit nicht scheust, wunderbar meditieren können. Jenseits des Verstehens und Denkens führt sie dich an den Ort der Stille, hin zu dir selbst. Plötzlich entsteht ein Raum für größeres Verstehen, tiefgreifende Einsichten und du bekommst Zugang zu dem, was du als deine natureigene, dir innewohnende Wahrheit bezeichnest. Sie kann dir dabei helfen Gelassenheit, Ruhe und inneren Frieden zu erfahren sowie weise und im Einklang mit dem Moment zu handeln. Als Baum der Unsterblichkeit steht die Eibe für den Kreislauf von Tod und Wiedergeburt. Sie lässt dich in tiefste Dunkelheit eintauchen, und all das annehmen, was da ist, um es schließlich loszulassen und in neuer Kraft wieder aufzuerstehen. Alle Aspekte, die sie dir hierbei vermittelt, wirken beruhigend, angstlösend, kräftigend und schenken dir Zuversicht.

Mehr über das außergewöhnliche Wesen der Eibe, kannst du in folgenden Artikeln nachlesen: Die Eibe Teil 1 – Wie ihr Wesen dich auf seelischer Ebene begleiten und unterstützen kann und Die Eibe Teil 2 – Warum sie als Baum für das ewige Leben steht

Die Rot-Kiefer – Der befreiende Atem des Waldes

Rotkiefer (Pinus sylvestris)

Im Wald sind vor allem ältere Rot-Kiefern leicht anhand ihrer zweifarbigen Stämme zu erkennen. Während ihre Borke im unteren Stammbereiche graubraun gefärbt und grobrissig ist, wechselt sie zur Krone hin in ein leuchtendes Rotorange und ist deutlich feinschuppiger. Daher auch ihr Name Rot-Kiefer oder Feuerbaum. Für die alten Kulturen Nordeuropas war die Rot-Kiefer durch und durch ein Lichtbaum. Aus ihrem harzreichen Holz wurden besonders hell und lang brennende Kiefernfackeln gefertigt mit denen während der dunklen Jahreshälfte die Stuben beleuchtet wurden. In den schottischen Highlands galt sie als Baum der Krieger und fand sich gerne als Symbol auf den Abzeichen der verschiedenen Clans. Von den Wikingern weiß man, dass ihr Holz gerne für den Bau ausgeklügelter Schiffe verwendet wurde, dank derer die gefürchteten „Nordmänner“ weltberühmt wurden.

Im Gespräch mit dem Geist der Rot-Kiefer, offenbarte sie mir folgendes:

„Wie bewegte Luft, die durch die Kronen strömt, wirst du mit frischer Atemluft von mir verwöhnt. Ich bin der klare Wind, der durch dich weht, dich aufweckt, schüttelt und erregt. Lösend und erweiternd ist mein Geist, belebend meine Kraft, die deine innere Stärke speist. Mit mir magst du in Klarheit schauen, was hilft, in dir zu ruhen und dem Leben zu vertrauen. Um dich stetig zu verwandeln, damit du kannst aus freien Stücken leben wie auch handeln.“

Was die Rot-Kiefer für dein Seelenheil tun kann

Rotkiefer (Pinus sylvestris)

Die Rot-Kiefer als Baumverbündete wirkt vor allem reinigend, befreiend, kräftigend und belebend. Ihr luftiges Wesen macht wach, vitalisiert, regt an, Neues zu erforschen und das Leben in all seiner Vielfalt zu erfahren. Als ein Lichtbaum vermittelt sie dir hier zusätzlich die helle und lebensbejahende Kraft der Sonne, die in Form von Leichtigkeit, Gelassenheit und Lebenslust in dir Einzug hält. Alles in allem wirkt sie wie ein Tonikum, das neue Kraft, Lebensmut und Antrieb verleiht. Damit einher gehen lösende und transformierende Eigenschaften, die dich dabei unterstützen Erhärtetes oder Festgefahrenes aufzubrechen und wieder in den natürlichen Fluss zu bringen. Es ist insgesamt eine spielerische, ausgelassene und ungestüme Seite, die die Rot-Kiefer in dir zu aktivieren vermag, gepaart mit ungeheurer Zähigkeit und enormer Widerstandskraft. Mit ihr als Verbündete wirst du aufgefordert, vorwärts zu gehen, das Alte hinter dir zu lassen und dich neuen Herausforderungen im Leben zu stellen.

Wie du am besten mit dem Geist dieser Nadelbäume in Kontakt kommst

Die den einzelnen Bäumen zugesprochene, feinstoffliche Wirkung entspringt zwar meiner eigenen, jahrzehntelangen Beobachtung und Meditation mit dem Wesen der Bäume, aus meinen Natur-Wahrnehmungstrainings weiß ich jedoch, dass ihre archetypische Grundqualität für jeden fühlenden Menschen mit einem offenen Geist ebenso unmittelbar und direkt erfahrbar ist.

Um in Kontakt mit deinem Baumverbündeten für diese besondere Zeit zu kommen, musst du auch rein gar nichts wissen – du trägst alles in dir, das längst „weiß“. Alles wirkt, tut und interagiert mit dem Teil deiner Natur, den wir gemeinhin als Instinkt oder Intuition bezeichnen. Das wichtigste, was du dafür zu tun hast, ist die Bereitschaft dich auf dieses  „Kraftfeld Baum“ einzulassen, deinen Geist für das Nichtwissen zu öffnen und bereitwillig ins Fühlen zu gehen. Etwas, was gerade zu dieser Jahreszeit leichter ist als sonst, weil sie zu einer gewissen Kontemplation einlädt und in sich bereits eine zauberhafte Magie trägt, die solcherart Kontakt fördert.

Im nächsten Artikel, gebe ich dir einen Einblick in das sanftmütige Baumwesen der Tanne. Welche Kräfte von der Tanne ausgehen, warum sie als Symbol für den Lebensbaum gilt und wie sie dich wie kaum ein anderer Baum sanft, behutsam und doch so zielgerichtet durch die Feiertage und die Raunächte führt, das verrate ich dir im zweiten Teil des Artikels, der rechtzeitig vor Weihnachten erscheint: Nadelbäume als Verbündete Teil 2 – Wie das mütterliche Wesen der Tanne dich behutsam durch die Feiertage begleitet

Ich wünsche dir eine gesegnete Adventzeit und gute Begegnungen mit den immergrünen Wächtern unserer Wälder!

Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Mit herzlichen Grüßen!

Alfred Zenz Jun. – Der Seelengärtner


Buch-Vater-Eiche-Mutter-LindeMehr über die Kraft der Bäume kannst du in meinem Buch „Vater Eiche, Mutter Linde – Bäume als Seelenbegleiter, Kraftspender und Verbündete“ nachlesen. Liebevoll gestaltete Baumporträts von insgesamt 18 bedeutenden, heimischen Bäumen zeigen, was Birke, Buche & Co auf seelischer wie körperlicher Ebene für dich tun können, und helfen, in jeder Lebenslage den richtigen Baum als Kraftspender und Seelenbegleiter für dich zu finden.

 

 

P.S

Intuitives Wahrnehmen natürlicher Kraftfelder – Lehrgang für Kommunikation mit Natur- und Pflanzenenergien

Du möchtest…

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…dann hilft dir dieser Lehrgang dabei in einen lebendigen Austausch mit der unsichtbaren Dimension der Natur zu kommen. HIER erfährst du mehr.

„Bevor du neue Wege gehst, gehe einen Schritt zurück. Zu dir selbst.“ (Dana Haralambie)

Jetzt im Herbst, wo die Tage immer kürzer zu werden und die Natur langsam beginnt sich zurückzuziehen, ist auch für uns Menschen eine hervorragende Zeit um nach innen zu schauen um Botschaft, Erkenntnis und Heilung mit und durch die Natur zu erfahren. Und eine der besten, einfachsten und unmittelbarsten Möglichkeiten dafür ist die sogenannte Medizinwanderung oder der „medicine walk“.

Die Medizinwanderung ist etwas, was seit Urzeiten bei Naturvölkern praktiziert wurde. Es ist ein bewusstes Hinausgehen in die beseelte Natur, um mit ihr in Kontakt zu treten und wertvolle Botschaften und Einsichten zu erhalten. Sie ist dabei häufig Teil einer Initiation wie zum Beispiel der Visionssuche, wo sie als Vorbereitung für die entbehrungsreiche Zeit dient. Bekanntgeworden ist es in unserem Raum vor allem durch die nordamerikanischen Ureinwohner, den Indianern.

Die Natur als Spiegel der Seele – In der Natur sich selbst erkennen

Die Medizinwanderung beschreibt nichts anderes, als dass du in einen leicht veränderten Bewusstseinszustand eintrittst, der es dir erlaubt, die Natur als Spiegel deines eigenen Selbst zu betrachten. Das heißt, du trittst aus deinem Alltagsbewusstsein heraus und verlässt deine gewohnte Art, die Umgebung wahrzunehmen. Für einen bestimmten Zeitraum, der sogenannten Liminal- oder Schwellenzeit, wandelst du durch die mystisch-magischen Ebenen deines eigenen Unterbewusstseins. Du begibst dich sozusagen bewusst auf eine Reise in dein Innerstes, das sich für die Dauer der Medizinwanderung als das Außen offenbart. Oder in anderen Worten: Du erwachst für eine zeitlang aus dem Traum oder besser gesagt zum Traum und erkennst alles, was dir begegnet als einen Anteil von dir selbst.

Wenn alles EINS ist – Die Philosophie des Advaita

(c) „Itschi & Richi Design“ 2022

Solange du bewusst in die Anderswelt eintrittst, kommuniziert einfach alles mit dir, weil du selbst alles bist. Eine Sicht, die aus dem Advaita stammt, der östlichen Lehre der Non-Dualität, wo das Ich-Gefühl als eine Illusion gilt. Die Philosophie des Advaita wurde im Westen durch die indischen Meister Ramana Maharshi und Papaji bekannt. Das Wort „Advaita“ selbst stammt aus dem Sanskrit und bedeutet übersetzt so viel wie „Nicht-Zweiheit“. Für die Anhänger des Advaita, die sogenannten erwachten oder erleuchteten Menschen, existiert letztendlich nur EIN unendliches Bewusstsein. Sri Nisargadatta Maharaj, einer der bedeutendsten, spirituellen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts und von vielen Indern und Besuchern aus der westlichen Welt als erleuchteter und spiritueller Meister verehrt, beschreibt es so: „Das äußere Selbst ist nur eine Projektion des inneren Selbst, das wiederum ein Ausdruck des Absoluten ist, das alles und nichts ist… Alle Geschehnisse im Äußeren sind eine Antwort auf die Geschehnisse im Inneren.“ Oder wie es Eckhart Tolle formuliert: „Letztendlich begegnest du dir immer nur selbst.“

So oder so musst du nicht erleuchtet sein um eine Medizinwanderung durchführen zu können. Diese Sicht soll es dir nur leichter machen, die Natur im Außen als den Spiegel deines innersten Wesens anzunehmen. In jedem Fall, und um das geht es in der Medizinwanderung, erhältst du für dich die fehlenden Puzzleteilchen, die dir helfen wieder einen Schritt weiterzukommen, klarer zu werden oder deine innere Ordnung wieder herstellen. Du beziehst sozusagen Heilung aus der Natur. Das Wort „Heilung“ bedeutet übrigens übersetzt so viel wie „wieder ganz werden“. In diesem Sinne erhältst du (d)eine Medizin und wirst dadurch ein Stück weit „ganzer“.

Der Ablauf der Medizinwanderung

Die Medizinwanderung kann dir in vielfältiger Weise dienlich sein. Zum Beispiel als Absichtsklärung für eine bevorstehende Aufgabe, um Antworten auf eine herausfordernde Lebenssituation zu bekommen oder als Unterstützung, wenn es darum geht eine wichtige Entscheidungen zu treffen. Natürlich kannst du deinen medicine walk auch einfach nur machen um dir eine Art Auszeit vom Alltag zu gönnen und wieder in deine Kraft und Mitte zu finden.

In jedem Fall folgt die Medizinwanderung bestimmten Schritten, die es einzuhalten gibt um sie als kraft- und wirkungsvoll für dich zu erleben.

1. Zeitpunkt & Dauer

Üblicherweise findet die Medizinwanderung von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang statt. Es geht in unserem Fall aber nicht darum, einen ganzen Tag unterwegs zu sein, sondern viel mehr die Stunden, wo du dich in der Natur aufhältst, ganz bewusst zu verbringen. So kann deine Medizinwanderung einen ganzen Tag beanspruchen aber vielleicht auch nur 2-3 Stunden („Gang der Kraft“). Mach den Zeitpunkt auch nicht vom Wetter abhängig, sondern folge hier deinem Instinkt bzw. deinen inneren Impulsen. Wenn es beim Losgehen zu regnen beginnt, dann ist der Regen ein wichtiger Teil deiner Wanderung.

2. Davor & Währenddessen

Bevor du losgehst, sollte irgendeine dir nahestehende Person Bescheid wissen wo du vorhast hinzugehen. Es kommt nicht selten vor, dass sich Leute beim querfeldein gehen verirren oder die Orientierung verlieren. Nimm dein Handy also gerne mit, aber schalte es auf Flugmodus und verwende es nur im Notfall. Während der Zeit der Medizinwanderung wird gefastet. Eine Trinkflasche solltest du natürlich dabei haben. Wo immer du wählst zu gehen, achte dabei darauf, dass du für dich alleine sein kannst, also abseits ausgetretener Pfade.

3. Deine Absicht

Bevor du losgehst, überlege dir deine Absicht, weshalb du diese Medizinwanderung für dich machen möchtest. Vielleicht wünscht du dir Unterstützung auf deinem persönlichen Entwicklungsweg, vielleicht möchtest du Themen des Alltags, deiner Beziehung, der Familie oder des bisherigen Berufes verabschieden oder lösen. Achte auf deine Impulse und sei ehrlich zu dir. Das, was im medicine-walk angeschaut werden möchte, wird sich dir klar zeigen.

4. Die Schwelle in die Anderswelt und wieder zurück

Wenn du losgehst, überschreitest du ganz bewusst eine Schwelle. Diese Schwelle steht symbolisch für den Übergang in einen andere Ebene und Zeit in der du dich während der Wanderung befindest. Sie wird auch als Schwellen- oder Liminalzeit bezeichnet. Die Schwelle sollte physisch sichtbar sein, sie kann ein Ast am Boden sein, eine kleine Brücke, die du zu überqueren hast oder ein alter Baum, den es zu passieren gilt. Du wählst die Schwelle dort, wo du sie eindeutig als solche erkennst. Nachdem die Wanderung vorbei ist, wird es wieder eine Schwelle geben, die du zu durchschreiten hast, um wieder zurück in alltägliche Welt zu kommen. Dies kann und wird wahrscheinlich eine andere sein als die Schwelle beim Losgehen. In jedem Falle gilt: Überschreite diese Schwellen bewusst. Es sind immer auch Wächter, die dich ob deiner Absicht auf Herz und Nieren prüfen.

5. Ein Spaziergang durch die Geistwelt der Natur

Wenn du die erste Schwelle überschritten hast, befindest du dich in der „Anderswelt“. Du hast dann bewusst für eine Zeit lang die Seiten gewechselt. Alles, was jetzt in der Natur auftaucht, sich zeigt, jedes Symbol, jedes einzelne Lebewesen, jeder Baum und jede Blume sind in direktem Austausch mit dir. Und mehr noch, es ist, als ob du in deinem eigenen Unterbewusstsein spazieren gehst und alles davon ein Teil von dir ist, der mit dir spricht. Nimm all diese Zeichen und Bewegungen wahr und achte darauf, mit was du besonders stark in Resonanz gehst. Folge den Impulsen, die dir sagen, wann es gilt anzuhalten, dich niederzusetzen, ein Gebet zu sprechen oder vielleicht sogar ein kleines Ritual abzuhalten. Alles was geschieht, geschieht hier für dich und dafür, das klar zu kriegen wonach du gefragt hast. Und nichts was du erlebst und erfährst ist zufällig oder belangläufig. Alles beinhaltet die Chance zu erkennen, zu verstehen, klar zu werden und dich letztendlich tief in deinem Inneren berühren zu lassen. Dabei kann dir die Erfahrung komplett unspektakulär erscheinen und doch birgt sie in sich ein tiefes Heilungspotenzial.

6. Bleibe präsent!

Wann immer du beginnst nachzudenken oder dich in mentale Konstrukte oder logische Erklärungen verlierst, halte inne. Wenn das geschieht, bist du von dir weggegangen, hast dich verlassen, bist nicht hier und kannst auch nichts mehr (wesentliches) empfangen. Versuche nicht zu verstehen, was es nicht zu verstehen gilt. Sondern sei da, spüre deinen Körper, spüre deine Schritte, streng dich vielleicht für kurze Zeit ein bißchen mehr an oder lass einen Schrei los. Aber sei da, sei in deinem Körper, bleib in Verbindung! Ein Aspekt der Medizinwanderung ist gerade der, dass es eine zutiefst körperliche Erfahrung ist, eine gehende Meditation wenn du so willst. Dein Körper-Geist-Organismus weiß mit all dem was anzufangen. Lass dies zu, beobachte, staune, folge dem was dran ist.

6. Nachreflexion – ins Bewusstsein holen

Wenn du wieder über die 2. Schwelle zurückgekehrt bist in die alltägliche Welt, kannst du beginnen zu reflektieren. Schreibe dir das Erlebte und deine wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Medizinwanderung auf. Vielleicht kamen auch bestimmte Symbole oder Bilder, die du aufzeichnen magst. Vielleicht hast du auch ein „Geschenk“ mitbekommen, eine Art Symbol in Form eines Steines, einem Stück Wurzel, einer Blume. Wenn es nicht schon während der Wanderung geschehen ist, kannst du dich jetzt fragen, welche Bedeutung dieses erhaltene Symbol für dich hat.

7. Integration – Teilen mit einem anderen

Um all das, was du für dich erfahren und erlebt für dich voll und ganz zu integrieren, braucht es jetzt noch jemanden, dem du das ganze schildern und erzählen kannst. Wichtig dabei ist, dass du erzählst, der andere hört mit offenem Ohr zu und übt sich im Zuhören. Reines Nachfragen im Sinne von: „Hab ich das richtig verstanden?“ oder „Was genau meinst du damit?“ usw. ist natürlich ok. Mach dir selbst und deinem Gegenüber aber in jedem Fall klar, dass du hier eine für dich „heilige Erfahrung“ schilderst und dass hier Zeugenbewusstsein und herzoffene Präsenz gefragt ist. Es geht darum, deine Geschichte noch einmal bewusst zu durchleben und die wesentlichen Punkte und Erkenntnisse in dir zu integrieren.

Wanderung in der Natur vs. Stadtspaziergang

Manchmal fragen mich Leute, ob sie ihre Medizinwanderung nicht auch im nahegelegenen Park oder im städtischen Umfeld machen können. Warum muss es konkret Natur sein? Und klar kannst deine Medizinwanderung auch in Form eines Stadtspazierganges machen. Es geht nicht darum, dass es immer in der Natur geschieht. Auch der Hydrant am Gehsteig, die Autos auf der Straße, die rote Ampel oder die verschiedenen Menschen, die dir begegnen sind dann ein Teil deiner Wanderung, die dir über dein Unterbewusstsein die Antworten aus dem subtilen Raum liefern.

Der Vorteil einer Wanderung durch einen Wald oder einer Naturlandschaft, ist ganz einfach der, dass es leichter fällt, aus der Alltagstrance herauszutreten. Das kommt daher, dass die Natur auf vielfältigste Weise positiv auf unseren Körper-Geist-Organismus einwirkt indem sie zum Beispiel den Nerv der Ruhe aktiviert und damit die Entspannung fördert, die gerichtete Aufmerksamkeit wiederherstellt und unser Gehirn in einen meditativen Zustand versetzt. So kannst du dich bei einer Wanderung durch die Natur viel leichter für die zum Teil sehr subtilen und verborgenen Botschaften aus dem Raum öffnen und sie entsprechend empfangen.

So gesehen ist es nicht nur gesünder und kraftvoller deinen medicine walk in der Natur zu machen, sondern ganz sicher auch aussagekräftiger und wirkungsvoller.

In diesem Sinne wünsche ich dir eine gute und erkenntnisreiche Selbst-Erfahrung in und durch die Natur und einen gesegneten Eintritt in die dunkle Jahreszeit. Auf dass du diese besondere Zeitqualität der tiefen Innenschau und Einkehr für Klärung, Erkenntnis und persönliches Wachstum erfahren und für dich nutzen kannst!

Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Herzlichst,

Alfred Zenz – Der Seelengärtner

P.S.

Ausbildung zum Natur-Coach Practitioner – Wirkungsvolle Veränderungsarbeit mit Hilfe der Natur

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…dann ist diese Ausbildung genau das richtige für dich um selbst zu wachsen und andere in ihrer Entwicklung zu unterstützen! HIER erfährst du mehr.

Jetzt im Hochsommer blüht ein ganz besonderes Heilkraut, die Wilde Karde. Mit bis zu 2,5m Höhe ragt sie majestetisch aus der Wiese empor und trägt ihre absolut unverwechselbaren Blütenköpfchen. Berühmtheit erlangte sie in den letzten Jahren als Naturheilmittel bei Borreliose. Woher ihre anderen Namen „Zisternenpflanze“ oder „Weberkarde“ herrühren, warum sie in ihrer feinstofflichen Wirkessenz für Neuausrichtung wie Ordnung steht und wie sie dir dabei helfen kann deinen Platz im Leben einzunehmen. All das erfährst du in diesem Artikel.

Jetzt im zeitigen Frühling beginnt der Schwarzdorn in überschäumender Fülle zu blühen. In seiner feinstofflichen Essenz als Baumverbündeter verkörpert er wie kaum ein anderer Baum oder Strauch so sehr das Wilde, Ungezähmte und Wehrhafte im Pflanzenreich. Was er mit erwachter Kriegerkraft zu tun hat, wie er dir dabei hilft deine im Dunklen liegenden Potenziale freizusetzen und warum er einer der kraftvollsten Baumverbündeten ist, wenn es darum geht echt, wahrhaftig und entschlossen deinen Weg zu gehen – all das erfährst du in diesem Artikel.

Pareidolie, so wird das Phänomen bezeichnet, wonach man in knorrigen Bäumen, Wurzelstöcken oder Felsformationen Gestalten, Gesichter und Körper zu sehen vermag. Diese Art des „Sehens“ wird erst dann aktiv, wenn ein gewisser Entspannungszustand eintritt. Dann aber vermag sich dir die Natur auf eine magisch-kunstvolle Weise zu offenbaren. Wie die Neurowissenschaft Pareidolien erklärt, warum vor allem Künstler diese Art des Sehens beherrschen und was das ganze mit Naturwesen zu tun hat – all das erfährst du in diesem Artikel.

Kennst du das? Du spazierst durch einen wunderschönen Wald und plötzlich meinst du in dem Baum da vorne ganz deutlich ein Gesicht zu erkennen. Pareidolie, so wird das Phänomen bezeichnet, wonach man in allerlei Dingen Gesichter bis hin zu vertrauten Gestalten und Wesen zu sehen vermag. Pareidolien finden sich bevorzugt an kraftvollen Orten wie in alten Schloßparks oder mystischen Wäldern. Im 3. Teil dieser VIDEO-Serie findest du eine Auswahl solcher wundersamer Erscheinungen. Viel Freude beim Anschauen und Gestalten erkennen!

Gemeine Fichte (auch Gewöhnliche Fichte oder Rot-Fichte)

Picea abies, Familie: Kieferngewächse, Pinaceae

„Die wichtigste Entscheidung, die du treffen kannst, ist die Entscheidung, was du als wichtig betrachtest.“ (Michael Neill)

Im Pflanzenreich herrscht Winterruhe, alles schläft….fast alles. Eine Gruppe unter den Bäumen ist nämlich nach wie vor wach: Es sind die Nadelgehölze. Sie sind für die rauen und harten Bedingungen des Winters bestens vorbereitet. Ihre Blätter wurden im Laufe der Evolutionsgeschichte zu Nadeln komprimiert, um den oft harten Bedingungen in ihrer Ursprungsheimat gerecht zu werden.

Einer dieser Nadelbäume ist die Fichte. Sie ist der Baum, der zusammen mit Tanne und Kiefer unseren Wäldern auch im Winter das lebendige Grün verleiht. Als Baum steht sie dabei in jeder Hinsicht für die Qualität des Nordens. Im Medizinrad, das sich an den Jahreszeiten, den Elementen und den Himmelsrichtungen orientiert, steht der Norden unter anderem für Disziplin, Verantwortung, Klarheit und Ausrichtung. Alles Kräfte und Qualitäten, welche die Fichte als Baum auch in feinstofflicher Hinsicht durchdringen.

Wir erleben gerade eine historische Krisenzeit, welche die meisten Menschen an ihre Grenzen bringt. Eine Zeit, wo einem das Dach im wahrsten Sinne des Wortes schon mal auf den Kopf zu fallen scheint, wo es darum geht, Stellung zu beziehen und dennoch in Beziehung zu bleiben, wo Menschen darum kämpfen ihre Ziele trotz widrigster Umstände nicht aus den Augen zu verlieren und es wichtiger ist denn je, sich der Essenz dessen zu besinnen, was einem wirklich, wirklich wichtig ist. In all diesen Aspekten ist die Fichte hier sicher einer der wertvollsten Baumverbündeten um Ausrichtung, Halt und Unterstützung zu geben.

Dieser Artikel ist ihrem innewohnenden Wesen gewidmet, das uns Menschen, insbesondere in den Nordländern, bereits seit Jahrtausenden begleitet.

Der Nadelbaum des hohen Nordens

Als Baum des „hohen Nordens“ ist die Fichte perfekt an die gemäßigten Zonen Russlands und Skandinaviens angepasst. Denn obwohl sie kaum Nährstoffansprüche an ihre Umgebung stellt, mag sie es vor allem kühl und feucht, um zu gedeihen. In unseren Breiten wächst sie daher am liebsten in den Alpenregionen, wo höhere Niederschläge herrschen und aufgrund der niedrigeren Temperaturen kaum Bodenwasser verdunstet. Hier findet man sie sogar bis zur Baumgrenze in Höhenlagen von bis zu 2400 Metern. Da die Fichte ein beliebter, schnellwachsender Forstbaum ist, wurde sie vor allem im letzten Jahrhundert in Gebieten aufgeforstet, die ihr völlig artfremd sind, wodurch sie nicht überall in ihrer vollen Kraft gedeihen kann. Regelmäßige Borkenkäferepidemien und die großflächige Entwurzelung ganzer Fichtenwälder nach einem Sturm zeugen von dieser Entwicklung.

Der Schutzgeist im Fichtenwald

Im Gespräch mit dem Geist des Waldes

Ähnlich wie die Tanne galt die Fichte bei den Kelten und Germanen als bedeutsamer Lebens- und Schutzbaum, dessen immergrüne Zweige man sich in der dunklen Jahreszeit als Symbol des wiederkehrenden Frühlings ins Haus holte.1 In der slawischen Tradition glaubte man, dass Fichtenwälder von einem weiblichen Wesen namens „Dziwitza“ oder „Boruta“ durchstreift wurden, die als „Jägerin des Waldes“ galt. Ihr männliches Pendant, der „Geist oder König des Waldes“ bewohnte dem Volksglauben nach die älteste Fichte des Waldes. In der westlichen Tradition entspricht er dem „Grünen Mann“, der das Gegenstück zur Erdgöttin bildet. Dieser wurde häufig in Form einer entwurzelten Fichte oder Tanne dargestellt und symbolisierte die Einheit der Menschen mit der Pflanzenwelt. Er war es, der die Geheimnisse und Gesetze der Natur kannte, und bei dem auch der Mensch Schutz und Nahrung empfangen konnte.1

Im Gespräch mit dem Baumgeist der Fichte

In den naturgewachsenen Fichtenwäldern der Alpenregionen, bildet sich am Boden oft ein herrlicher Teppich aus grünem Moos. In einem dieser Wälder möchte ich mich mit dem Geist der Fichte verbinden. Ich staune über die unzähligen kerzengeraden Stämme, die keinen Millimeter von ihrer Bahn abzuweichen scheinen. Mit ihren pyramidenförmigen Kronen und den leicht nach unten hängenden Ästen, erscheinen sie mir wie aufwärtsstrebende Raketen. Pfeile, die bereit sind, jeden Moment in den Himmel zu starten. Im Gespräch mit dem Fichtengeist erfahre ich folgendes:

„Vertraue mir, ich gebe Sicherheit, mit mir bist du zum Aufbruch stets bereit. So komm in meine Arme, lass dich sehn, ich halt dich fest und lass dich niemals mehr des Weges gehen. Des Weges, der dich in die Irre führt, und anstatt der Liebe tiefe Ängste in dir schürt. Denn durch mich wirkt dieses Feuer, dass dich greifen lässt das rechte Steuer. So dass du dich nach vorn bewegst und direkt schnell dem Ziel zustrebst.

Einfach ist mein Geist gestrickt, er zeigt dir stets worin das Wesentliche liegt. Es ist die Energie, die nicht erlaubt, die Zeit mit dem zu teilen, was dir deine Kräfte raubt. So spüre diese Ausgerichtetheit und klare Kraft, die dich so stark und sicher macht. Das erschaffende Prinzip, das in dir lebt, der wache Geist, der stetig vorwärts strebt. Er hilft dir deinen Blick nach vorn zu wenden, nicht nur zu empfangen, sondern auch nach außen in die Welt zu senden.“

(Auszug der Poesie aus dem Buch „Vater Eiche, Mutter Linde – Bäume als Seelenbegleiter, Kraftspender und Verbündete“)

Was die Fichte für dein Seelenheil tun kann

  • Sie hilft dir, dich auf das Wesentliche zu besinnen

Die Energie der Fichte zentriert und richtet klar aus. So wie ihre kerzengeraden Stämme wie Pfeile in den Himmel ragen, vermag sie auch deine gesamte Aufmerksamkeit zu bündeln und auf einen Punkt zu fokussieren. Auf das, was gerade wirklich von Bedeutung für dich ist.

  • Sie motiviert dich, deine Ziele zu erreichen

Die Fichte lässt dich nicht nur klar erkennen, was als nächstes anliegt, sondern treibt dich auch an, dieses Ziel zu verfolgen. Ganz nach dem Motto: „Wenn erst einmal klar ist, um was es geht, kann mich nichts mehr aufhalten!“ Dabei führt sie dich behutsam Schritt für Schritt auf deinem Weg und lässt dich dein Ziel nicht aus den Augen verlieren.

  • Sie verleiht Geistesklarheit und erleichtert Entscheidungen

    Baumporträt der Fichte – von Jasmine Wagner

Die Fichte hat eine starke Ausgerichtetheit zu den kosmischen Kräften. Wie eine Antenne vermag sie diese himmlischen Einflüsse zu bündeln und dir als Menschenwesen zukommen zu lassen. Sie lehrt dich, die Einfachheit inmitten der größten Komplexität zu erkennen, das Wesentliche inmitten unzähliger Möglichkeiten zu sehen. Das, was vorher undurchschaubar erschien, wird wieder fassbar und klar.

  • Sie fördert Geradlinigkeit, Willensstärke und Disziplin

Die Schwingung der Fichte erhöht deine Konzentrationsfähigkeit und verleiht dir mentale Stärke. Dabei wirkt sie mit einer Direktheit und Geradlinigkeit, die es dir schwer machen wird, von deinem Kurs abzuweichen. Sie fordert dich auf, zu deinem Tun zu stehen und dich zu deinem Fokus zu bekennen. Sie sagt: „Du hast eine klare Wahl getroffen – jetzt stehe dazu!“ In diesem Sinne erfahre ich das Wesen der Fichte als sehr Mut gebend, mich nicht von meinen Ängsten oder Zweifeln einbremsen zu lassen. Das, was ich in Liebe gewählt habe, will gelebt werden.


Wie du die Kraft der Fichte am besten für dich erfahren kannst

Knorrige Wetterfichte

In der bewussten Begegnung

Fichten sind leicht und häufig anzutreffen, wobei es sich empfiehlt, eher naturgewachsene Exemplare aufzusuchen. Wenn du jemals durch natürliche Bergfichtenwälder gewandert bist, wirst du eine völlig andere Kraft wahrnehmen, als in angelegten Fichtenmonokulturen. Sie vermitteln eine einzigartige Stille, Dauerhaftigkeit und Erhabenheit und machen dir die elementaren Prozesse der Bergwelt zugänglich. Vielleicht findest du ja sogar eine alte, knorrige Wetterfichte, die dir Unglaubliches zu erzählen hat.

Durch das Einatmen ihres Duftes


Gerade im Winter vor Weihnachten kann der Duft von Pflanzenöl, Nadeln und Harz ganz besonderes Wohlbefinden auslösen. Ätherisches Fichtenöl als Duft reinigt und öffnet die Atemwege und sorgt auf der feinstofflichen Ebene für innere Ruhe und Ausgeglichenheit. Fichtenöl macht wach und hilft, ganz im Hier und Jetzt zu sein. Die Nadeln und das Harz der Fichte kannst du hingegen geräuchert zur energetischen Reinigung von Räumen verwenden. Der Rauch wirkt zentrierend auf den Körper und lässt ihn wieder seinen entsprechenden Platz im Außen finden.

Die Zapfen der Fichte – im Gegensatz zur Tanne nach unten hängend

Klarheit-Absicht-Umsetzung

Für viele Menschen ist die Fichte als Baum nicht besonders positiv geankert. Unzählige Fichtenmonokulturen haben den Zugang zu ihrem eigentlichen Wesen eher verhindert als gefördert. Ich war einst einer von denen, wo die Fichte als Baum keine all zu große Wertschätzung erfuhr. Erst als ich mich ganz bewusst begann mit ihr zu beschäftigen, offenbarte sich ein unglaublich schönes, klares und kraftspendendes Wesen. So wie es letztendlich jedem Baum auf seine Art und Weise innewohnt.

Vielleicht ist es auch für dich jetzt an der Zeit diesen Baum und damit dich selbst neu kennenzulernen und Zugang zu einer Kraft aus der Natur zu bekommen, die dir bisher verborgen war. Eins sei dir an diesem Punkt versichert: Wenn sie dich als Baum findet, kommst du nicht mehr daran vorbei, zu tun, was für dich dran ist. Ganz nach dem Motto: „Ich weiß, WAS ich will. Ich weiß, WIE ich es erreiche. Und ich weiß, WANN ich es umsetze.“

Ich freue mich auf dein Kommentar!

Herzlichst,

Alfred Zenz Jun. – Der Seelengärtner

Buch-Vater-Eiche-Mutter-LindeMehr über die Fichte kannst du in meinem Buch „Vater Eiche, Mutter Linde – Bäume als Seelenbegleiter, Kraftspender und Verbündete“ nachlesen.
Liebevoll gestaltete Baumporträts von insgesamt 18 bedeutenden, heimischen Bäumen zeigen, was Birke, Buche & Co auf seelischer wie körperlicher Ebene für dich tun können, und helfen, in jeder Lebenslage den richtigen Baum als Kraftspender und Seelenbegleiter für dich zu finden.

 

P.S.

„Ausbildung zum Medium für Pflanzen- und Naturwesen“
In dieser Ausbildung hast Du die Gelegenheit mit und durch die Natur Dein Potenzial zum Natur-Medium auszubilden und zu entfalten.

Du möchtest:
…Deinen Pflanzenverbündeten begegnen
…eintauchen in die Welt der Pflanzengeister, Faune, Elfen & Feen
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…die innewohnenden Heilaspekte unserer Wildkräuter & Zauberpflanzen erspüren

HIER erfährst du mehr

Quellen:

1 HAGENEDER, Fred, Buch: Der Geist der Bäume. Eine ganzheitliche Sicht ihres unerkannten Wesens. Neue Erde, Saarbrücken, 5. Auflage 2014

Ein eingefleischter Bärlauchsammler erkennt den Bärlauch so eindeutig wie Eierschwammerl (Pfifferlinge) oder Steinpilze. Für einen blutigen Anfänger kann der Bärlauch aber sehr wohl, vor allem im jungen Blattstadium, mit dem giftigen Aronstab verwechselt werden. Dieser wächst nämlich am gleichen Standort wie der Bärlauch. Wie der Aronstab eigentlich aussieht, weshalb er die sicherlich faszinierendste Blüte des Waldes trägt und wie du Aronstabblätter sicher und eindeutig von denen des Bärlauchs unterscheidest – all das erfährst du im folgenden VIDEO