„Die Elementarwesen sind frei von jeglicher vorgegebenen Form. Ihr Körper ist nicht – wie der Körper des Menschen – materialisiert, sondern hat die Gestalt eines Kraftwirbels, der auf der vitalenergetischen Ebene schwingt.“ (Marco Pogacnik)

Der Mai ist ein Monat der Fülle. Die Natur explodiert hier regelrecht in Blüten-, Blatt-, und Farbenreichtum. Sich selbst verzehrendes Leben als gäbe es kein Morgen. Alles in der Natur spricht und interagiert jetzt mit uns, berührt unser Herz und stimmt uns sogar fröhlich. Doch was ist diese Lebendigkeit, die uns an der Schönheit eines Baumes, einer Blume, ja an der ganzen Landschaft, teilhaben lässt und sogar die Macht hat unser Gemüt zu erhellen?

Es ist so selbstverständlich, dass wir uns nach einem ausgedehnten Naturspaziergang besser, erholter, klarer und lebendiger fühlen. Dieses pulsierende Leben, das uns so gut tut, ist das Zusammenspiel einer unendlichen Anzahl von Wirkfaktoren und wesenhaften Kräften in der Natur, die auf höchst gesundheitsfördernde Weise mit uns Menschen interagieren. Und die Ebene, die uns diesen Zugang zum Reich von Mutter Erde erst so richtig ermöglicht, das ist die Ebene der Natur- und Elementarwesen.

Spätestens seit Beginn der Aufklärung im 17. Jahrhundert, wo der Natur jegliche Beseeltheit abgesprochen wurde, gelten Natur- und Elementarwesen als etwas Irreales, als Fantasterei, die ins Reich der Esoterik gehört. Inzwischen hat sich das Bewusstsein dafür verändert. Was jeder Geomant und Radiästhet heute bestätigen wird und jeder halbwegs empfindsame Mensch für sich selbst erfahren kann, ist: Natur- und Elementarwesen sind wahrnehmbare Energien, die mit uns auf zumeist sehr berührende Art und Weise interagieren und in der Regel sogar co-kreieren.

Sie durchdringen jeden Quadratzentimeter Boden in der Natur, sorgen dafür, dass alles in geordneten Bahnen wächst, gedeiht, fruchtet und sich vermehrt. Und weit darüber hinaus helfen sie uns Menschen die Schönheit einer Landschaft, eines Baumes oder eine Blume überhaupt erst wahrzunehmen. Was Natur- und Elementarwesen genau sind, wie sie uns Menschen erscheinen und wie du sie am besten wahrnehmen kannst – all das erfährst du in diesem Artikel.

Bild eines Pflanzendevas „Der Bote“ – aus der Reihe BAUM-MAGIE (von Jasmine Wagner)

Natur- und Elementarwesen – Das Wachbewusstsein der Erde

Wenn du bei einem Wald- oder Naturspaziergang mit einem Baum in Kontakt gehst, dann gehst du mit der ihm zugrunde liegenden „Naturintelligenz“ in Verbindung. Und die Intelligenz der Natur ist ein Zusammenspiel der Elemente Erde, Wasser, Feuer und Luft in all ihrer unendlichen Vielfältigkeit, Lebendigkeit und Wesenserscheinung. In der Geomantie bezeichnen wir diese wesenhaften und alles durchdringenden Naturfrequenzen als Elementare oder Elementarwesen. Als die der Natur innewohnenden Intelligenz repräsentieren sie so etwas wie das Wachbewusstsein der Erde.

Oder in den Worten des auf diesem Gebiet wohl bekanntesten Geomanten im deutschsprachigen Raum, Marco Pogacnik: „Träger des Bewusstseins ist beim Menschen das sogenannte äußere Selbst beziehungsweise das Ego – bei der Landschaft hingegen ist es die allumfassende Gemeinschaft der Natur- und Elementarwesen. Die Ebenen, die sich im Vergleich zum geistigen Aufbau beim Menschen als die Ebenen des Bewusstseins und der Seele bezeichnen lassen, werden ihr durch die erwähnten Elementarwesen zuteil.“ 1

Schwierig zu verstehen oder nachzuvollziehen, was diese Elementarwesen denn nun sein sollen? Nicht, wenn du dir einen Ausflug zurück in deine Kindheit erlaubst, wo diese unsichtbaren Geschöpfe vielleicht noch Teil deines fantasievollen Alltags waren und wo Fabelwesen und zauberhafte Gestalten noch ganz lebendig mit dir kommunizierten. Zudem wurden diese fabelhaften Wesen bei uns Erwachsenen auch nie ganz vergessen. Waren es zu früherer Zeit die Märchen und Sagen, wo wir sie uns immer wieder in Erinnerung holten, so findest du sie heute in Büchern, Film und Fernsehen. Spätestens, wenn du dir „Herr der Ringe“, „Die Geheimnisse von Spiderwick“ oder „Harry Potter“ anschaust, weißt du sie sofort beim Namen zu nennen.

Wenn Erde, Wasser, Feuer und Luft zum Leben erwachen

Feuer-Elementarwesen (Pareidolie)

Es sind die Kobolde, Heinzelmännchen, Elfen, Feen, Nymphen und Undinen, Zwerge, Trolle und Feuergeister, die zumindest noch auf derLeinwand Millionen von Menschen begeistern. Schauen wir sie uns einmal näher an.

Die Naturwesen des Elements Erde werden gemeinhin als Heinzelmännchen, Elfen, Kobolde, Zwerge, Gnome und Trolle bezeichnet. Auch der Faun, das einem Baum innewohnende Elementarwesen, gehört zum Element Erde. Genauso wie der Pan, der bei unseren heidnischen Vorfahren sogar als Naturgottheit verehrt wurde. Beim Element Luft finden wir Sylphen und Feen in allen Arten sowie die Meisterintelligenzen im Pflanzenreich, die sogenannten Pflanzendevas. Die Naturwesen des Elements Wasser sind gut bekannt als die Nixen, Undinen, Quell- und Auennymphen bis hin zu den Wassermännern. Und zum Element Feuer gehört alles was zu Licht, Sichtbarkeit, Wandlung- und Transformation gehört, so die Geister der Reifung und der Wandlung, die Lichtgeister bis hin zu den Musen, die uns Inspiration schenken.

Luft-Elementarwesen (Pareidolie)

In den Filmen oder Märchenbüchern werden sie meist sehr einschlägig dargestellt, was für das Erzählen einer Geschichte, die eine bestimmte Botschaft transportiert, auch völlig okay ist, solange man nur nicht meint, dass diese Wesen auch alle genauso aussehen müssen. Bei meinen Natur-Wahrnehmungstrainings erlebe ich immer wieder, dass Teilnehmer meinen, sie müssten Erd-Elementarwesen als klein, knorrig, mit großem Kopf und kleinen Beinchen physisch real sehen können, im besten Falle vielleicht noch mit Zipfelmütze und Spitzhacke am Rücken. Aber genauso wenig wie Feen oder Elfen unsichtbare, durch die Luft fliegende Prinzesschen mit Zauberstab sind, sind Feuerlinien im Erdreich unsichtbare, drachenartige Geschöpfe oder die männerverführenden Sirenen erotisch anmutende Frauen. Was nicht bedeutet, dass sie einzelnen hellsichtigen Menschen oder sogar Menschengruppen zu bestimmten Zeiten und Epochen genau so vor dem inneren Auge erschienen sind – und es immer noch tun.

Der „Körper“ eines Elementarwesens – Wie sie uns Menschen erscheinen

Feuer-Elementarwesen: innere Wahrnehmung als Kraftwirbel

Natur- und Elementarwesen besitzen keinen grobstofflichen Körper und sind für uns damit auch mit blossem Auge physisch nicht sichtbar, wie wir beispielsweise einen Baum oder einen Vogel sehen. Aus quantentheoretischer Sicht schwingen diese Wesen auf einer anderen Ebene.

In den Worten von Marco Pogacnik: „Die Elementarwesen sind frei von jeglicher vorgegebenen Form. Ihr Körper ist nicht – wie der Körper des Menschen – materialisiert, sondern hat die Gestalt eines Kraftwirbels, der auf der vitalenergetischen Ebene schwingt.“1

Es ist also eine Art von Schwingung, wenn man so will, eine andere Dimension der Stofflichkeit. Der „Körper“ dieser Wesen ist somit anpassungsfähig und veränderbar. Und wie Hochfrequenzstrahlung Mauern und Steine durchdringt, vermögen auch sie die manifesten Formen der Natur zu durchdringen und so auch zu bewohnen und zu beleben. In diesem Sinne gibt es bezüglich dem korrekten Erscheinungsbild eines Natur- oder Elementarwesens genau eine Wahrheit: Und das ist deine eigene (ehrliche!) Wahrnehmung.

Luft-Elementarwesen: innere Wahrnehmung als „sprudelnde“ Fontäne

Daher ist das, was jetzt vor dem inneren Auge erscheint oder auch als Energie gefühlt wird, die Interaktion mit der elementaren Schwingungsfrequenz des Naturwesens, das im eigenen, inneren Repräsentationssystem entsprechend übersetzt wird. Und eine Energie, ein Wesen oder eine Kraft, die keinen feststofflichen Körper hat noch eine bestimmte Form annehmen muss, kann für den jeweiligen Betrachter als alles mögliche erscheinen.

Beispiele meiner eigenen Wahrnehmung:

Luft-Elementare nehme ich häufig in Form von Luftblasen oder Wirbeln wahr, die sich ständig verändern oder bewegen. Erd-Elementarwesen erster Ordnung fühle ich meist als dichte, nach unten in den Boden drückende Energie, bevorzugt im Wurzelchakra. Bei den Wasser-Elementarwesen gehöre ich zu den Menschen, denen sie sich vor dem inneren Auge gerne als schöne, sinnlich-erotische Wesen von weiblicher Natur offenbaren. Und die Feuer-Elementare kommunizieren mit mir vor allem über den Bereich meiner Emotionen und zeigen sich mir oft in bewegten und hell leuchtenden Farben.

Naturwesen erscheinen dir so, wie du sie am besten verstehst

Wenn du wirklich Naturwesen wahr-nimmst, dann nimmst du ihre Schwingungsebene, ihre Frequenz wahr. Und wenn du als Mensch offen und bereit dafür bist, dann zeigen sie sich vor deinem inneren Auge genau so, wie du es für dich am allerbesten verstehen kannst. In der Regel hängt das stark mit deinem Vorstellungs- oder Glaubenssystem zusammen. Bist du eher christlich geprägt, wirst du Luftelementare vielleicht eher als engelhafte Wesen wahrnehmen. Hast du es eher mit der mythischen Ebene, so mag sich dir ein Feuer-Elementarwesen schon mal als feuerspeiendes, mit Nüstern, Zähnen und Flügeln ausgestattetes Drachenwesen zeigen. Und besitzt du indische Wurzeln, dann kann sein, dass dir eine mehrarmige „Göttin Kali“ als wilde Erd- und Wächterkraft eines Ortes begegnet. Je nachdem welche kulturellen, sozialen und individuellen Filter du hast, wie du aufgewachsen bist und geprägt wurdest und mit welchen Erwartungen du generell an die Sache rangehst, kann dir diese Welt unendlich formen- und fabelhaft erscheinen. Du bewegst dich hier im Reich der archetypischen Bildsprache, was so etwas wie die geistige DNA der Menschheit ist – „Fantasie“ kennt hier keine Grenzen.

Wichtig ist in jedem Fall, dass du das innere Bild nicht mit dem „tatsächlichen“ Aussehen des Naturwesens verwechselst. Es ist eine Kommunikation, eine Botschaft, die dir mehr über die Aufgabe verrät, die das Wesen an diesem Ort ausübt, als mit irgendeinem bestimmten, stofflichen Aussehen.

Marco Pogacnik: „Die jeweilige Form, in der wir sie wahrnehmen, ist entweder ein Spiegelbild der Vorstellungen über ihr Wesen, das der betrachtende Mensch in seiner urbildlichen Erinnerung gespeichert hat, oder ein Ausdruck der Bildersprache, die die Elementarwesen selbst benutzen, um eine gewisse Botschaft dem menschlichen Bewusstsein nahezubringen. Sie selbst sind bar jeder Form, solange wir Menschen nicht vermeintlich wahrgenommene Formen aus Missverständnis auf sie zurück projizieren.“1

Zeichnerische Übersetzung eines Wasser-Elementarwesens (Jasmine Wagner)

Wenn Menschen beginnen mit Natur in Beziehung zu treten…

Foto von „Itschi & Richi Design“

Jede Pflanze, jeder Flecken in der Natur ist mit diesen Naturgeistern verwoben. Sie beleben die Natur, erwecken Blume, Baum und Stein zum Leben, steuern Wachstums- und Reifeprozesse, fördern Wandlung und Transformation, sorgen für geordnetes Wachstum und gesunde Struktur und fördern Vernetzung, Austausch und Kommunikation. Sie sorgen dafür, dass ein Ökosystem gesund, kraftvoll, wirksam und vor allem lebendig ist. Natur- und Elementarwesen drücken sich daher nicht in Körper und Form aus, sondern definieren sich über ihre Aufgabe, die sie in der Landschaft haben. Und so wie wir Menschen, strebt auch die allumfassende Gemeinschaft der Natur- und Elementarwesen nach Weiterentwicklung. Und dazu gehört auch die Zusammenarbeit mit uns Menschen.

Mehr denn je geht es in der Geschichte der Menschheit darum, dass wir wieder in einen lebendigen Kontakt mit der eigenen, innersten Natur und somit mit der Natur im „Außen“ kommen. Denn wenn das geschieht, entsteht Raum für Lebendigkeit. Und wenn die überdigitalisierte, überrationalisierte und immer roboterhafter werdende Menschenwelt eines extrem nötig hat, dann so etwas wie ein echtes in-Beziehung-Gehen mit einer lebendigen Umgebung – mit echten Menschen, echten Wesen, echter Natur. Erst dann ist echtes Mitgefühl, Freude, Begeisterung und vor allem so etwas wie Liebe möglich. Erst dann entsteht ein Raum für ein nährendes, unterstützendes, liebevolles und lebensbejahendes Miteinander. Erst dann haben wir die Möglichkeit, anstatt irgendwann den letzten Baum zu roden und die letzten Gewässer zu vergiften, in eine gesunde Kooperation mit Mutter Natur zu gehen und ein lebenswertes Leben zu leben. Natur- und Elementarwesen sind eine wesentliche Brücke worüber wird Menschen wieder näher zu uns selbst finden können.

Welche Aufgaben Elementarwesen in der Landschaft und somit auch in deinem Garten haben, warum sie in engem Austausch mit Pflanzen und Bäumen stehen und wie sie uns Menschen bei unseren Schöpfungsprozessen nachhaltig und wirksam unterstützen – all das erfährst du im zweiten Teil des Artikels im nächsten Newsletter: „Natur- und Elementarwesen Teil 2 – Wie sie Schöpfungsprozesse in der Natur- und Menschenwelt unterstützen.“

Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Herzlichst,

Alfred Zenz – Der Seelengärtner

Quellen:

1 Marco Pogacnik – Elementarwesen, Begegnungen mit der Erdseele, 2. Auflage 2009, AT-Verlag

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